ARGE Biokraft: Nachhaltigkeit bestimmt Österreichs Biokraftstoffproduktion 2012

Etwa ein Drittel der Rohstoffe für Biodiesel besteht aus Abfallprodukten

Wien (OTS) - Die aktuellen Produktionszahlen der heimischen Biokraftstoffbranche zeigen, dass Biodiesel und Bioethanol unter höchsten Nachhaltigkeitskriterien erzeugt werden. 100 Prozent des österreichischen Bioethanols verfügt bereits über ein Nachhaltigkeitszertifikat. Auch bei Biodiesel kann die nachhaltige Gewinnung bereits zu 88 Prozent nachgewiesen werden. Im Jahr zuvor waren es rund 50 Prozent. Außerdem greift die Biodieselproduktion zu einem Drittel auf recycelte Stoffe wie Altspeiseöl und Tierfette zurück.

Die in der ARGE Biokraft zusammengeschlossenen Unternehmen aus Biokraftstoffproduzenten und Mineralölunternehmen sind maßgeblich daran beteiligt, klimabeeinflussende Emissionen zu vermindern, indem sie einerseits Biokraftstoffe produzieren und andererseits in den Verkehr bringen: 2012 wurden von den ARGE Mitgliedern 264.445 Tonnen Biodiesel und 171.000 Tonnen Bioethanol produziert. Von den in Österreich abgesetzten 192.888 Tonnen Biodiesel wurden 165.842 Tonnen an die Mineralölindustrie geliefert und 27.046 Tonnen als Reinkraftstoff B100 - 100 Prozent Biodiesel - direkt in den Verkehr gebracht.

Unter Berücksichtigung der Kraftstoffimporte mit Biokomponente wurden durch die Mineralölunternehmen in der ARGE Biokraft in Österreich 346.706 Tonnen Biodiesel, 54.070 Tonnen Bioethanol und 39.115 Tonnen Bio-ETBE (Ethyl-Tertiär-Butylether) in den Verkehr gebracht.

Vielfältiger Rohstoffmix als Schlüssel zur Nachhaltigkeit
Die ARGE Biokraft hat in ihrer jährlichen Auswertung die heimischen Biokraftstoffproduzenten nach der Zusammensetzung ihrer Rohstoffe für Biodiesel und Bioethanol befragt: Bei Bioethanol wurde zu 54 Prozent auf Mais, zu 43 Prozent auf Weizen und zu 3 Prozent auf Triticale (Kreuzung aus Weizen und Roggen) als Rohstoff gesetzt.

Beim Biodiesel setzte sich die heimische Produktion 2012 zu 66,6 Prozent aus pflanzlichen Frischölen, zu 21,9 Prozent aus Altspeiseöl und zu 11,0 Prozent aus Tierfetten zusammen. Das restliche halbe Prozent wurde aus sonstigen Rohstoffen wie Rohester gewonnen. Bei der gesamten heimischen Biodiesel-Produktion verzichtete man gänzlich auf den Einsatz von Palmöl.

Rohstoffe für Biokraftstoffproduktion in Österreich zu über 98% aus der EU

Herkunft und Qualität der Rohstoffe spielen für die österreichischen Biokraftstoffproduzenten eine wichtige Rolle: So stammten 2012 100 Prozent der für Bioethanol verwendeten Rohstoffe aus der EU, bei Biodiesel waren es 97 Prozent und damit um 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Eine deutliche Steigerung gab es bei der Nachhaltigkeitszertifizierung der verwendeten Rohstoffe. Bei Biodiesel verfügen bereits 88 Prozent, bei Bioethanol sogar 100 Prozent über ein von der EU anerkanntes Nachhaltigkeitszertifikat.

Dies ist beachtlich im zweiten Jahr der Einführung der Nachhaltigkeitskriterien - die übrigens 2012 in Österreich noch nicht über die gesamte Biokraftstoffprozesskette gesetzlich vorgeschrieben waren - und bezeugt den Willen österreichischer Produzenten, nur nachhaltig produzierte Rohstoffe einsetzen zu wollen. Mit einer freiwilligen Anwendung der europäischen Nachhaltigkeitskriterien zeigten die Unternehmen der ARGE Biokraft Verantwortung und Innovation im Umgang mit regenerativen Energien.

Über die ARGE Biokraft

Die Arbeitsgemeinschaft Flüssige Biokraftstoffe (ARGE Biokraft) vertritt seit 2006 österreichische Biodiesel- und Bioethanolproduzenten sowie Mineralölunternehmen, die Biokraftstoffe beimischen, und koordiniert deren Interessen gegenüber der öffentlichen Hand, nationalen und internationalen Organisationen und der Öffentlichkeit.

www.biokraft-austria.at

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