- 27.04.2013, 23:51:07
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Ukraine und EU haben ähnliche Pläne für die Diversifizierung der Energieversorgung, so ein EU-Funktionär
Kiew, Ukraine (ots/PRNewswire) -
Die Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und der EU im Rahmen der
europäischen Energiestrategie wird es beiden Parteien ermöglichen,
ihre Energieversorgung zu diversifizieren. Berichten des ukrainischen
Nachrichtenportals Ukrinform zufolge erklärte dies der
stellvertretende Direktor der Energiegemeinschaft, Dirk Buschle, bei
der dritten Sitzung des strategischen Diskussionsclubs.
Die Mitgliedschaft in der Energiegemeinschaft bedeutet nicht nur
Sicherheit, sondern auch die Teilnahme an einem integrierten
Energiemarkt, der Möglichkeiten der Diversifizierung von
Energiequellen und -routen bietet, so Dirk Buschle. Nachdem die
Ukraine bei der Diversifizierung ihrer Energiequellen und -routen in
den vergangenen Jahren bereits Erfolge erzielen konnte, habe die EU
ähnliche Pläne und Ambitionen. Dabei erwähnte Buschle die
Schiefergas-Investitionen von Shell und Chevron in der Ukraine sowie
die jüngsten erfolgreichen Versuche der Ukraine, Energieressourcen
über ein Rücknahmesystem aus Polen und der Slowakei zu
diversifizieren, das ein Potenzial von etwa 10 Milliarden Kubikmetern
Gas pro Jahr birgt. Ausserdem verwies der Funktionär der
Energiegemeinschaft auf das beträchtliche Potenzial der Ukraine beim
Stromexport.
Die Ukraine sei andererseits nach wie vor ein zuverlässiger Partner
für den Energietransit und bleibe somit ein wesentlicher Bestandteil
der europäischen Versorgungssicherheit, so der ukrainische
Vize-Premier Jurij Boiko beim 6. Sicherheitsforum Security in
Insecure World am 18. April 2013 in Kiew. Er erinnerte daran, dass
die Ukraine etwa 60 Prozent des russischen Gases nach Europa
transportiere. Jurij Boiko bekräftigte noch einmal, dass trotz der
Schwierigkeiten im Dialog mit den russischen Partnern beim Thema Gas
und unbeschadet der alternativen Projekte, die Russland und Europa
derzeit prüfen, die Ukraine noch für geraume Zeit das
Haupttransitland für den Transport von russischem Gas nach Europa
bleiben werde. Er bat daher die europäischen Länder zu bedenken, dass
die Modernisierung und Wartung des ukrainischen Gastransportsystems
finanzielle Mittel erfordere. Dabei lobte er auch das Engagement der
Deutschen Bank bei der Modernisierung der Verdichterstation Bar in
der Sojus-Pipeline.
Im Dezember 2012 haben die Ukraine und Deutschland ein mit 53,5
Millionen Euro beziffertes gemeinsames Projekt zur Modernisierung der
Gastransportsysteme in der Ukraine begonnen. Die über ein Darlehen
der Deutschen Bank AG finanzierte Modernisierung soll die
Betriebsfähigkeit der Verdichterstation um 15 Jahre verlängern, den
Brenngasverbrauch um 28 Prozent senken und den Wirkungsgrad der
Gasverdichter um 10 Prozent erhöhen.
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