- 29.04.2013, 16:15:09
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Wlodkowski: Bienen und Pflanzen müssen geschützt werden
Appell an Kommission: Österreich-Vorleistungen in Entscheidung berücksichtigen
Utl.: Appell an Kommission: Österreich-Vorleistungen in Entscheidung
berücksichtigen =
Wien (OTS) - "Der EU-Berufungsausschuss hat heute über die Verwendung
von Neonicotinoiden im Pflanzenschutz getagt, doch es fiel keine
Entscheidung. Diese wird nun die Europäische Kommission in den
nächsten Tagen fällen. Wir appellieren nun nochmals an die
Kommission, alle österreichischen Bienenschutzmaßnahmen, die die
Bauern bereits getroffen haben und deren Wirksamkeit wissenschaftlich
belegt ist, zu berücksichtigen. Denn es gilt, Bienen und Pflanzen
gleichermaßen zu schützen", erklärte Gerhard Wlodkowski, Präsident
der Landwirtschaftskammer Österreich, zur vertagten Entscheidung über
den Einsatz von Neonicotinoiden.
Der von Österreich und einer Reihe anderer Mitgliedstaaten
eingebrachte Kompromissvorschlag, der Ausnahmeregelungen unter
strengsten Auflagen für bestimmte Kulturen vorsah, wurde nicht zur
Abstimmung gebracht. "Wir hoffen sehr, dass nun eine Entscheidung
fällt, die wirtschaftlichen Schaden von den Mais-, Raps- oder
Gemüsebauern abwendet und die es möglich macht, dass eingeschleppte
Schädlinge umweltschonend und gleichzeitig wirksam bekämpft werden
können", betonte Wlodkowski.
Es geht um viel
"Die Entscheidung der Europäischen Kommission betrifft nicht nur
die Bauern, sie hat Auswirkungen auf ganze Wirtschaftsbereiche. So
steht und fällt damit Österreichs garantiert gentechnikfreie
Saatmais-Produktion, die jährlich einen Exporterlös von EUR 32 Mio.
erzielt, ebenso wie die gentechnikfrei produzierten Speise-Erbsen im
Marchfeld oder auch die Erzeugung von gentechnikfreiem Speiseöl oder
Futter aus Raps, dessen Anbau ohne diese modernen
Bekämpfungsmaßnahmen akut gefährdet wäre", stellte Wlodkowski fest.
Salami-Taktik der NGOs
"Für die NGOs wäre eine Verbots-Entscheidung jedoch nur der erste
Schritt für Verbote weiterer wirksamer Pflanzenschutzmittel. Diese
Anti-Pflanzenschutz-Salami-Taktik, die jedes Mal von völlig
einseitigen, hoch emotional geführten und kostenintensiven
PR-Kampagnen begleitet wird, richtet jedoch enormen Schaden an, der
weit über die Landwirtschaft hinausgeht und bis in den
Gesundheitsbereich reicht. Denn Pflanzenschutz bedeutet auch
Gesundheitsschutz für den Menschen: Nur gesunde Pflanzen garantieren
eine gesunde Ernährung. Kann jedoch die Pflanzengesundheit nicht mehr
garantiert werden, weil die dafür nötigen Schutzinstrumente verboten
werden, so hat das schwer negative Auswirkungen auf die menschliche
Gesundheit, wie das Beispiel der Mykotoxine, also möglicher Pilzgifte
in der Nahrung, deutlich zeigt. So hat hier der moderne
Pflanzenschutz erreicht, dass jene Gefahr, die Jahrhunderte lang vom
Essen kam, weil Schadpilze auf Getreide, Mais oder anderen
Feldfrüchten nicht wirksam eingedämmt werden konnten, de facto nicht
mehr existiert. Wenn nun NGOs aus populistischen Gründen das Rad
wieder vor die Zeit wirksamen Pflanzenschutzes zurückdrehen wollen,
spielen sie grob fahrlässig mit der Gesundheit aller Menschen", so
Wlodkowski.
(Schluss)
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