- 22.04.2013, 14:27:49
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Tiroler Tourismus liegt auf Rekordkurs

Innsbruck (TP/OTS) - Nach der aktuellen Auszählung der
März-Ergebnisse mit Zuwächsen sowohl bei den Nächtigungen (+17,7%)
als auch bei den Ankünften (+14,0%) wird deutlich: Die bisherige
Wintersaison ist die beste, die im historischen Vergleich verzeichnet
werden konnte. Im Zeitraum von November 2012 bis März 2013 wurden mit
rund 24,6 Millionen Nächtigungen (+5,4%) und knapp 5 Millionen
Ankünften (+4%) Steigerungen im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Auch
die Einschätzung für die kommende Sommersaison ist positiv. Laut
einer aktuellen Umfrage vom April 2013 zeigen sich gut 70% der
Tiroler Beherbergungsbetriebe mit der derzeitigen Buchungslage für
die kommende Sommersaison zufrieden bzw. sehr zufrieden - deutlich
mehr als im Vorjahr.
Der heurige März ist mit einem merklichen Plus zu Ende gegangen:
Mit rund 6 Mio. Nächtigungen (+17,7%) und 1,2 Mio. Ankünften (+14,0%)
konnten im Vergleich zum Vorjahr kräftige Zuwächse verzeichnet
werden. Allerdings ist bei diesem Vergleich anzumerken, dass die
Osterfeiertage in diesem Jahr Ende März lagen und vergangenes Jahr in
den April fielen, es dadurch zu einer Verschiebung des
Gästeaufkommens kam.
Wintersaison 2012/2013 liegt auf Platz eins
In Summe bilanziert die bisherige Wintersaison ebenfalls positiv:
Mit rund 24,6 Mio. Nächtigungen (+5,4%) und knapp 5 Mio. Ankünften
(+4%) wurden deutliche Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet.
Der Zeitraum von November 2012 bis März 2013, der mehr als 90% an
Übernachtungen der Wintersaison umfasst, liegt im historischen
Vergleich sowohl bei den Nächtigungen als auch bei den Ankünften an
erster Stelle. Auch wenn aufgrund der Verschiebung der Osterfeiertage
mit einem starken Minus im April zu rechnen ist, kann davon
ausgegangen werden, dass der Rekordwinter aus der Vorsaison sowohl
bei der Gästezahl als auch bei den Nächtigungen übertroffen wird.
Die Aufenthaltsdauer der Winterurlauber in Tirol liegt wie schon
im Vorjahr im Schnitt bei 4,9 Tagen, vor zehn Jahren hatte sie noch
5,4 Tage betragen.
Quellmarkt Deutschland wächst überdurchschnittlich
Erfreuliche Entwicklungen sind in vielen wichtigen Quellmärkten
des Tiroler Tourismus zu registrieren. Der zentrale Herkunftsmarkt
Deutschland weist mit 12,6 Mio. Nächtigungen (+10,4%) und 2,6 Mio.
Ankünften (+7,2%) einen sehr positiven Verlauf auf. Oskar
Hinteregger, Region Manager der Österreich Werbung in Deutschland,
führt dies neben Gründen wie der positiven wirtschaftlichen Situation
bei unseren Nachbarn und der günstigen Ferienregelung in dieser
Wintersaison auch auf die gute Marktbearbeitung zurück: "Tirol
leistet hier auf allen Ebenen - von den Betrieben, Bergbahnen und
Skischulen, über die Regionen bis zur Tirol Werbung - sehr
professionelle Arbeit."
Steigerungen gibt es in diesem Winter auch bei den Gästen aus der
Schweiz (ÜN +5%; AK +5,3%), Großbritannien (ÜN +7,1%; AK +8,2%),
Belgien (ÜN +1,5%; AK +2,6%), Russland (ÜN +7,1%; AK +6,7%) und
Dänemark (ÜN +1,8%; AK +1,1%). Rückgänge wurden aus den Niederlanden
(ÜN -3,5%; AK -2,8%), Österreich (ÜN -1%; AK -1,3%), Polen (ÜN -3,3%,
AK -4,2%) und Tschechien (ÜN -4,6%, AK -5,1%) registriert.
