• 30.04.2013, 14:21:12
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Hautzinger-Appell an EU: Bienen-Entscheidung auf fachlicher Basis treffen

Landwirtschaft und Imker wollen gründliche Erforschung der Ursachen

Utl.: Landwirtschaft und Imker wollen gründliche Erforschung der
Ursachen =

Wien (OTS) - "Wer behauptet, Österreich mache es sich leicht, wenn es
in der EU gegen ein Verbot der Neonicotinoide stimmt, der hat von der
Sache nicht die geringste Ahnung und redet ausschließlich billigem
Populismus das Wort. In Wahrheit hat Österreichs Landwirtschaft den
Schutz der Bienen nicht nur im internationalen Vergleich geradezu
vorbildlich gefördert, auch die Bauern haben alle Maßnahmen
getroffen, um Bienen und andere Nützlinge zu schützen. Doch die dabei
erzielten Erfolge, die wissenschaftlich nachweisbar sind, wurden von
der Europäischen Kommission bis dato noch nicht berücksichtigt. Wir
erwarten uns nun, dass die endgültige Entscheidung im Sinne von
Bienen und Bauern auf wissenschaftlicher Basis und nach rein
fachlichen Kriterien erfolgt. Alles andere würde weder Bauern noch
Bienen nützen", appellierte Franz Stefan Hautzinger, Obmann des
Ausschusses für Pflanzenproduktion der LK Österreich und Präsident
der LK Burgenland, an die EU, die anstehende Entscheidung der
Europäischen Kommission zum möglichen Verbot von Neonicotinoiden auf
vollständiger wissenschaftlicher Basis zu fällen.

Österreichs Weg richtig

"Der Weg, den Österreichs Landwirtschaft Hand in Hand mit dem
Imkern gehen will, ist der richtige. Denn weder in Europa noch in
Österreich sind die wahren Ursachen für das Bienensterben umfassend
erforscht. Wären allein bestimmte Pflanzenschutzmittel schuld daran,
so dürften in Ländern, wo es derartige Mittel gar nicht gibt, keine
Bienen sterben. Doch auch in Dänemark, das keinen Einsatz dieser
Pflanzenschutzmittel kennt, sind im Winter rund 35% der Bienen
gestorben. Daher muss man jetzt alles gründlich erforschen und dann
die richtigen Entscheidungen fällen. Ansonsten kann es passieren,
dass man nicht nur den Mais-, Gemüse- oder Rapsbauern und der mit
ihnen verbundenen Verarbeitungswirtschaft enormen ökonomischen
Schaden zufügt, sondern, dass man dadurch auch der Gentechnik, die in
Österreich weder Bauern noch Konsumenten wollen, den Weg aufbereitet.
Denn wenn ebenfalls betroffene Nachbarländer auf gentechnisch
veränderte Pflanzen ausweichen, um dort den Schädlingen Herr zu
werden, stehen auch unsere Biobauern vor einem riesigen Problem, da
Pollen bekanntlich vor Grenzen nicht Halt machen", so Hautzinger
abschließend.
(Schluss)

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