• 23.04.2013, 16:12:57
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Helene Maimann ist Trägerin des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst

Kulturministerin Claudia Schmied zeichnete die Historikerin, Autorin und Filmemacherin aus.

Utl.: Kulturministerin Claudia Schmied zeichnete die Historikerin,
Autorin und Filmemacherin aus. =

Wien (OTS/BMUKK) - Helene Maimann empfing heute das Österreichische
Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst aus den Händen von
Kulturministerin Claudia Schmied. Als eine Frau, die "den Schicksalen
jener Menschen, die Wesentliches im Kampf gegen den
Nationalsozialismus geleistet haben, eine Stimme" gibt, begrüßte
Ministerin Schmied den Ehrengast.

Mit ihren Büchern, Filmen, Ausstellungen und wissenschaftlichen
Publikationen hat sich Helene Maimann auf verschiedenen Ebenen
österreichischer Zeitgeschichte genähert. "Helene Maimann zeigt als
Historikerin stets das ganze Bild und nicht nur jenes, an das wir uns
erinnern wollen", betonte Ministerin Schmied.

Die Laudatio hielt Historiker und Universitätsprofessor Gerhard Botz.
Er lobte das vielfältige Werk Maimanns, aber auch ihren Mut,
innerhalb der Geschichtswissenschaft neue Wege zu beschreiten:
"Helene Maimanns Geschichtsverständnis beinhaltet eine Sicht, die
Vertreibung nicht nur als Verlust, sondern auch als persönliche
Chance, als eine Lebensform und für die Aufnahmeländer als
intellektuellen gewinn begreift."

"Sehr bewegt" dankte die Geehrte ihren ehemaligen und gegenwärtigen
WegbegleiterInnen. "Ich hatte das Glück, immer wieder etwas Neues
machen zu können", so Maimann. "Das Gefühl, dass mich das Leben nach
vorne zieht, in neue Terrains, hat mich nie verlassen." Zuletzt gab
Helene Maimann, gründliche Kennerin österreichischer Zeitgeschichte,
ein persönliches Bekenntnis ab. "Es war ein großes Glück, in dieser
zweiten Republik geboren zu werden und das Leben in Frieden und
Freiheit zu verbringen."

Zur Person:
Helene Maimann wurde am 22. Juni 1947 in Wien geboren. Nach dem
Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie begann Maimann
ihre akademische Laufbahn als Universitätsassistentin an der
Universität Wien. Zwischen 1975 und 1990 leitete sie das Projekt-Team
für Geschichte der Arbeiterbewegung, Arbeitswissenschaften und
Arbeiterkultur der Ludwig Boltzmann-Gesellschaft. Seit 2008 ist
Helene Maimann an der Universität für Musik und Darstellende Kunst.
Seit 1980 leitete sie Ausstellungenzur Zeitgeschichte Österreichs. Ab
1994 war Helene Maimann auch als Dokumentarfilmerin aktiv. Bis heute
hat sie 16 Filme produziert. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie
durch zahlreiche Interviews bekannt, die Helene Maimann für den ORF
mit Zeitzeugen des 20. Jahrhunderts führte.

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