• 08.05.2013, 12:20:17
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Ein "Tatort", der "unvergessen" bleiben wird

Präsentation des ersten "Kärnten"-Krimis und eines begleitenden "Österreich-Bilds" in Bad Eisenkappel

Utl.: Präsentation des ersten "Kärnten"-Krimis und eines
begleitenden "Österreich-Bilds" in Bad Eisenkappel =

Wien (OTS) - "Unvergessen" wird er bleiben - Harald Krassnitzer in
seinem 30. Fall. Erstmals in der mehr als 40-jährigen Geschichte wird
in dieser Jubiläumsfolge Kärnten zum "Tatort". Und zum Opfer wird am
Pfingstmontag, dem 20. Mai 2013, um 20.15 Uhr in ORF 2 (auch als
Hörfilm) in Sascha Biglers Austrokrimi-Debüt niemand Geringerer als
Kommissar Moritz Eisner selbst. Bereits am Sonntag, dem 12. Mai 2013,
wirft ein "Österreich-Bild aus dem Landesstudio Kärnten" (18.25 Uhr,
ORF 2) einen Blick hinter die Kulissen dieser "Tatort"-Produktion.
Die Premiere dieser beiden ORF-Produktionen ließen sich vor rund 500
Gästen gestern, am Dienstag, dem 7. Mai, im Kurzentrum in Bad
Eisenkappel u. a. Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser, Landesrat Dr.
Wolfgang Waldner, Bürgermeister Franz-Josef Smrtnik,
ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard, ORF-Fernsehfilmchef Dr. Heinrich
Mis, ORF-Redakteur Alexander Vedernjak, die beiden Hauptdarsteller
Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser, Drehbuchautor und Regisseur
Sascha Bigler sowie Produzent Klaus Graf nicht entgehen.

ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard: "Einheimische und Stars abseits
des Scheinwerferlichts"

"Sendungen aus dem Landesstudio Kärnten sind nicht nur eine
Herausforderung für die Redakteure und Techniker, sondern bringen
auch den Regionen eine außergewöhnliche Wertschöpfung. Mit dem
'Österreich-Bild: Unvergessen - ein Tatort aus Kärnten' werden
Einheimische sowie Stars der Filmbranche abseits des
Scheinwerferlichtes gezeigt. Das ist genauso spannend wie der
TV-Krimi selbst."

ORF-Fernsehfilmchef Dr. Heinrich Mis: "Vorurteile und Vergessen"

"Auf gegenseitigen Vorurteilen beharren und Unangenehmes vergessen
wollen, das sind die großen Themen dieser 'Tatort'-Folge - und das
alles ohne Holzhammer und erhobenen Zeigefinger. Nichts gegen lustige
Filme mit Sonnenschein und Wörthersee, aber Kärnten hat verdient,
ernst genommen zu werden."

Harald Krassnitzer: "Wir wurden fast ständig auf einen
Begrüßungsschnaps eingeladen."

Erstmals ermittelt Moritz Eisner in Kärnten - und Harald Krassnitzer
begab sich während der Drehpausen auch gleich auf die Suche nach
seinen Wurzeln. Schließlich stammt sein Großvater aus Kärnten. Eine
Reise in die Vergangenheit? "Ja, vor allem in meine Kindheit, denn in
Kärnten verbrachte ich die ersten Urlaube mit meinen Eltern, an die
ich mich erinnern kann. Wo uns der Onkel vom Bahnhof abgeholt und zu
unserem Urlaubsquartier gebracht hat. Und mit uns herumgefahren ist,
denn damals hatten wir noch kein eigenes Auto. Meine Wurzeln sind in
Kappel an der Drau, ganz in der Nähe des Gurktales, wo die
Krassnitzer-Namensdichte sehr hoch ist. Meinen Großvater habe ich
aber leider nie kennengelernt, er ist im Krieg gefallen." Und weiter
über die Dreharbeiten in Kärnten: "Wir wurden fast ständig auf einen
Begrüßungsschnaps oder eine Jause eingeladen. Als wir auf einer
Berghütte gedreht und von unserer Vorliebe für Parasolpilze
geschwärmt haben, hat uns der Bauer am nächsten Tag einen ganzen Korb
voll mitgebracht. Geerntet auf seiner Wiese. Die haben wir uns abends
im Hotel zubereiten lassen."

