- 26.04.2013, 09:57:55
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VIER PFOTEN bittet: Bei Hundespaziergängen jetzt besonders auf die Jungtiere achten

Wien (OTS) - Der Frühling lädt zu ausgedehnten Spaziergängen mit
Hunden ein. Aber Vorsicht: Bis zum Frühsommer ist Brutzeit. VIER
PFOTEN bittet alle Hundebesitzer, in dieser Zeit beim Gassigehen ihre
Lieblinge an die Leine zu nehmen.
Viele Hundebesitzer wandern beim Gassigehen auf Wiesenstreifen,
die zwischen Straßen oder Wegen und landwirtschaftlich genutzten
Feldern liegen. Das kann allerdings ein Problem für bestimmte
Wildtiere wie Feldhasen, Wildkaninchen und Lerchen sein, erklärt VIER
PFOTEN Kampagnenleiterin Nikola Furtenbach: "Diese Grünstreifen sind
ganz wichtige Lebensräume für Insekten, Kleinnager, aber eben auch
Kinderstuben für Feldhasen und Neststandorte für Bodenbrüter. Sie
sind auch wichtige Nahrungsressourcen für viele Wildtierarten, u.a.
für die sehr gefährdeten Rebhühner." Bis zum Frühsommer bilden diese
artenreichen Grünstreifen oft auch die einzige Deckung, denn die
Vegetation auf den Feldern fehlt noch oder ist in einem frühen
Entwicklungsstadium.
Bei Spaziergängen mit Hunden sollte man daher in dieser Zeitspanne
besonders darauf achten, dass der Hund nicht systematisch diese
Wegstreifen absucht, besonders dann, wenn die Entfernung zur Siedlung
groß ist. Nikola Furtenbach rät: "Trifft man zufällig auf Rehkitze
oder Junghasen, sollte man sich ganz ruhig zurückziehen und sie
keinesfalls anfassen. Wenn man es nicht verhindern konnte, dass z.B.
Kinder sie bereits berührt haben, sollte man diese Tiere trotzdem
keinesfalls mitnehmen. Sie werden nicht verstoßen, sondern weiter von
der Mutter betreut."
Auch von scheinbar einsamen Jungtieren sollte man sich nicht zu
gut gemeinten Hilfsaktionen verleiten lassen. Nikola Furtenbach: "Es
ist völlig normal, dass diese Jungtiere scheinbar verwaist
angetroffen werden. Die Mutter hält sich fast immer gut verborgen in
der Nähe auf."
Auch bei Eichhörnchen ist erhöhte Vorsicht geboten: Es kann
passieren, dass Eichhörnchen-Mütter beim Übersiedeln des Nachwuchses
in ein anderes Nest von Hunden oder Katzen gestört werden und bei der
Flucht das Jungtier zurücklassen oder Jungtiere durch Absturz
verletzt werden. "Nur in solchen Fällen ist es gerechtfertigt, diese
Jungtiere zu bergen und an eine geeignete Pflegestelle zu
vermitteln", so die VIER PFOTEN Kampagnenleiterin. Ein anderes
Beispiel sind Fledermauskinder, die vom Körper der Mutter gefallen
sind und hilflos unter der Wochenstube der Fledermäuse am Boden
liegen. Auch sie müssen geborgen werden und schnellstens einer
spezialisierten Betreuung zugeführt werden, wie sie z.B. in einer
Tierklinik durchgeführt werden kann.
Besonders vorsichtig sollte man mit Begleithund auch immer in der
Nähe von Gewässern sein, da in der dichten Vegetation oft Bodenbrüter
wie Enten, Gänse, Kiebitze, Brachvögel und viele andere Arten ihre
Nester haben, erklärt Nikola Furtenbach.
VIER PFOTEN appelliert daher an alle Hundehalter: Bitte nehmen Sie in
der Brutzeit Rücksicht auf die Tiere, damit sie ungestört ihren
Nachwuchs aufziehen können, und lassen Sie Ihre Lieblinge lieber an
der Leine.
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