AGES Stellungnahme zu "profil": Agrochemiekonzerne finanzierten Bienenstudie des Umweltministeriums mit, vom 11.05.2013

Wien (OTS) - Wien, 11.05.2013 (OTS): Bei der "Bienenstudie" handelt es sich um das Forschungsprojekt MELISSA, bei dem in den Jahren 2009 bis 2011 gemeldete Fälle mit Schadensfällen an Bienenvölkern registriert, eingesandtes und von der AGES genommenes Probenmaterial auf Bienenkrankheitserreger und -parasiten sowie auf Rückstände von insektizidgebeiztem Saatgut und anderen Pflanzenschutzmitteln bis hin zu Bienenfrevel untersucht wurden.

Die Unabhängigkeit der Studie basiert auf anerkannten wissenschaftlichen Standards. Das Projekt- und Untersuchungsdesign erfolgte auf Basis einer statistisch gesehen verzerrten Stichprobe, d.h. alle Schadensfälle über das gesamte Bundesgebiet Österreich wurden von den Imkern selbst festgestellt und gemeldet. Die eingesandten Proben wurden von der AGES untersucht. Die Bestimmung, welche Proben eingesandt werden erfolgt völlig ohne Einfluss von außen bzw. auch nicht von Vertretern der AGES. Die Unabhängigkeit des Probenumfanges und auch der Probeneinsendungen selbst sowie der Untersuchungen und deren Ergebnisse hiezu ist damit in vollem Ausmaß gegeben. Die Imker in Österreich wurden über die Projektinhalte über verschiedene Wege, wie Publikationen in der Imkerzeitung, Aussendungen der Imkerverbände, Vortragsveranstaltungen, Informationen auf der AGES-homepage sowie sonstige Informationen über Medien, informiert, sodaß grundsätzlich alle Imker in Österreich Zugang zu Melissa und dem Monitoring 2012 erhielten.

Die Untersuchungen erfolgten, soweit es sich nicht um Methodenentwicklung handelte, ausschließlich nach akkreditierten Methoden und in akkreditierten Labors der AGES oder eines beauftragten Labors in Deutschland.

Sowohl der Auftrag (eine Bund-/Länderbeauftragung 2009) als auch der Endbericht wurden routinemäßig einem peer-review-Verfahren, einer Bewertung externer Forscher und Stellen im Auftrag des BMLFUW unterzogen. Alle Labors und die eingesetzten Methoden wurden durch die Akkreditierungsbehörde überprüft.

Weiters wurden die Daten in den Zwischenberichten und im Endbericht zum Projekt Melissa öffentlich auf der Homepage (DAFNE) des BMLFUW publiziert. Zwischenberichte und Endbericht, sowie Publikationen, Präsentationen vor verschiedensten Gremien (so auch vor dem Unterausschuss Pflanzenschutzmittel des Ausschusses für Land- und Forstwirtschaft im Parlament) präsentiert und ebenfalls auf der AGES Homepage wurden veröffentlicht. Das Ergebnis von Melissa ist dem Parlament im Unterausschuss Pflanzenschutzmittel des Ausschusses für Land- und Forstwirtschaft allen Fraktionen im April 2012 vorgestellt worden, ebenso das Ergebnis des Monitorings 2012 gemäß EU-Kom RL 2010/21 im März 2013. Informationen zum Endbericht der MELISSA Studie befinden sich seit 16.03.2012 auf der AGES Homepage
http://www.ages.at/ages/presse/presse-archiv/2012/endbericht-melissa-2009-2012/ ), genauso wie die Fakten zur Objektivität und Unabhängigkeit zu Melissa
http://www.ages.at/ages/landwirtschaftliche-sachgebiete/bienen/forsch
ung/melissa-2009-2012-ergebnisse/melissa-2009-2012-unabhaengigkeit-de r-wissenschaft-und-forschung/ veröffentlicht am 21.03.2012.

Etwa 16,5 % des Finanzierungsumfanges von Melissa erfolgte durch ein Firmenkonsortium von 3 Pflanzenschutzmittelfirmen und der Vereinigung der Pflanzenzüchter und Saatgutkaufleute in Österreich. Das Firmenkonsortium trat erst im Herbst 2010 bzw. Frühjahr 2011, also nach der Abwicklung von den 2 Versuchsjahren 2009 und 2010, in das Gesamtprojekt Melissa ein. Der Betrag von Euro 115.000,- wurde den in Melissa beteiligten Imkern als Kostenersatz für ihre Leistungen (wie Arbeitsaufwand, Materialeinsatz, spezielle Leistungen für Video- und Fotodokumentation, Probenlagerung und -versand etc.) in den Jahren 2009 bis 2011 zur Verfügung gestellt. Die Leistungen der Imker, insbesondere in den Schadensfällen im gesamten Bundesgebiet in Österreich, ermöglichten das Projekt in dieser Komplexität und dem Umfang umzusetzen. Im Monitoring 2012 (gem. EU-Kom RL 2010/21) gab es keine Finanzierungsbeteiligung außerhalb der Bund-Länderfinanzierung.

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