ORF-GD Wrabetz zu BKS-Bescheid: "TV-Programmierung mit der Stoppuhr wurde eine Absage erteilt!"

BKS hebt KommAustria-Bescheid zur VÖP-Beschwerde zur Ausgewogenheit des ORF-TV-Programms weitgehend auf

Wien (OTS) - "Es ist erfreulich, dass der Bundeskommunikationssenat der ORF-Argumentation in zentralen Fragen gefolgt ist", so ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "So wurde etwa der ursprünglichen Annahme, Ausgewogenheit könne anhand von Quoten und mathematischen Formeln mit der Stoppuhr berechnet werden, eine Absage erteilt. Bei der Beurteilung der Ausgewogenheit sind nicht einzelne Programme, sondern das Gesamtprogramm zu betrachten, also auch die ORF-Spartenkanäle. Der BKS anerkennt, dass vom ORF Kultur für alle erwartet werden darf und verwirft damit den von der KommAustria verwendeten engen Kulturbegriff. Zudem wurde festgestellt, dass Inkonsistenzen in dem von der KommAustria zugrunde gelegten Gutachten von Dr. Jens Woelke bestehen. Wir sind nach wie vor der Meinung, dass es entscheidend auch auf die Publikumsinteressen und -bedürfnisse ankommt, die von KommAustria und BKS nach wie vor nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Der ORF wird diesbezüglich die Höchstgerichte anrufen!"

Für das Jahr 2010 wurde vom BKS keinerlei Gesetzesverletzung festgestellt. Bei der Berechnung der Anteile in Jänner bis August 2011 wird weiterhin eine Gesetzesverletzung angenommen, allerdings noch ohne Anrechnung des im Oktober 2011 gestarteten Kultur- und Informationskanals ORF III.

"Damit ist ein weiterer Versuch der kommerziellen Mitbewerber gescheitert, gegen den ORF mit juristischen Mitteln zu punkten, was sie im Programm angesichts der hohen Qualität und Publikumsakzeptanz der ORF-Angebote nicht schaffen", so Wrabetz.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GOK0003