• 07.05.2013, 15:36:02
  • /
  • OTS0258 OTW0258

Kompetent und gesund - Konstruktiver Umgang mit Belastungen für Frauen in der mobilen Pflege

v.l.n.r. Maria Wenninger Sozial Global, Tamara
Palkovich Sozial Global, Brigitta Pöcksteiner Wr. Sozialdienste
Alten- und Pflegedienste, Lidia Sikora,Evi Pohl-Iser Wiener
Hilfswerk, Manuela Vollmann abz*austria, Ursula Morokutti
abz*austria

Wien (OTS) - Anlässlich des internationalen Tages der Pflegenden am
12.5. wurde bei einem Pressehintergrundgespräch von abz*austria vor
dem Hintergrund des Projekts abz*kompetent und gesund über den
konstruktiven Umgang mit Belastungen für Frauen in der mobilen Pflege
und Betreuung diskutiert. Mit der Aussage: "Die Statistik sagt uns,
dass der Anteil von beschäftigten Frauen in der mobilen Pflege und
Betreuung bei 90% liegt, trotzdem ist das Thema Pflege mehr als ein
Frauenthema, es ist ein Managementthema und ein gesellschaftlich
relevantes Thema", startet Manuela Vollmann, Geschäftsführerin von
abz*austria in den spannenden Vormittag. "Außerdem interessieren sich
vermehrt Frauen für Jobs in diesem Bereich, wie wir aus der Beratung
wissen, somit geht es auch darum realistische Berufsbilder zu
vermitteln", erläutert Vollmann ein Ausgangsmotiv von abz*austria, um
sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Die Projektleiterin von abz*kompetent und gesund, Ursula Morokutti
erklärt, dass es neben dem Umgang mit Belastungen, vor allem darum
geht, "die Anforderungen in diesem Bereich transparent zu machen."
Diese sind sehr komplex und vielfältig und während der letzten Jahre
auf Grund der steigenden Lebenserwartung, zunehmender
Mehrfacherkrankungen und des erhöhten Zeitdrucks noch gestiegen.
"Frauen, die im Bereich der mobilen Pflege und Betreuung arbeiten,
haben eine Vielfalt an fachlichen, methodischen und sozialen
Kompetenzen, die allerdings noch zu wenig Wertschätzung in der
Gesellschaft erfahren", erläutert Morokutti.

Für Tamara Palkovich, Qualitätsmanagerin von Sozial Global liegt
es auf der Hand, "dass die Qualität der Arbeit von MitarbeiterInnen,
die gut mit Belastungen umgehen können und sich gesund fühlen,
steigt". "Information, Kommunikation und Reflexion sind unglaublich
wichtig, aber gleichzeitig auch die größte Herausforderung", so
Palkovich weiter, denn "die MitarbeiterInnen im Außendienst müssen
auch gut erreicht werden."

Brigitta Pöcksteiner, zuständig für den Bereich Qualitätskontrolle
Heimhilfe bei den Wiener Sozialdiensten, weiß "wie wichtig es ist,
dass man Menschen mag und vor allem Verantwortungsgefühl, einen guten
Zugang zu Hygiene, Belastbarkeit und Flexibilität mitbringt, wenn man
in diesem Job arbeiten will." In Ihrem Unternehmen wird deshalb
bereits beim Bewerbungsgespräch besonderer Wert darauf gelegt ein
realistisches Berufsbild zu vermitteln, denn "eine Heimhilfe gießt
eben nicht nur die Blumen".

Evi Pohl-Iser, stellvertretende Geschäftsführerin und Leiterin der
Abteilung Hilfe und Pflege daheim beim Wiener Hilfswerk, ist das
Thema Vielfalt besonders wichtig. "Beim Wiener Hilfswerk investieren
wir mit einem Sprachenprojekt in Beziehungsarbeit. Wir haben die
Sprachkompetenzen unserer MitarbeiterInnen erhoben, um unsere
KlientInnen nach Möglichkeit in ihrer Muttersprache betreuen zu
können."

Lidia Sikora ist diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin
beim Wiener Hilfswerk und freut sich vor allem über den
Erfahrungsaustausch mit KollegInnen aus den Berufsgruppen
Pflegehelferin und Heimhelferin. "Es tut gut zu sehen, dass wir alle
ähnliche Herausforderungen haben und gemeinsam nach Lösungen suchen",
so Sikora. "Das Projekt abz*kompetent und gesund hat mich überzeugt,
denn ich muss zugeben, am Anfang habe ich lediglich mit einem
erholsamen Weiterbildungstag gerechnet", erklärt Sikora. Dabei haben
sie besonders die praktischen Entspannungsübungen überzeugt, die sie
mittlerweile auch schon Kolleginnen weiterempfohlen hat. Maria
Wenninger, Heimhelferin bei Sozial Global findet es besonders gut,
dass ihr Unternehmen vielfältige Arbeitszeitmodelle anbietet. "Das
muss die Zukunft sein, denn durch diese Flexibilität, ist es mir
möglich auch zwei Tage unter der Woche nicht zu arbeiten", erläutert
Wenninger.

Warum das Thema Pflege und Betreuung oft ein ungeliebtes ist,
liegt für Palkovich auf der Hand: "Damit beschäftigen sich viele
Menschen erst, wenn Sie wirklich Unterstützung brauchen". Trotzdem
sind sich alle Teilnehmerinnen des Presshintergrundgesprächs einig,
muss mehr zum Thema Frauen und Pflege und Care Economy kommuniziert
und informiert werden und dazu wollen sie auch zukünftig beitragen.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ABZ

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel