- 01.05.2013, 11:17:46
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Bei Österreichische Lotterien: Sogar schon Kinder im Glücksspielsumpf!
Salzburg (OTS) - Dass es hierzulande keine gesetzliche
Altersbeschränkung zum Erwerb von Lotterieprodukten gibt ist ein
Skandal! Bereits Zwölf und Dreizehnjährige werden in den Trafiken
immer wieder beim Kauf von Glücksspielprodukten gesehen. Die
Spielerschutzstelle im BMF verabsäumt es höchst fahrlässig (!) sich
dieses Themas anzunehmen und ignoriert somit die Entstehung von
Glücksspielsucht bei den jüngsten Schutzbedürftigen.
Unzählige Tests unseres Instituts von 2008-2013 haben gezeigt,
dass bundesweit bereits zwölfjährige Mädchen und Burschen ganz
einfach und ungehindert immer wieder bei den Lottoannahmestellen
Erfahrungen mit Glücksspiel machen können. Am Anfang der
Glücksspielsucht steht meist ein Gewinn. Was bei Alkohol jedermann
weiß, ist bei Glücksspielen noch nicht durchgedrungen. Den
Österreichischen Lotterien ist dieses enorme Problem auch bewusst.
Daher die vielen "Aktionen", aber eine Erhöhung des Zugangsalters
wird trotzdem vermieden!
Die Österr. Lotterien spielen hier profitorientiert, das zeigen
die Einnahmenzuwächse, mit der Gesundheit von Kindern und
Jugendlichen. Es wäre die vordringliche Aufgabe der
Spielerschutzstelle im Bundesministerium für Finanzen (BMF) diesen
Wahnsinn auf Kosten der Gesundheit von Kinder und Jugendlichen einen
Riegel vorzuschieben. Doch es geschieht augenscheinlich nichts! Wie
lange wird hier noch gezielt weggesehen um die Steuerabgaben der
Lotterien an den Fiskus nicht zu gefährden?
In einer Präsentation der "Spielerschützerin" der Österr.
Lotterien weist diese nach, dass die "Entwicklung des jugendlichen
Gehirns, entgegen bisheriger Annahme erst mit 25 Jahren
abgeschlossen" ist. "Internationale Studien belegen einen
Zusammenhang zwischen, dem Alter des Erstkontakts mit einem
Glücksspiel und der Wahrscheinlichkeit im späteren
Entwicklungsverlauf glücksspielbezogene Belastungen zu erfahren".
Weiter wird ausgeführt: "frühes Spielen geht mit einer
Negativprognose für die weitere Entwicklung einher."
Glücksspielbezogene Probleme sind bei Jugendlichen ca. vier mal
häufiger als bei Erwachsenen!
Je kürzer die Zeitspanne zwischen Geldeinsatz und Ergebnis ist,
umso höher die Suchtgefahr". Ein Rubbellos ist in wenigen Sekunden
aufgerubbelt. Mit welchem Ziel also verkaufen die Österreichischen
Lotterien "ganz legal" Lotterieprodukte an Jugendliche? Werden hier
schon gezielt Jugendliche und Kinder zum Spielen verführt um die
Profite und Glücksspielabgaben langfristig zu sichern?
Wir fordern den Gesetzgeber eindringlich auf, schnellstmöglich
eine ordentliche gesetzliche Grundlage zu schaffen um
Lotterieprodukte erst ab 18 Jahren freizugeben und Casinobesuche
allerfrühestens mit 21 Jahren! Bundesministerin Dr. Maria Fekter -
sie sind an der Reihe!
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