• 15.05.2013, 11:21:14
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"Eco" am 16. Mai: Erboste Autofahrer, "Bad Banks" als Allheilmittel und warum in Österreich fast keine Kleidung mehr produziert wird

Wien (OTS) - Angelika Ahrens präsentiert in "Eco" am Donnerstag, dem
16. Mai 2013, um 22.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Erboste Autofahrer: Mehr Kontrollen, höhere Strafen, steigende Kosten

In Österreich ein Auto zu besitzen und damit zu fahren wird zu einer
immer teureren Angelegenheit. Die monatlichen Kosten waren zuletzt
schon weitaus höher als im EU-Durchschnitt. Und die Behörden
kassieren weiter kräftig ab - beim Kauf, bei Parkgebühren, beim
Tanken und bei den Strafen. So wurden die Obergrenzen für
Organmandate von 36 auf 90 Euro und bei Anonymverfügungen von 220 auf
365 Euro stark erhöht. Geschätzte 300 Millionen Euro liefern die
Lenker/innen und KFZ-Besitzer/innen an den Staat allein an
Verkehrsstrafen jährlich ab. Die Empörung der Autofahrer/innen ist
jetzt an den verlängerten Wochenenden besonders groß, wissen sie doch
nicht einmal, wofür die Strafgelder und Gebühren verwendet werden.
Claudia Grünwald berichtet.

Steuerzahler zur Kasse: "Bad Banks" als Allheilmittel

Immer dann, wenn bei einer Bank überhaupt nichts mehr geht, steht die
Gründung einer "Bad Bank", einer "schlechten Bank", als Lösung im
Raum. Ob derzeit bei der Hypo Alpe Adria in Kärnten oder - schon
praktisch umgesetzt - bei der Kommunalkredit Austria AG. Faule
Wertpapiere, uneinbringliche Kredite, kurz: Alles, was die Bank in
den Ruin treibt, wird in die "Bad Bank" ausgelagert und der gute,
sprich einträgliche Teil der Bank kann weiter wirtschaften. Das
klingt nach einem Allheilmittel. In Schweden wurde die Bankenkrise
der 90er Jahre tatsächlich recht erfolgreich mit Hilfe von "Bad
Banks" überstanden. In Deutschland und Österreich ist die Situation
weitaus trister: Fünf deutsche Banken haben Krisenpapiere in "Bad
Banks" abgeschoben - 600 Milliarden Euro Schrottpapiere, die man erst
loswerden muss. Und die "Bad Bank" der österreichischen
Kommunalkredit sitzt auf Milliarden Euro an Anleihen aus den
europäischen Problemländern. "Eco" zeigt, wie eine Bad Bank
tatsächlich funktioniert. Kann eine Bank, in der alle "giftigen
Papiere" gesammelt werden, überhaupt wieder ins Positive kommen? Und:
Ist es immer der Steuerzahler, der am Ende für die Verluste der Bad
Bank haftet? Ein Bericht von Bettina Fink und Katinka Nowotny.

Qualität kostet: Warum in Österreich fast keine Kleidung mehr
produziert wird

Das Fabrikunglück in Bangladesch, das mehr als tausend Todesopfer
gefordert hat, erschüttert auch die österreichischen Konsumentinnen
und Konsumenten. Vielen wird bewusst, unter welchen Bedingungen die
Kleidung, die wir hier billig kaufen, hergestellt werden. Doch gibt
es Alternativen zu Kleidungsstücken aus Fernost? Tatsache ist, dass
man Gewand, das tatsächlich "made in Austria" ist, immer seltener
findet. 1980 beschäftigte die österreichische Bekleidungsindustrie
noch 35.000 Mitarbeiter/innen, heute sind es nicht einmal mehr 8.000.
Die heimischen Lohnkosten sind im internationalen Vergleich viel zu
hoch. In Bangladesch etwa kostet eine Näherin ein Zwanzigstel von
dem, was hierzulande bezahlt wird. "Eco" zeigt einige der wenigen
Firmen, die in Österreich produzieren. Mit 1.500 Beschäftigten ist
der Dessous-Hersteller Triumph der größte heimische Textilerzeuger -
auch nach dem großen Jobabbau, der jetzt ins Haus steht. Darüber
hinaus stellen viele kleine Anbieter international erfolgreich
hochwertige Produkte in Nischenbereichen her wie Designermode,
Trachten oder Arbeitskleidung. "Eco" berichtet über Schwierigkeiten
und die Herausforderungen der praktisch letzten österreichischen
Bekleidungshersteller. Ein Beitrag von Beate Haselmayer.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als
Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der
ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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