Einladung zur PRESSEKONFERENZ: Stellungnahme zum Kooperativen ExpertInnenverfahren am Freitag 17.5., 11:00 CAFÉ LANDTMANN

WIENER EISLAUFVEREIN / HOTEL INTERCONTINENTAL

Wien (OTS) - Exponenten und Institutionen der Wiener Architekturszene fordern ein sofortiges Moratorium des Planungsverfahrens zur Neubebauung am Grundstück des Wiener Eislaufverein und des Hotel InterContinental.
Eklatante Unstimmigkeiten und Widersprüche im Verfahren stellen die Tragfähigkeit des Ergebnisses in Frage. Sie belasten die weitere Vorbereitung des angekündigten Planungswettbewerbs und lassen Zweifel an den Absichten des Projektentwicklers aufkommen.

So konnte insbesondere die zentrale Frage nach der dem Areal angemessenen Bebauungsdichte nicht ernsthaft gestellt werden. Eine Reduktion der vom Investor, der Wertinvest Beteiligungs- und Immobilienberatungs AG, gewünschten Verdichtung, die fast einer Verdreifachung der nach derzeitiger Widmung möglichen Bebauung gleichkommt, wurde von Wertinvest konsequent verweigert. Die eindeutige Ablehnung eines Hochhauses, die aus einer im Rahmen des Planungsverfahrens durchgeführten BürgerInnenbefragung hervorging, wurde ignoriert, obwohl der Standort in der Kernzone des Welterbes "Wiener Innenstadt" und exakt in der Belevedere-Achse liegt. Vielmehr wurden zum Abschluss des Verfahrens ohne Beteiligung der eingeladenen Planungsteams von Investor selbst erstellte Luxus-Wohnhochhaus-Varianten als "Resultat" präsentiert. Diese Varianten entbehren jeder stadträumlichen, gesellschaftspolitischen und baukulturellen Rechtfertigung. Es fehlt auch jeglicher Nachweis der behaupteten kalkulatorischen Notwendigkeit. Dagegen klaffen der ungerechtfertigte Widmungsgewinn des Investors und seine eher bescheidenen Angebote an die öffentliche Hand weit auseinander. Dennoch scheint die Stadt Wien bereit, den Planwertgewinn durch eine großzügige Umwidmung möglich zu machen. Die zuständige Stadträtin Maria Vassilakou verteidigte bis zuletzt die Begehrlichkeiten von Wertinvest.

Nunmehr fordern namhafte Exponenten und Institutionen der architektonischen Fachöffentlichkeit in Wien

  • auf Basis dieser Untersuchungen eine Neufestlegung der Baumassenobergrenzen, wobei ein Flächenzuwachs gegenüber der derzeitigen Widmung nur gegen entsprechende Leistungen für die öffentliche Hand gewährt werden darf.

Kurzfassung/Resümee eines fünfseitigen offenen Briefes an die Frau Vizebürgermeisterin und Stadträtin Magistra Maria Vassilakou vom 14. Mai 2013 mit umfassender Begründung, unzerzeichnet durch: Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Wien, Niederösterreich, Burgenland; Zentralvereinigung der ArchitektInnen Österreichs; Österreichische Gesellschaft für Architektur; IG Architektur; docomomo u.a.

Zur Stellungnahme: www.oegfa.at

Rückfragen & Kontakt:

Oesterreichische Gesellschaft fuer Architektur
Nele Hottowy
Tel.: +43-1-319 77 15
office@oegfa.at
www.oegfa.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0008