- 01.05.2013, 11:22:49
- /
- OTS0034 OTW0034
1. Mai - BZÖ-Bucher, Lugner: Ja zur längeren und sozial verträglichen Öffnungszeiten

Wien (OTS) - BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher forderte am heutigen 1.
Mai im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Baumeister Ing.
Richard Lugner in der Lugner City eine Ausweitung der
Ladenöffnungszeiten. "Auch in Österreich müssen wir mit der Zeit
gehen und als Wirtschaftsstandort attraktiv bleiben. Es kann nicht
sein, dass tausende kaufwillige Touristen etwa in Wien am Wochenende
nicht shoppen können und das Geld dann in den Online-Handel fließt
oder die angrenzenden Shopping Center in der Slowakei, Tschechien
oder Ungarn das Geschäft machen. Aufgrund der starren Öffnungszeiten
verliert Österreich an Attraktivität im Vergleich zu anderen Ländern.
Ich fordere hier sowohl von der Gewerkschaft als auch von der
Wirtschaftskammer Flexibilität ein", so Bucher.
Bucher erinnerte, dass im Jahr 2011 bereits über 3,2 Milliarden Euro
im Onlinehandel erwirtschaftet wurde. Allein im Jahr 2010 haben die
österreichweiten Onlineshopper Waren im Wert von 2,6 Milliarden Euro
aus dem Ausland über das Internet bestellt. "Hier geht dem Handel in
Österreich viel Umsatz und Potential verloren. Außerdem zeigen die
Beispiele Niederlande und Schweden, wo die Ladenöffnungszeiten
liberalisiert wurden, dass Umsätze und Beschäftigung gestiegen und
die Preise gesunken sind."
Für den BZÖ-Chef steht das Wohlergehen der Mitarbeiter an erster
Stelle. "Bereits jetzt arbeiten 680.000 Österreicher regelmäßig und
eine Million Österreicher teilweise an Sonn- und Feiertagen.
Insbesondere der Gesundheitsbereich und der Tourismus sind davon
betroffen. Viele Menschen wollen gerade an Sonn- und Feiertagen
arbeiten, weil sie dadurch mehr Geld verdienen und sich mehr leisten
können. Die Arbeit muss auf Freiwilligkeit beruhen und es muss daher
gesetzlich festgeschrieben sein, dass die Mitarbeiter an Sonn- und
Feiertagen einen hundertprozentigen Lohnzuschlag erhalten. Wenn die
Menschen am Wochenende oder an Feiertagen arbeiten, muss es sich für
sie auch lohnen und sie dürfen keine Nachteile erleiden."
Der BZÖ-Vorschlag sieht eine Ausweitung der Öffnungszeiten von Montag
bis Samstag von 6.00 bis 21.00 Uhr vor, dass wären 90 Stunden statt
der bisherigen 72 Stunden. Das grundsätzliche Bekenntnis zum
arbeitsfreien Sonntag bleibt aufrecht. Jedoch soll künftig die
Möglichkeit bestehen, an fünf Sonntagen oder Feiertagen im Jahr
aufzusperren. Bucher verwies in diesem Zusammenhang auf das Berliner
Modell wo acht verkaufsoffene Sonntage zentral für ganz Berlin
festgelegt werden. Allerdings dürfen dort keine zwei verkaufsoffene
Sonntage aneinander folgen. Zwei weitere Sonntage können die
Unternehmen bei besonderen Anlässen wie Straßenfesten oder
Firmenjubiläen frei wählen. "Auch das wäre eine brauchbare Lösung für
Österreich", so der BZÖ-Chef.
Bucher kündigte einen diesbezüglichen Antrag im Parlament an. "Mit
der Ausweitung der Ladenöffnungszeiten soll der Wirtschaftsstandort
gestärkt, neue Arbeitsplätze geschaffen und der Wohlstand gesichert
beziehungsweise ausgebaut werden."
Richard Lugner verwies darauf, dass längere Öffnungszeiten mehr
Arbeitsplätze bringen. "Es ist unverständlich, dass sich die
Gewerkschaft dagegen wehrt, dass Arbeitsplätze geschaffen werden. Das
führt dazu, dass nur der Online-Handel profitiert, wo teilweise
scheckliche Arbeitsbedingungen herrschen. Gleichzeitig werden
Tankstellenshops geschaffen, die Sonn- und Feiertag offen haben, aber
die kleinen Greißler dürfen nicht aufsperren. Dadurch schadet die
Gewerkschaft den Klein- und MIttelbetrieben. Dabei wäre es doch die
Aufgabe der Politik und der Arbeitnehmervertreter, alle Möglichkeiten
zu nutzen, um neue Arbeitsplätze zu schaffen und die Wirtschaft zu
stärken", betonte Lugner.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BZC






