Hautzinger-Appell an EU: Bienen-Entscheidung auf fachlicher Basis treffen

Landwirtschaft und Imker wollen gründliche Erforschung der Ursachen

Wien (OTS) - "Wer behauptet, Österreich mache es sich leicht, wenn es in der EU gegen ein Verbot der Neonicotinoide stimmt, der hat von der Sache nicht die geringste Ahnung und redet ausschließlich billigem Populismus das Wort. In Wahrheit hat Österreichs Landwirtschaft den Schutz der Bienen nicht nur im internationalen Vergleich geradezu vorbildlich gefördert, auch die Bauern haben alle Maßnahmen getroffen, um Bienen und andere Nützlinge zu schützen. Doch die dabei erzielten Erfolge, die wissenschaftlich nachweisbar sind, wurden von der Europäischen Kommission bis dato noch nicht berücksichtigt. Wir erwarten uns nun, dass die endgültige Entscheidung im Sinne von Bienen und Bauern auf wissenschaftlicher Basis und nach rein fachlichen Kriterien erfolgt. Alles andere würde weder Bauern noch Bienen nützen", appellierte Franz Stefan Hautzinger, Obmann des Ausschusses für Pflanzenproduktion der LK Österreich und Präsident der LK Burgenland, an die EU, die anstehende Entscheidung der Europäischen Kommission zum möglichen Verbot von Neonicotinoiden auf vollständiger wissenschaftlicher Basis zu fällen.

Österreichs Weg richtig

"Der Weg, den Österreichs Landwirtschaft Hand in Hand mit dem Imkern gehen will, ist der richtige. Denn weder in Europa noch in Österreich sind die wahren Ursachen für das Bienensterben umfassend erforscht. Wären allein bestimmte Pflanzenschutzmittel schuld daran, so dürften in Ländern, wo es derartige Mittel gar nicht gibt, keine Bienen sterben. Doch auch in Dänemark, das keinen Einsatz dieser Pflanzenschutzmittel kennt, sind im Winter rund 35% der Bienen gestorben. Daher muss man jetzt alles gründlich erforschen und dann die richtigen Entscheidungen fällen. Ansonsten kann es passieren, dass man nicht nur den Mais-, Gemüse- oder Rapsbauern und der mit ihnen verbundenen Verarbeitungswirtschaft enormen ökonomischen Schaden zufügt, sondern, dass man dadurch auch der Gentechnik, die in Österreich weder Bauern noch Konsumenten wollen, den Weg aufbereitet. Denn wenn ebenfalls betroffene Nachbarländer auf gentechnisch veränderte Pflanzen ausweichen, um dort den Schädlingen Herr zu werden, stehen auch unsere Biobauern vor einem riesigen Problem, da Pollen bekanntlich vor Grenzen nicht Halt machen", so Hautzinger abschließend.
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