Bei den Betrieben verzeichneten die privaten Ferienwohnungen (ÜN
+10,1%) sowie die gewerblichen Ferienwohnungen (ÜN +8,0%) die
höchsten Nächtigungszuwächse. Positive Entwicklungen wurden auch aus
der Hotellerie gemeldet (5/4-Stern: ÜN +4,3%; 3-Stern: ÜN +3,5%;
2/1-Stern: ÜN +4,1%). Leichte Steigerungen gab es auch bei den
Nächtigungen in den Privatquartieren (ÜN +1,3%).
Tourismus als Fels in der Brandung
"Mit diesem erfreulichen Ergebnis bestätigt der Tiroler Tourismus
seine zentrale Rolle als Fels in der Brandung, als Stabilitätsfaktor
für Tirol", erklärt Tirols Landeshauptmann und Tourismusreferent
Günther Platter, der sich gleichzeitig ausdrücklich bei allen im
Tourismus Tätigen für ihren Einsatz bedankt. Tirol konnte seine
führende Rolle als Urlaubsland Nummer 1 der Alpen weiter ausbauen.
Viele Impulse wie das Zusammenrücken der Tirol Werbung mit den
Tourismusverbänden, das verstärkte Engagement, die Jugend auf die
Skipiste zu bringen sowie konsequente Investitionen in die
touristische Aus- und Weiterbildung wären richtungsweisend. "Diesen
erfolgreichen Tiroler Weg werden wir auch im Sinne der nachhaltigen
Etablierung eines wertschöpfungsintensiven Ganzjahrestourismus weiter
forcieren. Der Tiroler Tourismus bleibt daher selbstverständlich
Chefsache", betont Platter.
Und auch für Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung,
bildet die Angebotsqualität der Tiroler Wintersportzentren gepaart
mit dem Engagement der Touristiker sowie der internationalen
Strahlkraft der Marke Tirol und seiner Topdestinationen die Basis des
Erfolgs. Große Herausforderungen sieht Margreiter künftig durch das
immer kurzfristigere Buchungsverhalten und die hohe Vielfalt an
Präferenzen und Erwartungen bei den Gästen. "Der weiter steigenden
Individualisierung, Kurzfristigkeit und Wetterfühligkeit im
Reiseverhalten muss insbesondere mit professionellem Online-Vertrieb,
aber auch bei der Gestaltung von maßgeschneiderten und flexiblen
Urlaubspaketen begegnet werden. Viele Geschäftspotenziale für unseren
Bergwinter und erst recht für den Bergsommer sind noch lange nicht
ausgeschöpft. Jedoch sind wir angesichts stagnierender
Skisportlerzahlen in klassischen Kernmärkten längst auf einen
Verdrängungswettbewerb eingestellt und wie man am Beispiel Polen
sieht, wachsen auch in den neuen, aufstrebenden Märkten die Bäume
nicht in den Himmel", so Margreiter.
Jobmotor Tourismus
"Mit 45.538 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Hotel- und
Gastgewerbe im Februar 2013 wurde der Höchststand aus dem Vorjahr um
1.841 Personen bzw. 4,2% übertroffen. Das zeigt einmal mehr wie
positiv ein florierender Tourismus die Beschäftigungsstatistik
beeinflusst", betont Tirols Wirtschaftskammer-Spartenobmann Harald
Ultsch.
Auch die Imageaktion für Tourismusberufe ,Glücksbringer' zeige
Erfolge. Gerade bei der Zielgruppe der 15- bis 17-Jährigen sehe man
eine positive Entwicklung. Im Jahr 2009 konnten sich lediglich 42%
dieser Altersgruppe vorstellen, eine Ausbildung im Tourismus zu
machen. Inzwischen sind es laut einer aktuellen Umfrage schon 62%.
Erfreulich sei auch, dass die Anzahl der Lehranfänger im Tiroler
Tourismus stabil geblieben sei.
"Das zum ersten Mal in Tirol durchgeführte Winterpraktikum ist
sowohl bei Unternehmen als auch bei den 133 Schülerinnen und Schülern
äußerst positiv angekommen. Eine Weiterempfehlungsrate der Betriebe
durch die Praktikanten von 90% unterstreicht unbestreitbar den Erfolg
dieser neuen Form des Praktikums", resümiert Ultsch.
