- 10.05.2013, 09:44:06
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FSG-Anderl: Fortschrittliche Familienpolitik statt konservativem Familienbild
Sachleistungen für Alle statt Steuerzuckerl für Wenige
Utl.: Sachleistungen für Alle statt Steuerzuckerl für Wenige =
Wien (OTS/FSG) - "Kinderbildungseinrichtungen ausbauen und damit in
die Zukunft investieren ist ein wesentlicher Teil fortschrittlicher
Familienpolitik für die sozialdemokratischen ArbeitnehmerInnen. Ein
konservatives ÖVP- Familienpaket mit Steuerzuckerln, der Frauen die
Chancen zum Wiedereinstieg erschwert, bedeutet hingegen einen
Rückschritt in der Frauenpolitik", betont die FSG-Frauenvorsitzende
Renate Anderl anlässlich des von den SPÖ-Frauen ins Leben gerufenen
heutigen Rabenmuttertages.
Eine ausreichende Anzahl von hochqualitativen
Kinderbildungseinrichtungen sichert Frauen nicht nur die
Wiederaufnahme und Rückkehr in die Berufstätigkeit, sondern stellt
auch einen wesentlichen Investitionsfaktor für die Wirtschaft dar.
Konkret fehlen in Österreich jedoch neben rund 35.000
Kleinkindplätzen zusätzlich rund 70.000 Kindergartenplätze in
Kinderbildungseinrichtungen mit bedarfsorientierten Öffnungszeiten,
wie eine Recherche der AK-Frauenabteilung ergeben hat.
Das angestrebte Barcelona-Ziel, wonach es für 33 Prozent der
Unter-Dreijährigen eine ganztägige Betreuung geben wird, ist kein
Grund für einen Stillstand. "Mehr als zwei Drittel der
Unter-Dreijährigen haben demnach keinen Betreuungsplatz. Da gilt es
den Hebel anzusetzen", fordert Anderl.
Statt klientelbezogene Steuerzuckerl für Kinderbetreuung zu
verschenken, wie es die ÖVP in ihrem Familienpaket vorschlägt, wäre
es sinnvoller die finanziellen Mittel für Investitionen zum Ausbau
der Kinderbetreuung und die Ausbildung von hochqualifiziertem
Personal einzusetzen. "Mit derartigen Steuergeschenken bedient die
ÖVP die Besserverdienenden, während ArbeitnehmerInnen mit einem
durchschnittlichen Einkommen durch die Finger schauen", ärgert sich
Anderl. "Frauen sind mit ihrer Erwerbstätigkeit ein wichtiger
wirtschaftlicher Faktor sowie Leistungsträgerinnen der Gesellschaft
und keine Rabenmütter, sofern sie sich auf gut betreute Kinder in
Kinderbildungseinrichtungen verlassen können", so die
FSG-Frauenvorsitzende ergänzend.
Anderl fordert die ÖVP auf, familienpolitisches Steuergeld nicht
klientelhaft zu verteilen, sondern diese in den Ausbau von
bedarfsorientierten Kinderbildungseinrichtungen und die Ausbildung
von gut qualifiziertem Personal zu investieren und damit den
richtigen Schritt in die Zukunft der Familien und des Landes zu
setzen.
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