- 15.05.2013, 17:27:18
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Verzweifelter Kampf der Heizöl-Lobby gegen Verbot
Auftragsstudie soll Verbraucher verunsichern
Utl.: Auftragsstudie soll Verbraucher verunsichern =
Wien (OTS) - Als ein Akt der Verzweiflung wird die unsachliche
Argumentation der Heizöl-Branche bezüglich der Feinstaubthematik vom
Österreichischen Biomasse-Verband (ÖBMV) gewertet. Die
Feinstaub-Emissionen bei modernen Biomasse-Heizungen waren noch nie
so niedrig wie heute. Auf das Problem der Altanlagen weist auch der
ÖBMV hin und fordert diesbezüglich eine ambitioniertere
Kesseltausch-Aktion. "Es ist leider absolut unseriös, wenn die
Heizölbranche eine drei Jahre alte Studie, die sie selbst in Auftrag
gegeben hat, zitiert, in der eine Pelletsheizung in realitätsfremder
Umgebung betrieben wurde und zwar in einem taktendem
Start-Stopp-Betrieb ohne Pufferspeicher - also mit den üblichen
Laufbedingungen von Öl- und Gasheizungen. Es werden also Äpfel mit
Birnen verglichen", analysiert Jauschnegg.
Gleichzeitig wird festgestellt, dass in Österreich mehr Pellets
produziert als verbraucht werden. Der Kostenvorteil gegenüber dem
Heizöl liegt weiterhin bei rund 50%. Dieser Vorteil spiegelt sich
auch im rasant steigenden Anteil der Biomasse-Heizungen im
Wärmemarkt. "Moderne Biomasse-Heizungen tragen keine Schuld am
Feinstaubproblem - auch nicht in Graz. Sie leisten jedoch im
Gegensatz zu Ölheizungen einen großen Beitrag für den Klimaschutz,
die Versorgungssicherheit und die inländische Wertschöpfung. Deshalb
ist ein Verbot von Ölheizungen für die Gesellschaft ein Gebot der
Stunde. Dänemark hat das erkannt und die Neuinstallation von
Ölkesseln verboten", erklärt Horst Jauschnegg, ÖBMV-Vorsitzender.
"Erst vor wenigen Tagen wurde ein, durch fossile Energieträger
verursachter, trauriger Rekord aufgestellt: 400 ppm CO2-Konzentration
in der Atmosphäre. Zu Beginn der Industrialisierung lag der Wert bei
280 ppm."
Geringe Emissionen und hohe Effizienz
Die CO-Emissionen - als Leitemissionen für die Qualität der
Verbrennung - sind bei Biomasse-Kesseln seit 1980 signifikant und
kontinuierlich gesunken. Der Ausstoß von organischem Kohlenstoff hat
sich auf tiefem Niveau stabilisiert. Die staubförmigen Emissionen
schwanken um 10 mg/MJ. Alle Grenzwerte nach der strengeren Prüfnorm
EN 303-5 werden von modernen Biomassefeuerungen erfüllt. Neue
Pellets-, Hackgut- und Scheitholzkessel erreichen durchwegs
Wirkungsgrade von über 90%. Die Einführung der Brennwerttechnik lässt
weitere Verbesserungen erwarten.
Mehr statt weniger Biomasse
Durch die zunehmende thermische Gebäudequalität sowie die höhere
Effizienz moderner Biomasse-Heizkessel und -Öfen wird im Wärmemarkt
bei steigenden Marktanteilen mittelfristig weniger Biomasse benötigt.
Ferner kommt diese zum überwiegenden Teil aus heimischen Wäldern.
"Die österreichischen Energie-Importe zeigen eine besorgniserregende
Entwicklung. Sie stiegen 2012 gegenüber 2009 um 76% von 9,8 auf 17,2
Milliarden Euro", illustriert der Vorsitzende die fossilen Einfuhren.
"Das fossile Energiesystem vernichtet Arbeitsplätze, während
Bioenergien solche schaffen!"
Ziel ist der Umstieg auf erneuerbare Wärme
"Die Kesseltausch-Förderung der Heizöl-Lobby zahlen sich die
Kunden über die höheren Heizölpreise selbst", erklärt Jauschnegg. Ein
Umstieg von fossil auf erneuerbar ist das Ziel, welches auch von der
Bundesregierung im Rahmen von zahlreichen Förderprogrammen seit
Jahren forciert wird. Auch im direkten Rohstoffkosten-Vergleich sind
die biogenen Energieträger bereits langfristig um rund 50% günstiger
als ihre fossilen Pendants", schildert Jauschnegg.
Der aktuelle Energieträgervergleich und aktuelle
Prüfstandsmessungen an Biomassefeuerungen:
http://www.biomasseverband.at/index.php?id=746
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