1. Tag der Arbeitgeber: WK präsentiert Arbeitsplatzticker

Die WK ruft den 30. April zum Tag der Arbeitgeber aus. Der neue Arbeitsplatzticker symbolisiert die ursächliche Bedeutung der Unternehmer für Arbeitsplätze, Einkommen und Wohlstand.

Klagenfurt (OTS) - Die neue Kärntner Landesregierung hat sich die Bekämpfung des "negativen Triple A" - Arbeitslosigkeit, Armut, Abwanderung - zum Ziel gesetzt. "Dabei sind Unternehmer unverzichtbar: Nur Unternehmer, die investieren, die neu gründen oder die sich in Kärnten ansiedeln, können Arbeitsplätze schaffen, Einkommen bieten und die Menschen im Land halten", rief heute Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher bei einem Pressegespräch den ursächlichen Zusammenhang zwischen Unternehmern und Arbeitsplätzen in Erinnerung: "Wenn wir das negative Triple A auflösen wollen, müssen wir uns der Frage widmen: Wo und wie entsteht Arbeit?"

Das mit Abstand wichtigste Vorhaben der Wirtschaftskammer Kärnten in den kommenden Jahren ist deshalb das eindeutige Bekenntnis zum Unternehmertum und zur Rolle des Unternehmers in Kärnten. Pacher:
"Die moderne Zivilisation steht und fällt mit der Person des Unternehmers, das hat schon der große österreichische Ökonom Joseph Schumpeter zu Beginn des 20. Jahrhunderts festgestellt. Mit der seitdem enormen wirtschaftlichen Entwicklung ist diese Erkenntnis noch viel wahrer geworden." Pacher nannte als Beispiel die Firma Payr, die 1998 als Ein-Person-Unternehmen in Patergassen im Keller eines Einfamilienhauses gegründet wurde und heute 80 Mitarbeiter in der Entwicklung und Fertigung von Präzisionsbauteilen für die Luftfahrtindustrie beschäftigt.

Deshalb will die Wirtschaftskammer Kärnten die Sonderstellung des Unternehmertums stärker herausstreichen: "29.000 Kärntner Unternehmerinnen und Unternehmer sind ursächlich für 165.000 Arbeitsplätze. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern erwirtschaften sie die Wertschöpfung, die Löhne und Gehälter, die Steuern und Abgaben, von denen mehr als eine halbe Million Menschen in Kärnten lebt", betonte auch WK-Direktor Michael Stattmann: "Wo wäre Kärnten heute ohne Persönlichkeiten wie Auer von Welsbach, Franz Mlinar, Funder, Hirsch, Putzi, Sumnitsch, Glock und viele andere?"

Ein erster Schritt zur Stärkung des Bewusstseins ist der Tag der Arbeitgeber, den die Wirtschaftskammer künftig am 30. April, dem Tag vor dem traditionellen Tag der Arbeit am 1.Mai, veranstalten wird. Er soll der Bevölkerung in Erinnerung rufen, dass es ohne Unternehmer keine Arbeit und auch keinen Tag der Arbeit gäbe. Mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen vom Pressegespräch über Inserate bis zur entsprechenden Beflaggung des Wirtschaftskammergebäudes will die Wirtschaft auf diese spezielle Bedeutung aufmerksam machen. Diese Würdigung gilt selbstverständlich auch für die steigende Zahl an Ein-Personen-Unternehmen, denn sie haben ebenfalls bereits einen besonders wichtigen Arbeitsplatz geschaffen: ihren eigenen.

Arbeitsplatzticker ist online
Stattmann präsentierte auch das wichtigste Instrument der WK, um den ursächlichen Zusammenhang zwischen Unternehmern und Arbeitsplätzen darzustellen: Den Arbeitsplatzticker, der in periodisch aktualisierten Echtzahlen anzeigt, wie viele Unternehmen in Kärnten wie viele Arbeitsplätze schaffen - in ganz Kärnten, aber auch für jede Branche und alle Bezirke. Stattmann: "Damit können sich die Bürger, aber auch die Unternehmer selbst tagfertig von ihrer Bedeutung für den Kärntner Arbeitsmarkt und damit für die Einkommen und den Wohlstand überzeugen." Dazu bietet die WK auch umfangreiches Informationsmaterial in Form von EU-Studien, Medienberichten, Videos und bisherigen WK-Kampagnen an.

Schumpeter-Journalistenpreis
Um die besondere gesellschaftliche Rolle des Unternehmers zu unterstützen und die im Kärntner Journalismus Tätigen anzuspornen, stiftet die WK ab heuer jährlichen den Joseph-Schumpeter-Preis*) für herausragende journalistische Leistungen. Preisträger kann jede für ein österreichisches Medium arbeitende Journalistin oder jeder Journalist mit einem ausgeprägten Bezug zum Bundesland Kärnten sein, die bzw. der sich in ihrer bzw. seiner Arbeit um die besondere Rolle des Unternehmers in der Gesellschaft verdient gemacht hat. Die Beurteilung durch eine Jury erfolgt auf Grundlage von den im Jahr der Bewerbung bereits erschienenen bzw. gesendeten journalistischen Arbeiten, die vom Autor (oder anderen Personen) bis zum 1. Oktober jeden Kalenderjahres eingereicht werden. Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert und auf höchstens zwei Preisträger teilbar. Die Preisverleihung erfolgt jeweils Ende November in Form der Übergabe des Preisgeldes sowie einer Urkunde.

Stattmann: "Mit dem Preis möchten wir hervorragende Medienbeiträge in Print, Radio, Fernsehen und Internet zum Thema des unternehmerischen Stellenwertes für den Wohlstand des Landes und die Zukunft unserer Gesellschaft hervorheben. Er soll Journalistinnen und Journalisten auszeichnen, die mit ihrer Berichterstattung dazu beitragen, die öffentliche Wahrnehmung und Wertschätzung unternehmerischer Initiative für das Gemeinwohl zu erhöhen." Die Ausschreibung des Preises an die Redaktionen erfolgt in Kürze.

*) Berühmt wurde Joseph Alois Schumpeter (1883-1950) durch seine Konjunkturtheorie und durch das Hervorheben des Unternehmers als tragender Persönlichkeit der wirtschaftlichen Entwicklung. Im Jahr 2000, als die New-Economy-Blase platze, wurde er vom US-Magazin "Business Week" zum "heißesten Ökonomen des Internetzeitalters" gekürt. Die bekannteste Idee Schumpeters ist die der "schöpferischen Zerstörung", also dass im Wirtschaftsleben Altes zu Grunde geht und Neues entsteht. Schumpeter sah die Zerstörung nicht als Systemfehler an, sondern als Notwendigkeit. Innovative Unternehmer, die den Markt mit einzigartigen Produkten erobern, können ihre monopolartige Stellung in einer freien Marktwirtschaft nicht auf Dauer halten:
Nachahmer und Konkurrenten treten auf, die ebenfalls innovative Produkte anbieten und so den ursprünglichen Marktführer zum Nutzen der Gesamtwirtschaft verdrängen. Staatliche Einmischung und Monopole, so Schumpeter, könnten die Entfaltung dieser kreativen Kräfte beeinträchtigen.

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