- 24.04.2013, 16:51:47
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Neues Haus für das Forstamt der Stadt Wien in der Triester Straße
Aus einem denkmalgeschützten Gebäude wurde ein modernes Amtshaus, das auch tierischen Bewohnern Unterschlupf bietet.
Utl.: Aus einem denkmalgeschützten Gebäude wurde ein modernes
Amtshaus, das auch tierischen Bewohnern Unterschlupf bietet. =
Wien (OTS) - Die MA 49 - Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der
Stadt Wien hat ihr neues Haus in Wien-Favoriten bezogen. Das
ehemalige Schulgebäude in der Triester Straße am Fuße des
Wienerberges erreichte als Drehort für die Serie MA 2412 lokale
Berühmtheit. Neben dem Forstamt ist noch eine weitere Fachabteilung
der Stadt Wien, die MA 6 - Rechnungs- und Abgabenwesen, in das neue
Amtshaus eingezogen.
Bürgermeister Michael Häupl, Umweltstadträtin Ulli Sima,
Wohnbaustadtrat Michael Ludwig, Magistratsdirektor Erich Hechtner
sowie viele weitere illustre Gäste fanden sich am Mittwoch im neuen
Direktionsgebäude des Forstamtes (MA 49) zur Besichtigung ein und
gratulierten Forstdirektor Andreas Januskovecz zu den neuen
Büroräumlichkeiten.
"Ich gratuliere den Wiener Försterinnen und Förstern aufs
herzlichste zu ihrem neuen Amtshaus, das attraktiv und zeitgemäß
umgestaltet wurde. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des
Forstamtes leisten für den Erhalt und die Pflege unserer Wälder enorm
wichtige Arbeit, ich wünsche der Abteilung in ihrem neuen Haus auch
in Zukunft alles Gute für ihre Aufgaben", so Bürgermeister Michael
Häupl bei der Eröffnung.
"Mit dem neuen Direktionsgebäude in der Triester Straße hat das
Forstamt nun ein geschichtsträchtiges Gebäude bezogen, ganz in der
Nähe der Erholungsgebiete Wienerberg und Laaer Berg. Das Haus wurde
nach allen Anforderungen des Denkmalschutzes und des
Bedienstetenschutzes modernisiert. Sogar an die tierischen Bewohner
wurde gedacht, im Dach gibt es Nistmöglichkeiten für Fledermäuse und
Mauersegler", zeigt sich Umweltstadträtin Ulli Sima beeindruckt. "Ich
gratuliere dem Forstdirektor Januskovecz sehr herzlich und wünsche
allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Freude mit ihren neuen
Büroräumlichkeiten", so Sima weiter.
Die Planungen des unter Denkmalschutz stehenden Objektes erfolgten
gemeinsam mit der MA 34 - Bau und Gebäudemanagement und der MA 19 -
Architektur und Stadtgestaltung. Dabei lag die Herausforderung darin,
zeitgemäße Büroräumlichkeiten zu schaffen, den baulichen Brandschutz
zu verbessern und dabei das ursprüngliche Erscheinungsbild des
Bestandstrakts zu bewahren.
"Das ehemalige Schulgebäude wurde 1913 erbaut. Es freut mich daher
ganz besonders, dass es zu seinem 100-Jahr-Jubiläum wieder in
ursprünglichem Glanz erstrahlt. Seine umfassende Revitalisierung
wurde in bewährter Weise unter der Leitung der MA 34 in enger
Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt durchgeführt. Das Ergebnis - die
harmonische Verbindung von historischer Bausubstanz und modern und
bedarfsorientiert gestalteten Arbeitsräumlichkeiten - kann sich
wirklich sehen lassen. Die Kosten für die gelungene Revitalisierung
machen rund 6 Mio. Euro aus und werden zur Gänze von der MA 34
getragen", hielt Wohnbaustadtrat Michael Ludwig fest.
