AKS: Man nimmt uns die Ferien weg! Oder?

Aks versucht die Wirren, Fragen und Positionen rund um die schulautonomem Tage zu klären.

Wien (OTS) - Seit dem Schüler_innenstreik vom Frühjahr 2009 hat man nichts mehr von der Debatte um die Streichung der schulautonomen Tage gehört; bis jetzt.

In dieser Debatte gibt es vier Positionen. Die der Schüler und Schülerinnen ist relativ klar: Wir wollen unsere freien Tage behalten! "Dieser Wunsch ist verständlich und wir stehen voll und ganz hinter den Schüler_innen", betont Laura Grossmann, Vorsitzende der AKS Wien.

Die Eltern stehen vor dem Problem der Kind(er)Betreuung und sind daher zumindest für die bundesweite Vereinheitlichung. "Als gesellschaftspolitische Organisation stehen wir natürlich auch hinter dieser Position, da viele arbeitende Familien tatsächlich Probleme haben jüngere Kinder während ihrer Arbeitszeit zu betreuen.", so Grossmann.

Die Lehrpersonen fürchten ebenfalls um unterrichtsfreie Tage und der Stadtschulrat sieht die Tage zweckentfremdet und ist daher für die Abschaffung.

Das ursprüngliche Ziel der schulautonomen Tage, nämlich die Lehrpersonen für Konferenzen und schulinterne Reflexionen freizustellen unterstützt die AKS natürlich. "Es ist wichtig, dass sich Lehrpersonen und Schulpersonal die Zeit nehmen, an sich zu arbeiten, etwaige Probleme in Ruhe zu besprechen und ein angenehmes Lernklima für uns zu schaffen.", sagt Grossmann. Der Unmut des Stadtschulrats darüber, dass die Tage großteils schlicht zu einer zusätzlichen Ferienwoche umfunktioniert werden, die der Schule keine Verbesserungen bringt, ist verständlich. "Die Tage deswegen ersatzlos streichen zu wollen, ist allerdings keine akzeptable Lösung für uns", betont Grossmann. "Wir waren an den Protesten vor 4 Jahren maßgeblich beteiligt und sind bereit das wieder zu tun, wenn die Schüler_innen hinter der Forderung stehen. Jedoch wollen wir vorher versuchen eine Lösung zu finden, mit der alle leben können. Es kann nicht sein, dass schon wieder aufgrund von Wortklaubereien unserer Bildung Steine in den Weg gelegt werden."

Die AKS ist bereit für einen lands- und bundesweiten Dialog, um die Anordnung der Ferien neu zu gestalten. An diesem sollten möglichst viele Menschen, darunter nicht zu wenig Schülerinnen und Schüler beteiligt sein. "Wir sind für eine Klärung, eine moderne Ferienaufteilung damit man sich wieder den anderen Problemen der Schulpolitik zuwenden kann.", schließt Grossmann.

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Laura Grossmann
Vorsitzende der AKS Wien
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