GSV-Expertengespräch: Feinstaubemissionen des Verkehrs sinken kontinuierlich

Maßnahmen sind bei allen Emittenten zu setzen

Wien (OTS) - In den Medien nimmt der motorisierte Verkehr beim Thema Feinstaub eine dominante Rolle ein. Ist dieses Bild noch gerechtfertigt? Dazu Dr. Jürgen Schneider, österreichisches Umweltbundesamt: "Die Feinstaubbelastung in Österreich hat viele Verursacher. Neben dem grenzüberschreitenden Schadstofftransport und dem Hausbrand spielt auch der Verkehr eine wesentliche Rolle. Die Weiterentwicklung der Abgasgesetzgebung hat dazu geführt, dass neue Fahrzeuge wesentlich geringere Emissionen verursachen als alte Fahrzeuge. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen. Die Feinstaub-und Stickstoffdioxid-Belastung liegt allerdings u. a. an verkehrsnahen Standorten oft über einschlägigen Grenzwerten und ist aus gesundheitlicher Sicht zu hoch. Jede Senkung der Schadstoffkonzentration ist ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit."

Prof. Geringer, TU Wien, belegt in der Diskussion, dass es trotz massiver Emissionsreduktionen am Fahrzeug weiterhin zu Grenzwertüberschreitungen bei den Immissionen kommt. Dies sei ein klarer Hinweis darauf, dass auch die anderen Feinstaub verursachenden Sektoren stark gefordert sind.

Gerade bei Feinststäuben (Teilchen mit einem Durchmesser von 2,5 micrometer oder weniger), die oft als besonders gefährlich eingestuft werden, ist der Anteil der Raumwärme als Feinstaub-Emissionsquelle beinahe doppelt so hoch wie der des Verkehrs oder der der Industrie. Die neuesten Straßenfahrzeuge haben hingegen bereits konsequente Partikel-Reduktionen hinter sich, so Prof. Geringer. Und die Anstrengungen gehen weiter: Mag. Franz Weinberger, MAN Truck & Bus Österreich: "Mit der kommenden Abgasnorm EURO 6 dreht sich die Emissionssituation sogar zu Gunsten der schweren Transportfahrzeuge um: Die neuen Partikelfilter wirken wie ein Staubsauger, der die angesaugte Luft vom Feinstaub reinigt."

Der Verkehr hat den Großteil seiner Hausaufgaben gemacht und die Entwicklung bleibt nicht stehen, fasste DI Mario Rohracher, Generalsekretär der GSV, die Erkenntnisse zusammen. Um die Feinstaubbelastung weiter senken zu können, fordert Rohracher Anreize zur Verjüngung der Fahrzeugflotte, den Ersatz veralteter Heizungstechnik und Anstrengungen auf internationaler Ebene um die Hintergrundbelastung durch Luftverfrachtungen absenken zu können. Auch in den Sektoren Industrie und Landwirtschaft müssen die Anstrengungen verstärkt werden.

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