Neue nationale Messnormale für Luftschadstoffe im Umweltbundesamt

Umweltbundesamt und Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen erweitern Kooperation

Wien (OTS) - Das Messen von Schadstoffen in der Luft hat im Umweltbundesamt Tradition. Dass sich die Kompetenz und Qualität des akkreditierten Kalibrierlabors international sehen lassen kann, zeigt die Kooperation mit dem Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV). Seit Anfang April 2013 führt die ExpertInnenorganisation für Umwelt die nationalen Messnormale für Schwefeldioxid (SO2), Stickstoffmonoxid (NO) und Kohlenstoffmonoxid (CO). Für das nationale Etalon für Ozon besteht bereits seit 2009 eine Vereinbarung zwischen Umweltbundesamt und BEV.

"Die Ausweitung der Zusammenarbeit mit dem BEV im Bereich des Eichwesens ist die Anerkennung für die kontinuierlich hohe Qualität unserer Arbeit im Kalibrierlabor, die wir im Rahmen von weltweiten Vergleichsmessungen immer wieder unter Beweis stellen", freut sich Georg Rebernig, Geschäftsführer Umweltbundesamt.

Die Zuverlässigkeit, Transparenz und Unabhängigkeit der ExpertInneneinrichtung schätzt auch die Partnerinstitution BEV. "Das Umweltbundesamt hat bereits während der letzten Jahre als designiertes Institut für Ozon seine Kompetenz - auch weltweit -bewiesen. Diese Kompetenz und die dazugehörige professionelle Vorgangsweise schätzen wir sehr", meint Mag. Robert Edelmaier, Leiter der Gruppe Eichwesen im BEV.

Messnormale in Österreich

Das BEV hat als nationales Metrologie-Institut die Aufgabe, die verbindlichen nationalen Messnormale (Etalons) bereit zu halten oder andere kompetente Institutionen damit zu beauftragen. Mit der Vereinbarung zwischen den beiden Institutionen, die im April 2013 abgeschlossen wurde, sind neben dem nationalen Etalon für Ozon auch die Referenznormale für Schwefeldioxid, Stickstoffmonoxid und Kohlenstoffmonoxid im Umweltbundesamt als nationale Messnormale entsprechend dem Maß- und Eichgesetz etabliert und international anerkannt.

Beim Luftschadstoff Ozon zählt das Umweltbundesamt weltweit zu den 19 Einrichtungen, deren Kalibrierungs-Kompetenz international wiederholt geprüft, nachgewiesen und im Bureau International des Poids et Mesures (BIPM) eingetragen sind. Für die drei Luftschadstoffe, die seit April 2013 im Umweltbundesamt neu als nationale Messnormale geführt werden, werden die Prüfverfahren in den nächsten Jahren gestartet.

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