• 06.05.2013, 12:58:17
  • /
  • OTS0138 OTW0138

IfS-Schuldenberatung: Hilfe und Unterstützung seit 25 Jahren

Über 2.700 Personen jährlich nehmen Schuldenberatung in Anspruch

Utl.: Über 2.700 Personen jährlich nehmen Schuldenberatung in
Anspruch =

Bregenz (OTS/VLK) - Übergroße Schulden verbauen vielen Menschen die
Zukunft. In Vorarlberg gibt es deshalb seit einem Vierteljahrhundert
die Möglichkeit, sich bei Überschuldung Hilfe zu holen. "Die Gründung
der IfS-Schuldenberatung war ein ganz wichtiger Schritt zur
Unterstützung dieser Menschen", erklärte Landesrätin Greti Schmid im
heutigen (Montag, 6. Mai) Pressegespräch. In den vergangenen 25
Jahren haben mehr als 38.200 Menschen Unterstützung durch die
IfS-Schuldenberatung erhalten.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schuldenberatung helfen
bei der Entschuldung bzw. Schuldensanierung, damit die Betroffenen
einem verhängnisvollen Kreislauf entkommen und wieder
selbsterhaltungsfähig werden. Eine zusätzliche Qualität wurde durch
die Ausweitung der Schuldenberatung auf Schuldenprävention erzielt,
betonte die Landesrätin: Mit dem Vorarlberger Finanzführerschein
werden seit sieben Jahren Kinder und Jugendliche im ganzen Land auf
den richtigen Umgang mit Geld vorbereitet - eine nach wie vor
österreichweit einzigartige Initiative. Auf dem Weg zum
Finanzführerschein werden die jungen Menschen altersgerecht in drei
Stufen informiert, unterrichtet und aufgeklärt. Seit 2010 gibt es
auch ein Angebot für junge Erwachsene. Heuer kann Landesrätin Schmid
schon den insgesamt 7.000-sten Finanzführerschein seit dem Start der
Initiative überreichen.

Vorarlberg war Vorreiter

Als die IfS-Schuldenberatung 1988 ihre Tätigkeit aufnahm, wurde
damit Neuland in der sozialen Beratung betreten. "Damals zeichnete
sich im Beratungsalltag vielfach ab, dass fehlendes Geld alle anderen
Probleme überdeckt. Adäquate Lösungen etwa für Eheprobleme waren nur
dann in Sicht, wenn die Hilfesuchenden zugleich in ihrer finanziellen
Notlage professionell unterstützt wurden", berichtete
IfS-Geschäftsführer Stefan Allgäuer. Peter Kopf, seit 1990
Geschäftsführer der IfS-Schuldenberatung, schilderte im Rückblick
diese Pionierzeit: "Was ein Konkurs ist, wussten anfänglich auch wir
Schuldenberater nur aus der Zeitung. Und wir mussten uns und unsere
Tätigkeit überall vorstellen und erklären - bei Banken, Behörden,
Gerichten, Kommunen und sozialen Institutionen." Mittlerweile gibt es
solche Einrichtungen in ganz Österreich, der Privatkonkurs hat sich
etabliert und die IfS-Schuldenberatung ist zu einer staatlich
anerkannten Institution geworden.

Waren es im ersten Jahr rund 250 Personen, welche die Beratung in
Anspruch nahmen, so sind es mittlerweile über 2.700 Personen pro Jahr
- Peter Kopf: "Die Bereitschaft, Schuldenberatung in Anspruch zu
nehmen hat insgesamt zugenommen." Gut 60 Prozent der Klienten sind
Männer, die durchschnittliche Verschuldung beträgt knapp 90.000 Euro.
Bei der jüngeren Generation sei die Zahl der weiblichen Klienten in
den letzten Jahren gestiegen, informierte Kopf. Eine aktuelle
Wirkungsforschung bescheinigt, dass sich Schuldenberatung fünffach
rechnet, so der Leiter der IfS-Schuldenberatung: "Jeder Euro, der in
eine staatlich anerkannte Schuldenberatung investiert wird, schafft
soziale und wirtschaftliche Wirkungen im Gegenwert von 5,3 Euro."

Die Arbeit der IfS-Schuldenberatung wird aus dem Vorarlberger
Sozialfonds finanziert, die Tätigkeit der Schuldenprävention
(Finanzführerschein) durch Land, Arbeitsmarktservice, Arbeiterkammer,
Wirtschaftskammer sowie Hypobank, Raiffeisen-Banken, Sparkassen und
Volksbanken. www.ifs.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVL

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel