Moser: Fordern nachhaltige Schritte gegen das Bienensterben

VP NÖ fordert Verbot von Neonicotinoide und geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung von Bienenseuchen

St. Pölten (OTS/NÖI) - "Wir fordern nachhaltige Schritte gegen das Bienensterben. So müssen neben dem Verbot von Neonicotinoide auch das beim Bienengipfel vereinbarte Maßnahmenpaket rasch umgesetzt werden. Außerdem müssen geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung von Bienenseuchen gefunden werden. Aus diesem Grund haben wir einen Antrag zum Schutz unserer Bienen eingebracht", erklärt VP-Klubobmann-Stellvertreter Karl Moser.

"Als ein Grund für das Bienensterben wurde die unsachgemäße Anwendung von Neonicotinoide als Beizmittel in der Landwirtschaft ausgemacht. Bei einem Bienengipfel haben sich Vertreter der Landwirtschaft, der Imker und des zuständigen Ministeriums für ein Verbot von neonicotinoiden Beizmittel geeinigt. Gleichzeit wurde vereinbart, dass ein Maßnahmenpaket zum Schutz der Bienen erarbeitet werden soll. Denn es ist bekannt, dass es weitere Ursachen für das Bienensterben gibt. Vor allem die Varroa-Milbe, ein aus den Tropen eingeschleppter Parasit, wurde als Auslöser für den Verlust vieler Bienenvölker ausgemacht. Daher sind geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Milbe notwendig. Außerdem sollen rasch Ersatzlösungen für die Landwirte, insbesondere für Maisbauern gefunden werden. Wir fordern Umweltminister Berlakovich auf, dass die Ergebnisse des Bienengipfels rasch umgesetzt werden", informiert der VP-Politiker.

"Darüber hinaus können auch andere virus- bzw. bakteriell bedingte Krankheiten ursächlich dafür sein, dass es zu einer Schwächung der Bienenvölker und damit deren Ausfall kommt. Beispielhaft können dazu das Faulbrutvirus, das Flügeldeformationsvirus, das Akute und Chronische Paralysevirus, das Sackbrutvirus und die neue Bienenkrankheit Nosema ceranae angeführt werden. Auch diese Bienenseuchen müssen wirksam bekämpft werden. In diesem Fall ist der zuständige Gesundheitsminister Stöger gefordert entsprechende Forschungen zu fördern und Maßnahmen gegen diese Tierseuche zu setzen", hält Moser fest.

"Zudem wird eine rechtliche Unsicherheit für Imker bei Bekämpfungsstrategien gegen Bienenschäden in nächster Zeit befürchtet. Daher wäre eine fachliche Unterstützung der Imker durch gut ausgebildete Tierärzte und Tierärztinnen und eine Klärung der rechtlichen Situation beim Tierarzneimitteleinsatz dringend notwendig", so VP-Moser.

"Wir fordern daher von der Bundesregierung, dass einerseits alle beim Bienengipfel vereinbarten Maßnahmen, u.a. das rasche Verbot von Neonicotinoide, umgesetzt werden und sie bei der Bekämpfung von Bienenseuchen und der Unterstützung der Imker keine wertvolle Zeit zum Schutz unsere Bienen verliert. Außerdem soll die Bundesregierung die rasche Zulassung von bienenverträglichen Mittel für die Maisbauern ermöglichen, damit den Landwirten keine Schäden entstehen", hält VP-Klubobmann-Stellvertreter Karl Moser fest.

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