• 06.05.2013, 10:49:48
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"kreuz und quer" am 7. Mai: "Babys auf Vorrat" und "Vater-Mutter-Kind - Teenies werden Eltern"

Wien (OTS) - Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Kind? Eine
Frage, die sich viele Frauen stellen. Sie wünschen sich zwar Kinder,
doch nicht gleich. Ausbildung, Beruf und Karriere haben Vorrang, oder
sie haben noch nicht den richtigen Partner gefunden, um Nachwuchs in
die Welt zu setzen. Bis vor kurzem hatten Frauen nur begrenzt Zeit
für diese Entscheidung, denn ihre Fruchtbarkeit endet meistens Mitte
vierzig. Die niederländische Filmemacherin Marieke Schellart wählte
einen - derzeit in Europa noch recht ungewöhnlichen - Weg, um dem
Ticken der biologischen Uhr zu entgehen: Sie ließ sich Eizellen
entnehmen und für eine künftige Verwendung tiefgefrieren. In ihrem
Dokumentarfilm "Babys auf Vorrat", den "kreuz und quer" - präsentiert
von Doris Appel - am Dienstag, dem 7. Mai 2013, um 22.30 Uhr in ORF 2
zeigt, schildert sie ihre Gründe für diese medizinisch längst
machbare, doch ethisch höchst umstrittene Methode.

Obwohl Jugendliche heutzutage einen problemlosen Zugang zu
Verhütungsmitteln haben, werden dennoch jedes Jahr minderjährige
Mädchen ungewollt schwanger. Die Reportage "Vater-Mutter-Kind -
Teenies werden Eltern" von Brigitte Wojta gibt um 23.25 Uhr Einblicke
in das Leben von drei jungen Müttern und thematisiert auch die
Auswirkungen, die eine "übersexualisierte" Gesellschaft auf Kinder,
die immer früher in die Geschlechtsreife kommen, mit sich bringt.

"Babys auf Vorrat" - Ein Film von Marieke Schellart (deutsche
Bearbeitung: Rosemarie Pagani-Trautner)

Bis zu welchem Lebensalter kann eine Frau auf natürlichem Weg
schwanger werden? Diese Frage stellt sich die junge niederländische
Filmemacherin Marieke Schellart in ihrem Dokumentarfilm "Babys auf
Vorrat". Selbst knapp über 35, fürchtet sie, dass ihre Fruchtbarkeit
schon bald nachlassen wird, denn nach dem 35. Lebensjahr - noch lange
vor den Wechseljahren - sinkt die Reproduktionsfähigkeit bei vielen
Frauen. Marieke Schellart wünscht sich Kinder, doch ohne fixen
Partner will sie sich nicht auf Nachwuchs einlassen. Bis jetzt hat
sie den "Mann fürs Leben" noch nicht gefunden. Und wenn er irgendwann
auftauchen sollte, ist sie vielleicht schon zu alt für Kinder. Also
beschließt sie, nach Alternativen zu suchen. Durch Zufall entdeckt
sie einen Wissenschaftsbericht über die Möglichkeit, sich Eizellen
entnehmen und tiefgefrieren zu lassen. Diesem Bericht zufolge sollte
es möglich sein, Eizellen über Jahre hinweg zu konservieren. Nach dem
Auftauen könnten sie künstlich befruchtet und in den Uterus der
Mutter implantiert werden. Dadurch wäre es auch für Frauen im
fortgeschrittenen Alter noch möglich, ein genetisch eigenes Kind zur
Welt zu bringen. Damit verbunden sind allerding äußerst aufwendige
medizinische Behandlungen und sehr hohe Kosten. Und es besteht auch
das Risiko, dass die Eizellen durch das Einfrieren
befruchtungsunfähig werden und die ganze Prozedur zwar teuer, aber
vergeblich gewesen ist. Auch ethisch ist diese Methode äußerst
fragwürdig. In Österreich ist sie gänzlich verboten, in den
Niederlanden wird sie auch nur dann genehmigt, wenn eine Frau sich
einer Chemotherapie unterziehen muss und dadurch ihre
Reproduktionsfähigkeit verlieren würde. In den Vereinigten Staaten
hingegen wurde die Methode mittlerweile legalisiert, ebenso in
Belgien. Wie sie zu einer Entscheidung kommt, dokumentiert Marieke
Schellart auf sehr persönliche Weise mit der Kamera.

"Vater-Mutter-Kind - Teenies werden Eltern". Ein Film von Brigitte
Wojta

Nora, Katrin und Angelique sind sogenannte Teenagermütter. Die drei
jungen Frauen waren durchwegs aufgeklärt und wussten Bescheid über
Verhütungsmethoden - dennoch sind sie schwanger geworden. Ungewollt.
Alle drei haben sich jedoch für ihr Kind entschieden und sind so von
einem Tag auf den anderen in ein Spannungsfeld zwischen
Jugendlichkeit und Erwachsensein, zwischen Verantwortlichkeit und
Unabhängigkeitsstreben geraten.

Die Reportage begleitet die jungen bzw. werdenden Mütter in ihrem
Alltag, zeigt, wie sich die jungen Frauen mit ihrer unerwarteten
Schwangerschaft arrangiert und nach und nach angefreundet haben, und
fragt nach ihren Zukunftsvisionen. Wie sich die Partnerschaften der
jungen Frauen mit der Schwangerschaft entwickelt haben, wie die
jungen Väter mit der neuen Situation umgehen und wie das
Familienumfeld der jungen Mütter reagiert hat - all das kommt im
"kreuz und quer"-Film zur Sprache. Dass geglückte Mutterschaft immer
auch von der finanziellen Situation abhängt, scheint auf der Hand zu
liegen. Junge Mütter, die keinen Rückhalt von Seiten der Familie
bekommen, können Hilfestellungen von Beratungsstellen wie
beispielsweise "Aktion Leben" und dem Verein MOVE in Anspruch nehmen.
Solche Stellen unterstützen junge Frauen in ihrem
Entscheidungsprozess, in ihrer neuen Rolle als Mutter und sind u. a.
auch bei der Wohnungssuche und der Erschließung finanzieller
Unterstützungen behilflich.

Außerdem beleuchtet der Film das Thema Aufklärung und thematisiert
die Auswirkungen, die eine enttabuisierte und oft übersexualisierte
Gesellschaft mit sich bringt, in der Kinder immer früher in die
Geschlechtsreife kommen. Wie schulische Aufklärung heute
funktionieren kann, wird anhand des "Let's talk about love"-Workshops
der "Aktion Leben" vorgestellt. Vor allem um eines soll es da gehen:
den Jugendlichen einen positiven Zugang zum eigenen Körper und der
eigenen Sexualität zu erschließen - und darum, dass junge Menschen
lernen zu erkennen, dass es bei Liebe um mehr als um Sex geht.

"kreuz und quer" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar und steht als zeitnahe Servicewiederholung am Mittwoch im
Hauptabend auf dem Programm von ORF III Kultur und Information.

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