- 07.05.2013, 15:05:09
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Wlodkowski-Appell zur Bienen-Diskussion: Sofort zurück zur Sachlichkeit
Bevölkerung will fachliche Lösung statt parteipolitisches Hick-Hack
Utl.: Bevölkerung will fachliche Lösung statt parteipolitisches
Hick-Hack =
Wien (OTS) - "Das Thema Bienenschutz ist viel zu ernst, um es als
Wahlkampfgag zu missbrauchen. Inhalt und Ablauf der derzeitigen
Diskussion zeigen eindeutig, dass es hier um parteipolitisch
motivierten Vorwahlkampf, nicht jedoch um eine
fachlich-wissenschaftliche Debatte über Bienenschutz und
Landwirtschaft geht. Politik und Interessenvertretung haben aber den
unmissverständlichen Auftrag, das Problem auf fachlicher Ebene zu
lösen. So gilt es einerseits, eingeschleppte Schädlinge, die die
Ernten der Mais-, Raps- und Gemüsebauern bedrohen, wirksam zu
bekämpfen und andererseits den Bienen optimalen Schutz angedeihen zu
lassen. Die Bauern haben in den letzten Jahren enorm viel getan, um
negative Einflüsse auf Bienen zu vermeiden und sie waren, wie die
AGES-Untersuchungsergebnisse eindeutig zeigen, auch erfolgreich.
Sollte die EU bestimmte Pflanzenschutzmittel verbieten, so brauchen
unsere Bauern gangbare Alternativen, damit sie ihre Höfe nicht
zusperren müssen", erklärte Gerhard Wlodkowski, Präsident der
Landwirtschaftskammer Österreich, nach dem heutigen "Bienengipfel" im
Landwirtschaftsministerium.
Bauern betreiben aktiven Bienenschutz
"Die österreichischen Bauern haben seit 2008 einen ganz
wesentlichen technischen, praktischen und auch finanziellen Aufwand
im Pflanzen- und somit auch Bienenschutz gesetzt: umweltsichere
Methoden der Saatgutbehandlung, Umrüstung und Modernisierung von
Sämaschinen und eine deutliche Einschränkungen der Anwendung, die
Einführung einer verpflichtenden Fruchtfolge, die breite
Informationstätigkeit und vieles andere mehr. Wir sind auch bereit,
mit allen Partnern weitere Verbesserungen umzusetzen, gilt es doch,
gemeinsam Wege zu finden, die verhindern, dass Bauernfamilien in
ihrer Existenz gefährdet werden", so Wlodkowski.
Klimawandel bringt neue Schädlinge
Die österreichische Landwirtschaft ist in einem hohen Ausmaß durch
das Auftreten von neuartigen Schädlingen wie Maiswurzelbohrer oder
Rebzikade bedroht. Diese breiten sich von Südosteuropa her jährlich
um bis zu einhundert Kilometer nach Nordwesteuropa aus. Das
Schadensbild nicht geschützter Kulturen ist dramatisch, die
Ertragseinbußen können in manchen Jahren so hoch sein, dass bei
Nichtbehandlung die Fortführung bestimmter Kulturarten nicht mehr
möglich ist.
Es geht um viel
"Von der Brüsseler Entscheidung hängt viel ab: Denn von der
anstehenden Entscheidung der Europäischen Kommission sind
beispielsweise Maisbauern, die garantiert gentechnikfreien Saatmais
erzeugen, der jährlich einen Exporterlös von EUR 32 Mio erzielt,
ebenso betroffen, wie die Produzenten von Speise-Erbsen im Marchfeld
oder auch die Erzeuger von gentechnikfreiem Speiseöl oder Futter aus
Raps. Für all diese Gruppen muss es auch in Zukunft gangbare Methoden
geben, um wirksam Pflanzen und Bienen schützen zu können", stellte
Wlodkowski fest.
(Schluss)
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