FSG-Anderl: Fortschrittliche Familienpolitik statt konservativem Familienbild

Sachleistungen für Alle statt Steuerzuckerl für Wenige

Wien (OTS/FSG) - "Kinderbildungseinrichtungen ausbauen und damit in die Zukunft investieren ist ein wesentlicher Teil fortschrittlicher Familienpolitik für die sozialdemokratischen ArbeitnehmerInnen. Ein konservatives ÖVP- Familienpaket mit Steuerzuckerln, der Frauen die Chancen zum Wiedereinstieg erschwert, bedeutet hingegen einen Rückschritt in der Frauenpolitik", betont die FSG-Frauenvorsitzende Renate Anderl anlässlich des von den SPÖ-Frauen ins Leben gerufenen heutigen Rabenmuttertages.

Eine ausreichende Anzahl von hochqualitativen Kinderbildungseinrichtungen sichert Frauen nicht nur die Wiederaufnahme und Rückkehr in die Berufstätigkeit, sondern stellt auch einen wesentlichen Investitionsfaktor für die Wirtschaft dar. Konkret fehlen in Österreich jedoch neben rund 35.000 Kleinkindplätzen zusätzlich rund 70.000 Kindergartenplätze in Kinderbildungseinrichtungen mit bedarfsorientierten Öffnungszeiten, wie eine Recherche der AK-Frauenabteilung ergeben hat.
Das angestrebte Barcelona-Ziel, wonach es für 33 Prozent der Unter-Dreijährigen eine ganztägige Betreuung geben wird, ist kein Grund für einen Stillstand. "Mehr als zwei Drittel der Unter-Dreijährigen haben demnach keinen Betreuungsplatz. Da gilt es den Hebel anzusetzen", fordert Anderl.

Statt klientelbezogene Steuerzuckerl für Kinderbetreuung zu verschenken, wie es die ÖVP in ihrem Familienpaket vorschlägt, wäre es sinnvoller die finanziellen Mittel für Investitionen zum Ausbau der Kinderbetreuung und die Ausbildung von hochqualifiziertem Personal einzusetzen. "Mit derartigen Steuergeschenken bedient die ÖVP die Besserverdienenden, während ArbeitnehmerInnen mit einem durchschnittlichen Einkommen durch die Finger schauen", ärgert sich Anderl. "Frauen sind mit ihrer Erwerbstätigkeit ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor sowie Leistungsträgerinnen der Gesellschaft und keine Rabenmütter, sofern sie sich auf gut betreute Kinder in Kinderbildungseinrichtungen verlassen können", so die FSG-Frauenvorsitzende ergänzend.

Anderl fordert die ÖVP auf, familienpolitisches Steuergeld nicht klientelhaft zu verteilen, sondern diese in den Ausbau von bedarfsorientierten Kinderbildungseinrichtungen und die Ausbildung von gut qualifiziertem Personal zu investieren und damit den richtigen Schritt in die Zukunft der Familien und des Landes zu setzen.

Rückfragen & Kontakt:

Klaudia Frieben
FSG-PRO-GE-Bundesfrauensekretärin
Tel. 0664/6145800
klaudia.frieben@proge.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGS0001