• 27.04.2013, 18:11:49
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Hohe Auszeichnung für Superintendent Hermann Miklas

"Feinsinniger Interpret und zupackender Moderator des ökumenischen Dialogs"

Utl.: "Feinsinniger Interpret und zupackender Moderator des
ökumenischen Dialogs" =

Graz (OTS/epdÖ) - Der Superintendent der evangelischen Diözese
A.B. in der Steiermark, Hermann Miklas, ist mit dem Großen Goldenen
Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet
worden. Verliehen wurde das Ehrenzeichen am Samstag, 27. April, in
der Grazer Heilandskirche im Rahmen einer "musikalischen Andacht"
anlässlich des 60. Geburtstags des Superintendenten.

Hermann Miklas habe sich durch seine Leitungstätigkeit in der
Evangelischen Kirche in der Steiermark, in der gesamtösterreichischen
Synode und vor allem durch sein "enormes Engagement" für den
interreligiösen Dialog große Verdienste um Staat und Gesellschaft
erworben, erklärte Ministerialrat Karl Schwarz vom Kultusamt in
seiner Laudatio. Schwarz bezeichnete den Superintendenten als
"feinsinnigen Interpreten und zupackenden Moderator" des ökumenischen
Dialogs, dessen "außerordentliche Sensibilität im respektvollen
Miteinander der verschiedenen Religionen und Kulturen" immer wieder
beeindruckt habe. So gelinge es dem Superintendenten, "Aussagen zu
treffen, die berühren und anregen, provozieren und herausfordern".
"Kirche in der Öffentlichkeit" habe in Miklas "einen überzeugenden
Anwalt, der sich nicht scheut, angenehme und auch unangenehme
Wahrheiten auszusprechen, der nicht auf Wählerstimmen Rücksicht
nimmt, sondern prophetisch auf den entscheidenden Punkt kommt".

Überreicht wurde die Auszeichnung von Landesrätin Bettina Vollath,
die gemeinsam mit Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder den Dank des
Landes Steiermark ausdrückte. Edlinger-Ploder würdigte Miklas in
ihrem Grußwort als "Mann des guten Wortes", der den "Glauben ins
Leben" hole. Dass die ökumenische Bewegung unumkehrbar sei, hob der
römisch-katholische Diözesanbischof Egon Kapellari hervor. Er sei
dankbar für eine Ökumene in gegenseitiger Wertschätzung und
Herausforderung, die in den letzten Jahren intensiver geworden sei.

Superintendent Hermann Miklas freute sich, "nicht allein unterwegs zu
sein, sondern mit vielen, vielen Weggefährten". In seiner Ansprache
warnte der Superintendent vor fundamentalistischen Einstellungen, die
"keinen Widerspruch und keine Diskussion mehr dulden". Notwendig
seien vielmehr differenzierte Sichtweisen. "Zum Lächeln-Können im
Leben gehört wohl die Einsicht Hermann Hesses, dass von jeder
Wahrheit bis zu einem gewissen Grad immer auch das Gegenteil wahr
ist", sagte Miklas.

Namens der Evangelischen Kirche in Österreich dankte Bischof Michael
Bünker dem Jubilar. "Du gibst vieles - der Kirche, den Gemeinden, dem
Land", betonte der Bischof. Vor Gott, so Bünker weiter, "sind wir
immer nur Empfangende. Das ist der Kern des evangelischen Glaubens."
Die Glückwünsche der Pfarrgemeinden überbrachten Fachinspektorin
Michaela Legenstein und Superintendentialkuratorin Evi Lintner, die
zu dem Festakt zahlreiche Gäste aus der Evangelischen Kirche, der
Ökumene, der Politik und des öffentlichen Lebens in der Steiermark
begrüßen konnte.

Hermann Miklas ist seit 1999 Superintendent der Diözese Steiermark.
Davor war der gebürtige Steirer als Pfarrer in Wien-Innere Stadt
tätig.

Hinweis:
Honorarfreies Foto:
https://dl.dropboxusercontent.com/u/84909774/DL/130427_Miklas_Ehrenze
ichen_IMG_9782_L.jpg
Bildnachweis: Wolfgang Ornig

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