Adele Neuhauser: "Bewegend und erschütternd"

Die Spurensuche führt das Ermittlerduo bis in die NS-Vergangenheit
zurück: "Im Speziellen ging es um das 'Persmanhof'-Massaker. Die
erschütternden Details über die Gräueltaten, die damals dort begangen
wurden, haben uns alle sehr bewegt! Bis zum Drehbeginn wusste ich von
diesen Ereignissen wenig, und natürlich tauchen dann auch Parallelen
zu der Geschichte meiner Urgroßmutter auf. Sie ging freiwillig mit
ihrem jüdischen Mann ins KZ, weil sie sich nicht von ihm lossagen
wollte. Er verstarb und sie überlebte - Gott sei Dank. Leider habe
ich sie nie kennengelernt, aber ich darf ihren Namen tragen, Adele!"

Sascha Bigler: "Eine Ausnahmesituation"

"Das Angebot, ein Teil der Kult-Reihe 'Tatort' zu werden, kann man
nicht ablehnen", und so zeichnet Sascha Bigler bei "Unvergessen"
erstmals für Buch und Regie verantwortlich. Beeindruckt hat ihn bei
den Dreharbeiten besonders Harald Krassnitzer: "Er ist eine
Naturgewalt und sehr in der Figur zuhause. Das hat schon eine Art
Eigendynamik. Doch ich hatte insofern eine besondere Freiheit, da
Moritz Eisner einen Kopfschuss erleidet und in dieser Folge nicht so
hundertprozentig auf dem Parkett steht. Das war so ein bisserl eine
Ausnahmesituation."

Sascha Biglers "Tatort"-Debüt

"Tatort - Unvergessen" ist eine Produktion des ORF, hergestellt von
Graf Filmproduktion, mit Unterstützung des Landes Kärnten. In
weiteren Rollen sind neben Krassnitzer und Neuhauser u. a. Tanja
Raunig, Merab Ninidze, Juergen Maurer, Bojana Golenac, Peter Raffalt,
Christopher Ammann, Aaron Karl, Peter Mitterrutzner, Hubert Kramar,
Stefan Puntigam und Gerhard Liebmann zu sehen. Für Regie und Drehbuch
(nach Motiven von Bernd Liepold-Mosser) zeichnet - erstmals bei einem
"Tatort" - Sascha Bigler verantwortlich.

Mehr zum Inhalt ist online unter http://presse.ORF.at zu finden.
"Tatort" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand
auf http://tvthek.ORF.at abrufbar.

"Österreich-Bild aus dem Landesstudio Kärnten" - ein Blick hinter die
Kulissen

Die Dreharbeiten zum Austrokrimi "Unvergessen" fanden im Herbst 2012
in Kärnten und Wien statt. Und so führte es das rot-weiß-rote
Ermittlerduo damals nicht nur nach Klagenfurt, sondern auch nach Bad
Eisenkappel / Zelezna Kapla, in die südlichste Marktgemeinde
Österreichs. Wie die Bevölkerung die Dreharbeiten erlebt und wie das
Filmteam von den Bewohner/innen des Vellachtales empfangen wurde,
erfährt das Publikum von ORF 2 schon am Sonntag, dem 12. Mai, um
18.25 Uhr. Denn dann wirft das "Österreich-Bild aus dem Landesstudio
Kärnten: 'Unvergessen' - ein 'Tatort' aus Kärnten" einen Blick hinter
die Kulissen und lässt Schauspieler/innen, den Produzenten und
Crewmitglieder zu Wort kommen. Die Gestaltung übernahm Arnulf Prasch.
Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als
Video-on-Demand abrufbar und wird auf der ORF-TVthek
(http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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