Positive Einschätzung zur kommenden Tiroler Sommersaison
Laut dem von der Tirol Werbung erhobenen Saisonalen
Stimmungsbarometer vom April 2013 zeigen sich gut 70% der Tiroler
Beherbergungsbetriebe derzeit mit der Buchungslage für die kommende
Sommersaison zufrieden bzw. sehr zufrieden. Das Ergebnis ist damit
deutlich besser als im Vorjahr zu Beginn der Sommersaison (62%
"zufrieden" bzw. "sehr zufrieden" im April 2012).
Betreffend der Buchungslage für die kommende Sommersaison halten 56%
der befragten Betriebe derzeit bei einem ähnlichen Buchungsstand wie
im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt, 16% konnten bisher sogar mehr
Buchungen generieren. Nur 17% der Betriebe bezeichnen die derzeitige
Buchungslage als schlechter gegenüber 2012, was auch auf den
allgemeinen Spätbuchertrend zurückzuführen sein dürfte.
Die Stimmung ist derzeit in der gehobenen Hotellerie mit Abstand
am besten. Hier meldet ein Viertel der Betriebe eine bessere
Buchungslage als im Vorjahr. Eine unterdurchschnittliche Entwicklung
zeigen derzeit hingegen die 2/1-Stern Betriebe und die Privatzimmer.
Als erfreulich kann die positive Gästeresonanz aus den abgefragten
Hauptherkunftsmärkten (Österreich, Deutschland, Niederlande und
Schweiz) bezeichnet werden, wobei die Buchungslage am Hauptmarkt
Deutschland am besten ist. Aus Tirols wichtigstem Quellmarkt konnte
bisher ein Viertel der befragten Betriebe mehr Buchungen generieren
als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr.
Stabile Umsatzentwicklung, steigende Online-Buchungen
"Hinsichtlich der Umsatzerwartung für die kommende Sommersaison
geht die Hälfte der Unterkunftsbetriebe davon aus, das Ergebnis aus
dem Vorjahr halten zu können. 17% erwarten Einbußen bei den Umsätzen,
während andererseits ein Viertel der Meinung ist, die Sommersaison
2013 mit einem Umsatzplus abschließen zu können", hält
WK-Spartenobmann Ultsch fest. 30% planen eine Erhöhung der Preise,
knapp zwei Drittel der befragten Betriebe wollen die Preise in der
kommenden Saison auf dem Vorjahresniveau belassen, und nur 2% wollen
diese senken. Ultsch appelliert in diesem Zusammenhang einmal mehr,
die laufenden Kostenerhöhungen zu berücksichtigen und betont
gleichzeitig die Notwendigkeit einer ehrlichen Preiskalkulation:
"Intelligente Pauschalen, die alle Zusatzleistungen im Arrangement
anführen, bieten insbesondere Familien die Möglichkeit, die
Urlaubsausgaben besser zu kalkulieren."
Auch die Bedeutung der Online-Buchbarkeit steigt weiter: Laut
Auskunft der Betriebe werden mittlerweile knapp drei Viertel aller
Buchungen über das Internet generiert. Rund die Hälfte der Buchungen
geht per E-Mail ein, ein weiteres Viertel sind Online-Buchungen.
Klare Positionierung für den Tiroler Bergsommer
"Qualität und Professionalität werden auch weiterhin die
entscheidenden Erfolgsfaktoren in wirtschaftlich schwierigen Zeiten
darstellen", fasst Margreiter die aktuellen Entwicklungen zusammen.
"Tirol kann hier mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis,
den hervorragenden Sportmöglichkeiten, der ausgezeichneten
Angebotsvielfalt und -qualität sowie der modernen Infrastruktur
punkten." Die klare zielgruppenspezifische Ausrichtung des Tiroler
Bergsommers will die Tirol Werbung zusammen mit den Tiroler Regionen
entlang der vier Säulen "Sport & Aktiv", "Natur & Gesundheit",
"Familienerlebnis" und "Kultur & Kulinarik" weiter erfolgreich
vorantreiben.
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