Bei Österreichische Lotterien: Sogar schon Kinder im Glücksspielsumpf!

Salzburg (OTS) - Dass es hierzulande keine gesetzliche Altersbeschränkung zum Erwerb von Lotterieprodukten gibt ist ein Skandal! Bereits Zwölf und Dreizehnjährige werden in den Trafiken immer wieder beim Kauf von Glücksspielprodukten gesehen. Die Spielerschutzstelle im BMF verabsäumt es höchst fahrlässig (!) sich dieses Themas anzunehmen und ignoriert somit die Entstehung von Glücksspielsucht bei den jüngsten Schutzbedürftigen.

Unzählige Tests unseres Instituts von 2008-2013 haben gezeigt, dass bundesweit bereits zwölfjährige Mädchen und Burschen ganz einfach und ungehindert immer wieder bei den Lottoannahmestellen Erfahrungen mit Glücksspiel machen können. Am Anfang der Glücksspielsucht steht meist ein Gewinn. Was bei Alkohol jedermann weiß, ist bei Glücksspielen noch nicht durchgedrungen. Den Österreichischen Lotterien ist dieses enorme Problem auch bewusst. Daher die vielen "Aktionen", aber eine Erhöhung des Zugangsalters wird trotzdem vermieden!

Die Österr. Lotterien spielen hier profitorientiert, das zeigen die Einnahmenzuwächse, mit der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Es wäre die vordringliche Aufgabe der Spielerschutzstelle im Bundesministerium für Finanzen (BMF) diesen Wahnsinn auf Kosten der Gesundheit von Kinder und Jugendlichen einen Riegel vorzuschieben. Doch es geschieht augenscheinlich nichts! Wie lange wird hier noch gezielt weggesehen um die Steuerabgaben der Lotterien an den Fiskus nicht zu gefährden?

In einer Präsentation der "Spielerschützerin" der Österr. Lotterien weist diese nach, dass die "Entwicklung des jugendlichen Gehirns, entgegen bisheriger Annahme erst mit 25 Jahren abgeschlossen" ist. "Internationale Studien belegen einen Zusammenhang zwischen, dem Alter des Erstkontakts mit einem Glücksspiel und der Wahrscheinlichkeit im späteren Entwicklungsverlauf glücksspielbezogene Belastungen zu erfahren". Weiter wird ausgeführt: "frühes Spielen geht mit einer Negativprognose für die weitere Entwicklung einher." Glücksspielbezogene Probleme sind bei Jugendlichen ca. vier mal häufiger als bei Erwachsenen!

Je kürzer die Zeitspanne zwischen Geldeinsatz und Ergebnis ist, umso höher die Suchtgefahr". Ein Rubbellos ist in wenigen Sekunden aufgerubbelt. Mit welchem Ziel also verkaufen die Österreichischen Lotterien "ganz legal" Lotterieprodukte an Jugendliche? Werden hier schon gezielt Jugendliche und Kinder zum Spielen verführt um die Profite und Glücksspielabgaben langfristig zu sichern?

Wir fordern den Gesetzgeber eindringlich auf, schnellstmöglich eine ordentliche gesetzliche Grundlage zu schaffen um Lotterieprodukte erst ab 18 Jahren freizugeben und Casinobesuche allerfrühestens mit 21 Jahren! Bundesministerin Dr. Maria Fekter -sie sind an der Reihe!

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Institut Glücksspiel & Abhängigkeit
Roman Neßhold
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