• 16.05.2013, 10:04:33
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Wlodkowski: Erst zeitgemäße Landwirtschaft sichert leistbare Ernährung

Gegen Pflanzenkrankheiten und Schädlinge helfen keine politischen Beschlüsse

Utl.: Gegen Pflanzenkrankheiten und Schädlinge helfen keine
politischen Beschlüsse =

Wien (OTS) - "Rund um die mittlerweile ausschließlich parteipolitisch
geführte Debatte über Pflanzenschutzmittel-Verbote scheinen einige
Diskussionsteilnehmer 'das Kind mit dem Bade' ausschütten und alle
Pflanzenschutzmittel generell verbieten zu wollen. Dabei übersehen
diese selbst ernannten Experten, dass erst eine zeitgemäße
Landwirtschaft, die sich moderner Techniken in Pflanzenbau und
Tierhaltung bedient, eine leistbare, sichere und vor allem gesunde
Ernährung garantieren kann. Denn Krankheiten oder Schädlinge können
nicht mit politischen Beschlüssen, sondern nur mit modernen
Pflanzenschutz- oder Tierarzneimitteln bekämpft werden. Das gilt für
den Biolandbau genauso wie für die konventionelle Landwirtschaft. Wir
appellieren daher an alle politischen Parteien, umgehend auf die
Ebene der Sachlichkeit zurückzukehren und gemeinsam mit den Experten
Lösungen zu erarbeiten, die breite Akzeptanz finden", so Gerhard
Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich.

Auftrag an Landwirtschaft: Ernährung sichern

"Der erste und wichtigste Auftrag an die Landwirtschaft lautet
unabänderlich, die Ernährung der Menschheit zu sichern. Dieser wird
umso bedeutender, als die Bevölkerung weltweit um jährlich 80 Mio.
Menschen wächst, die verfügbare Ackerfläche jedoch sinkt. Nur mit
einer nachhaltigen Intensivierung und dem Einsatz moderner
Agrartechnik werden die Landwirte diese Herausforderung meistern
können", stellt Wlodkowski weiter fest.

"Ja" zu unseren Bäuerinnen und Bauern

"Unsere Bäuerinnen und Bauern sorgen nicht nur für genügend
gesunde Lebensmittel, diese sind außerdem so günstig wie noch nie
zuvor zu haben. Während in den Fünfzigerjahren noch mehr als 40% des
verfügbaren Einkommens für Essen und Trinken aufgewendet werden
mussten, sind es heute nur noch 12%. Die Bevölkerung weiß diese
Leistungen der heimischen Landwirtschaft zu schätzen und zu würdigen,
wie alle Untersuchungen zeigen. Damit aber auch in Hinkunft die
Regale in den Lebensmittelgeschäften die Fülle und Vielfalt der
heimischen Agrarproduktion widerspiegeln können, braucht unsere
Landwirtschaft auch von der Politik ein klares Bekenntnis, dass sich
in legistischen Rahmenbedingungen für die Produktion niederschlägt.
Die Nagelprobe für die Politik ist dabei die derzeitige Reform der
EU-Agrarpolitik und ihre Umsetzung in Österreich. Hier erwarten wir
uns, dass die heimischen Spielregeln eine nachhaltig orientierte
Markt-Landwirtschaft möglich machen und nicht populistische
Maschinenstürmerei der Agrarproduktion so sehr schadet, dass zur
Ernährung der Österreicherinnen und Österreicher sogar Lebensmittel
importiert werden müssen", so Wlodkowski abschließend.
(Schluss)

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