• 07.05.2013, 11:29:39
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St.Gallen: Blühende Stadt mit großer Vergangenheit

Der Stiftsbezirk von St.Gallen.

Wien (TP/OTS) - Als der irische Wandermönch Gallus im Jahr 612 auf
der Suche nach einem geeigneten Ort für seine Eremitenzelle in das
wilde Hochtal des heutigen St.Gallen kam, strauchelte er und fiel in
einen Dornenbusch. Dies und die Begegnung mit einem Bären waren ihm
ein Fingerzeig Gottes: Er beschloss zu bleiben. Hier entstand hundert
Jahre später das Kloster, das im Mittelalter zu einem der wichtigsten
kulturellen Zentren des Abendlandes wurde und rund um das Kloster
wuchs die Stadt.

Weltkulturerbe und verwinkelte Gässchen

Die klösterliche Prachtentfaltung, aber auch Zeugnisse
mittelalterlichen Bürgerstolzes und wirtschaftlicher Blüte sind in
St.Gallen auf Schritt und Tritt erfahrbar. Der Stiftsbezirk mit der
Kathedrale bildet ein einzigartiges Ensemble, das im Jahr 1983 von
der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. In der Stiftsbibliothek
können 170'000 gedruckte Bücher und mittelalterlichen
Originalhandschriften bewundert werden. Die verwinkelte Altstadt,
deren prächtige Erker als Zeichen bürgerlichen Wohlstands verstanden
werden sollten, lädt zu einem gemütlichen Bummel ein. Bauwerke des
spanischen Architekten Santiago Calatrava setzen hochmoderne Akzente
im historischen Stadtbild. Seine Baukunst, die skelettartige
Strukturen zu Architektur formt, ist in der ganzen Welt bekannt.

Stadt mit textiler Vergangenheit

Von großer Bedeutung war in St.Gallen schon im Mittelalter die
Produktion von Stoffen. Das St.Galler Tuch galt über Jahrhunderte als
echter Exportschlager. Zur Zeit der Industrialisierung im 19.
Jahrhundert waren es die Stickerei und feinste Spitzen, die zum Ruhm
St.Gallens beitrugen. Auch auf das Stadtbild wirkte sich der Boom der
Textilindustrie aus. Er begründete Anfang des 20. Jahrhunderts eine
regelrechte Bauwut mit hohem künstlerischem Anspruch: Palastartige
Fabriken, Museumsbauten, Wohnhäuser und Villen aber auch eine
Konzerthalle entstanden in den dekorativ geschwungenen Formen des
Jugendstils und prägen heute noch ganze Viertel der Stadt.

Im Textilmuseum kann man in die "textile" Geschichte der Stadt
eintauchen. Leinen und Tuch, historische Spitzen, alte
Modekollektionen und viel mehr erwarten den Besucher.

Weitere Informationen: www.st.gallen-bodensee.ch

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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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