Frauenberger: 2700 Mädchen am Töchtertag

Töchtertag als internationales Vorzeigeprojekt

Wien (OTS) - Am Wiener Töchtertag schnuppern heuer 2.700 Mädchen in 163 Betrieben in technische, naturwissenschaftliche und handwerkliche Berufe. Mädchen zwischen 11 und 16 Jahren begleiten entweder ihre Eltern an deren Arbeitsplatz, schließen sich Freundinnen an oder suchen sich ein Unternehmen aus, das sie interessiert. "Der Wiener Töchtertag ist seit 12 Jahren ein fixer Bestandteil der Förderung von Mädchen in der Stadt Wien. Mädchen von untypischen Berufen zu begeistern, wirkt nachhaltig: Die Verdienstchancen sind nach wie vor wesentlich besser, als in jenen Berufen, die Mädchen am häufigsten wählen," so die Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger. Eine Technische Chemikerin kann zum Beispiel mit 4.550 Euro brutto im Jahr mehr rechnen, als eine Marketingassistentin. "Unsere Maßnahmen bringen Veränderung", betont Frauenberger. Die Zahl jener Mädchen, die die drei "frauentypischen" Lehrberufe Einzelhandelskauffrau, Friseurin oder Bürokauffrau wählen, ist in Wien seit 2002 von knapp 58% auf rund 47% gesunken.

Frauenberger besucht Wiener Betriebe

Am 12. Wiener Töchtertag besuchte die Frauenstadträtin die "MA 33 - Wien leuchtet" und lernte dort gemeinsam mit den Teilnehmerinnen die Wartung von Ampelschaltungen kennen. Beim Betrieb des Wiener Hafens erhielt die Frauenstadträtin gemeinsam mit der Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek eine Besichtigung des Containerkrans und übte sich mit dem Containerstapler. Bei "Mobilefilm" wurden den Teilnehmerinnen im "Village Cinema" Einblicke in die Arbeit mit der Videokamera für die Filmproduktion gegeben und gemeinsam mit Petra Draxl, Landesgeschäftsführerin des "AMS Wien" besuchte sie den Fernsehsender "OKTO", wo von den Teilnehmerinnen eine Talkshow produziert wurde.
Fotos der Betriebsbesuche stehen in Kürze unter www.wien.gv.at/pressebilder zur freien Verfügung.

Töchtertag wird international

Im Rahmen des FemCities Netzwerkes ermöglicht die Frauenabteilung der Stadt Wien (MA 57) anderen Städten den Töchtertag kennenzulernen, um ihn in Folge selbst umzusetzen. 2012 war eine Delegation aus Zagreb zu Gast, die heuer ihren ersten Girls Day veranstalten, Belgrad nutzt heuer die Gelegenheit das erfolgreiche Modell kennenzulernen.

Mädchen können alles!

"Es wird Zeit, dass Mädchen tatsächlich gleiche Chancen bekommen -der Töchtertag zielt darauf ab, gegen eingefahrene Sozialisationsmuster zu arbeiten, Selbstbestimmtheit, Selbsterhaltung und damit Unabhängigkeit von jungen Frauen zu fördern. Denn Mädchen können alles!", sagt Frauenberger. Mädchen können am Wiener Töchtertag vieles ausprobieren und ihre Fähigkeiten testen. Wiener Betriebe bieten spannende Einblicke in den Berufsalltag. Die Bandbreite reicht dabei von Flugsimulatoren bedienen über Lebensmittel untersuchen, von Verkehrsampeln regulieren bis zur Druckproduktion eines eigenen Folders, vom Arbeiten als Tischlerin bis hin zum Bau eines kleinen Windkraftwerks.

Starke PartnerInnen aus Schule und Wirtschaft

Möglich wird der von der Frauenabteilung der Stadt Wien (MA 57) organisierte Töchtertag durch starke PartnerInnen aus Bildung und Wirtschaft - durch den Wiener Stadtschulrat und die Wirtschaftskammer Wien. Neben den Eltern sind vor allem die LehrerInnen unmittelbare Ansprechpersonen, wenn es darum geht, im Alter zwischen 11 und 16 Jahren erste Weichen für die Berufszukunft zu stellen. Von 2002 bis 2013 haben über 29.000 Mädchen in über 550 verschiedenen Betrieben teilgenommen. (Schluss) grs

Bildmaterial zu dieser Aussendung wird unter www.wien.gv.at/pressebilder abrufbar sein.

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