• 27.04.2013, 15:10:14
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ÖGB-Jugendkongress: ÖGJ fordert Einkommensgerechtigkeit für BerufsanfängerInnen

Frauen verdienen schon am Beginn des Berufslebens deutlich schlechter als Männer

Utl.: Frauen verdienen schon am Beginn des Berufslebens deutlich
schlechter als Männer =

Wien (OTS/ÖGB) - Die Einkommensschere beginnt schon mit der Lehre:
Während 38 Prozent der männlichen Lehrabsolventen in ihrer ersten
unselbständigen Erwerbstätigkeit ein Einstiegseinkommen von
mindestens 1.800 Euro bekommen, sind es bei den Frauen nur 9 Prozent.
"Das ist zum einen vom gewählten Lehrberuf abhängig, andererseits ist
aber auch innerhalb der Berufsfelder das Einstiegseinkommen von
Frauen durchwegs geringer als jenes ihrer männlichen Kollegen", heißt
es in einem der Leitanträge zum 33. ÖGB-Bundesjugendkongress, der
einstimmig beschlossen wurde. Die Delegierten fordern, dass diese
Einstiegsgehalts-Unterschiede systematisch reduziert werden.++++

Gewerkschaftsjugend fordert verpflichtende Schuldnerprävention

Damit junge Menschen mit ihrem Einkommen ein Auskommen finden,
braucht es aber weitere Maßnahmen, zum Beispiel im Bereich der
Schuldnerprävention. "Diese müssen schon früh ansetzen, um die eine
oder andere missliche Lage verhindern zu helfen", so der Leitantrag.
Workshops oder Schwerpunktwochen zum Umgang mit Geld sollten
selbstverständliche Bestandteile einer umfassenden Bildung sein:
"Daher sind zu Beginn der Lehrausbildung entsprechende Workshops und
Schulungen umzusetzen", fordern die Delegierten der
Gewerkschaftsjugend.

Schuldenfalle Finanzierungskredite - mehr Transparenz
gefordert

Besondere Schuldenfallen für junge Menschen stellen Handyverträge und
leichtfertig vergebene Kredite zur Konsumfinanzierung dar. Die
Delegierten fordern mehr Transparenz: "Bei jeglichen auf Krediten
oder Scheinkrediten (Ratenzahlungen) basierenden
Finanzierungsvarianten sind die tatsächlichen Kosten im Vergleich zum
Originalpreis darzustellen."

Schuldenfalle Mobiltelefon

Handyschulden sind immer öfter Thema in den SchuldnerInnenberatungen.
"Gratis-Smartphone"-Lockangebote und unübersichtliche Tarifmodelle
verschärfen die Situation. "Die Intransparenz bei Handyverträgen ist
dadurch aufzuheben, dass bei allen Kaufverträgen eine
Gegenüberstellung des Kaufpreises und des Tarifvertrags (inkl. aller
Nebenkosten wie Servicepauschalen etc.) erfolgen muss, um eine
bewusste Kaufentscheidung zu unterstützen und nicht den Eindruck
eines Geschenks zu vermitteln", lautet die entsprechende Forderung
der ÖGJ.

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