Rudolfinerhaus: Botox hilft gegen schwere Migräne

Neue Therapie der Neurologischen Ambulanz

Wien (OTS) - Gute Nachricht für jene rund vierzehn Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher, die an Migräne leiden: Es gibt eine neue Therapie für besonders schwere Fälle chronischer Migräne. Das Rudolfinerhaus in Wien ist das erste Privatkrankenhaus in Österreich, das diese Injektionsbehandlung mit Botulinumtoxin, kurz Botox, in der Neurologischen Ambulanz anbietet. Die Botox-Therapie bei Migräne dürfen nur dafür ausgebildete und approbierte Fachärzte durchführen. Die Patientinnen und Patienten berichten, dass die Anfälle danach seltener werden und weniger schmerzhaft sind.

Bislang wird Botox in erster Linie mit Schönheitsbehandlungen in Verbindung gebracht. Vor knapp zwei Jahren erfolgte die Zulassung für neurologische Therapien gegen Migräne-Symptome in den USA. Oberarzt Dr. Mohammad Baghaei - er gehört zu den zertifizierten Neurologen in Österreich - setzt die Behandlung seit wenigen Monaten mit gutem Erfolg in der Rudolfinerhaus Privatklinik ein. "Bei den ersten zwölf Patienten haben wir bereits eine Verringerung der Anfall-Häufigkeit von 70 Prozent erreicht. Alle berichten über eine deutliche Schmerzmilderung und Verbesserung der Lebensqualität", sagt Dr. Baghaei.

"Ganz wichtig ist eine genaue neurologische Abklärung vor Beginn der Therapie, die auch bei uns im Rudolfinerhaus geschehen kann. Wir setzten Botox nur bei schweren Fällen chronischer Migräne ein: Bei Erwachsenen, die trotz umfassender Behandlung sehr oft unter starken, langen und sehr schmerzhaften Anfällen leiden. Migräne ist eine - zum Teil genetisch bedingte - ernsthafte Erkrankung der Nervengefäße im Gehirn. Davon sind etwa doppelt so viele Frauen wie Männer regelmäßig betroffen. Wir versuchen die Symptome so gut wie möglich zu verringern und den Leidensdruck zumindest für eine gewisse Zeit von den Betroffenen zu nehmen. Auslöser können Stress, Alkohol und Ernährung, Hormone oder Schlafprobleme sein. Besonders gefährlich sind Anfälle, die länger als drei Tage dauern, sie führen oft zu Schlaganfällen. Migräne ist zum Beispiel eine der häufigsten Schlaganfallursachen bei jungen Erwachsenen", ergänzt Univ.-Doz. Dr. Udo Zifko, Leiter der Neurologischen Ambulanz des Rudolfinerhauses.

Die Botox-Therapie ist insbesondere bei häufiger Migräne (mehr als zwei bis vier Attacken pro Monat), oder bei Menschen mit seltenen dafür aber sehr schweren Migräneattacken, die zudem nur mangelhaft auf die vorhandenen Medikamente ansprechen, zu empfehlen. Sie ist generell sehr gut verträglich. Während der
Schwangerschaft und bei bestimmten neurologischen Erkrankungen kann Botox nicht eingesetzt werden.

Das Ärzte-Team des Rudolfinerhauses wird die bisherigen Ergebnisse im Oktober bei einer wissenschaftlichen medizinischen Tagung in Wien vorstellen.

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