• 15.05.2013, 09:35:51
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Industrie: Stärkung der Industrie ist Gebot der Stunde

IV-GS Neumayer: Starke industrielle Basis sichert Wettbewerbsvorteil und heimische Jobs - Reindustrialisierung auf europäischer Ebene vorantreiben

Utl.: IV-GS Neumayer: Starke industrielle Basis sichert
Wettbewerbsvorteil und heimische Jobs - Reindustrialisierung
auf europäischer Ebene vorantreiben =

Wien (OTS/PdI) - "Österreich ist gerade aufgrund der starken
industriellen Basis bisher relativ gesehen besser durch die
internationale Finanz- und Schuldenkrise gekommen. Dies dürfen wir
nicht durch falsche Maßnahmen, wie neue Steuern und Belastungen oder
allein der Wahltaktik geschuldeten Mehrausgaben, konterkarieren. Die
jüngsten Aussagen von Vizekanzler Spindelegger gehen vor diesem
Hintergrund eindeutig in die standortpolitisch richtige Richtung",
erklärte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag.
Christoph Neumayer, heute, Mittwoch. Die österreichische Wirtschaft
habe bereits 2011 das Vor-Krisen-Hoch aus dem Jahr 2008 übertroffen.
"Dies gilt für die Ausbringungsleistung ebenso wie für die Exporte,
für die Bruttoverdienste von Arbeitern und Angestellten ebenso wie
für die Beschäftigung. Letztere erreicht in Österreich einen
historischen Höchststand - mehr als achtzigtausend zusätzliche
unselbstständig Beschäftigte gibt es bundesweit. Wir leisten somit
unseren Beitrag für die Gesellschaft. Jetzt muss die weitere
strukturelle ausgabenseitige Budgetkonsolidierung oberste Priorität
haben, um die Mittel für kluge Investitionen und Entlastung zu
haben."

Der IV-Generalsekretär verwies auf die zentralen
standortrelevanten Daten: Österreich habe mit über 42 Prozent des BIP
die weltweit achthöchste, im europäischen Vergleich die siebthöchste
Steuer- und Abgabenbelastung der Gesamtwirtschaft. Die
Arbeitszusatzkostenbelastung im verarbeitenden Gewerbe ist mit über
92 Prozent des Direktentgelts im internationalen Spitzenfeld und mit
einer Abgabenbelastung von über 53 Prozent des Unternehmensgewinns -
alle Steuern und Abgaben zusammengerechnet - eine der weltweit
höchsten Steuerbelastungen auf unternehmerische Tätigkeiten. Es sei
daher gerade jetzt "angesichts des europäischen Plans einer
Reindustrialisierung entscheidend, die im internationalen Wettbewerb
stehende Industrie als den Motor für Wachstum und Arbeitsplätze nicht
noch weiter zu belasten", betonte der IV-Generalsekretär - etwa durch
überzogene EU-Reduktionsziele bei den Treibhausgasemissionen.

"Was passiert, wenn die Industrie vernachlässigt wird, zeigt sich
derzeit in Italien oder Frankreich: In den vergangenen fünf Jahren
sind in der italienischen Industrie 675.000 Stellen verloren
gegangen. Im Zuge der Krise ist die Anzahl der Betriebe um 20 Prozent
geschrumpft. In Frankreich ist die Industriequote auf schwache 14
Prozent gesunken, weil über Jahre die falschen wirtschafts- und
steuerpolitischen Maßnahmen sowie industriepolitischen Anreize
gesetzt wurden", so Neumayer. Die österreichische Industrie sei
demgegenüber der Motor der österreichischen Erfolgsstory, vor allem
auch durch die starke Exportwirtschaft. Mehr als die Hälfte des
Umsatzes - 58 Prozent - werde exportiert. "Von einer erfolgreichen
Exportwirtschaft und der internationalen Arbeitsteilung profitieren
Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen: Exportierende Unternehmen
in Österreich weisen um 23 Prozent höhere Löhne und eine um 72
Prozent höhere Investitionsintensität als nicht-exportierende
Unternehmen auf. Ein Blick auf die Teuerung der vergangenen Jahre
zeigt außerdem, dass in jenen Sektoren, die im internationalen
Wettbewerb stehen, die Preise am stärksten gesunken sind, und jene
Produkte und Leistungen am teuersten wurden, die nicht dem Wettbewerb
ausgesetzt sind - insbesondere gilt dies für öffentliche
Dienstleistungen", erklärte der IV-Generalsekretär.

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