Unterschlupf für Mauersegler, Fledermäuse und Wildbienen
Auch für die tierischen Bewohner wurde baulich gesorgt: So wurden
im Dach 30 Nistmöglichkeiten für Mauersegler an der Dachkante und 10
Tagesquartiere für Fledermäuse im Zwischendach realisiert. Im
Außenbereich wurde ein Insektennützlingshotel aufgestellt, das aus
dem Holz des Weihnachtsbaumes vom Rathausplatz gefertigt wurde.
Nützlingshotels sind ein willkommener Unterschlupf für Wildbienen,
Ohrwürmer oder Marienkäfer, allesamt biologische Schädlingsbekämpfer
etwa gegen Blattläuse.
Zeitgemäße Büros in denkmalgeschütztem Gebäude
Im Jahr 2009 begab sich die MA 49 gemeinsam mit der MA 34 auf die
Suche nach einem neuen Gebäude. Der alte Standort in der
Volksgartenstraße im ersten Wiener Gemeindebezirk entsprach nicht
mehr den Anforderungen des Wiener Bedienstetenschutzgesetzes. Mit dem
ehemaligen Schulgebäude in der Triester Straße 114 wurde man fündig.
Im Oktober 2011 wurde mit dem Abriss des ehemaligen Turnsaales
begonnen. In den folgenden Monaten entstand ein neuer Zubau, in dem
jetzt ein Sozialraum sowie ein moderner großzügiger Mediensaal
untergebracht sind. Die Büros sind barrierefrei über einen
Personenaufzug zu erreichen. Die MitarbeiterInnen waren bei der
Planung der Räumlichkeiten voll eingebunden. Nach nur zwei
Umzugstagen konnte im neuen Direktionsgebäude Mitte März bereits
wieder der Vollbetrieb aufgenommen werden.
Das neue Amtshaus feiert seinen 100. Geburtstag.
Das Haus in der Triester Straße wurde vor genau 100 Jahren als
Volksschulgebäude der Stadt Wien errichtet. Die Schule wurde Anfang
der 1970er Jahre geschlossen. In den darauf folgenden Jahren stand
das Objekt leer, ab 1989 wurden dort Berufsvorbereitungsprojekte für
handwerklich- und technisch interessierte Mädchen angeboten. Bekannt
wurde das Gebäude durch die Dreharbeiten zur beliebten Fernsehserie
MA 2412 - wo die Außenaufnahmen entstanden.
Das leistet die MA 49 - Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb
der Stadt Wien
Die MA 49 verwaltet insgesamt rund 44.000 Hektar Fläche, das
entspricht in etwa der Größe der Bundeshauptstadt. Neben den Wald-
und Erholungsgebieten in Wien werden auch noch Wälder in den
Quellenschutzgebieten Rax und Schneeberg in Niederösterreich und
Hochschwab in der Steiermark betreut.
Der Erhalt der stadtnahen Erholungswälder und die Errichtung von
neuen Erholungsgebieten und Grünverbindungen in den
Stadterweiterungsgebieten von Wien sind wesentliche Aufgaben der MA
49 - Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien. Neben den
stadteigenen Teilen des Nationalparks Donau-Auen und des
Biosphärenparks Wienerwald betreut und pflegt das Forstamt auch viele
kleine ökologisch wertvolle Erholungsflächen im innerstädtischen
Bereich.
Die Stadt Wien besitzt auch landwirtschaftliche Anbauflächen in
Wien und Niederösterreich. Auf einer Fläche von rund 2.500 Hektar
gedeihen Getreide, Erdäpfel und vieles mehr. Der
Landwirtschaftsbetrieb der Stadt zählt zu den größten Bio-Betrieben
Österreichs und führt mit dem Weingut Cobenzl auch eines der
renommiertesten Weingüter in Wien, das jährlich rund 200.000 Flaschen
Rot- und Weißweine produziert.
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