• 22.04.2013, 11:09:16
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Sozialer Wohnbau: Wien ist internationales Vorbild und besticht durch hohe Innovation

StR Ludwig informierte in New York über Wiener Erfolgsmodell und eröffnete im Österreichischem Kulturforum die Ausstellung "The Vienna Model - Housing in the 21st Century City"

Utl.: StR Ludwig informierte in New York über Wiener Erfolgsmodell
und eröffnete im Österreichischem Kulturforum die Ausstellung
"The Vienna Model - Housing in the 21st Century City" =

Wien (OTS) - Auf besonders starkes Interesse stößt derzeit die
Präsentation des Wiener Wohnbaus und der Wiener Wohnbaupolitik in der
US-Metropole New York. Im Rahmen eines mehrtägigen Besuches, bei dem
der Wiener Wohnbaustadtrat Michael Ludwig in zahlreichen
Fachgesprächen mit VertreterInnen der New Yorker Regierung sowie mit
StadtplanerInnen, ArchitektInnen und Bauträgern über das Wiener
Modell des geförderten Wohnbaus und die aktuellen Wohnbauprogramme
informierte, wurde von ihm am vergangenen Dienstag gemeinsam mit
Andreas Stadler, dem Direktor des Österreichischen Kulturforums, die
neue Ausstellung "The Vienna Model - Housing in the 21st Century
City" im "Big Apple" eröffnet.

Anhand ausgewählter Projekte, die mit Schautafeln und
multimedialen Elementen präsentiert werden, wird den BesucherInnen
ein umfangreicher Einblick in den Wiener Wohnbau und insbesondere den
sozialen und geförderten Bereich geboten. Der zentrale Schwerpunkt
der Schau, die den Bogen von den auch in den USA bekannten
Gemeindebauten des "Roten Wien" bis ins Heute spannt, liegt auf
aktuellen Projekten, die zeitgemäße Antworten auf die sich wandelnden
gesellschaftlichen und individuellen Bedürfnisse geben. Die
Ausstellung, die von den Kuratoren Wolfgang Förster (Leiter der
Wiener Wohnbauforschung) und William Menking (Architekturkritiker und
Herausgeber der größten US-Architekturzeitschrift "The Architect's
Newspaper") gemeinsam mit Andreas Stadler (Direktor des Austrian
Cultural Forum New York) entwickelt wurde, ist täglich und bei freiem
Eintritt bis inkl. 2. September 2013 im Austrian Cultural Forum
(Österreichisches Kulturforum) zu sehen.
"Die Wiener Wohnbaupolitik nimmt seit Jahrzehnten eine
internationale Vorrangstellung ein und wird - gerade auch aufgrund
der aktuellen weltweiten Entwicklungen in Zeiten von Finanz- und
Wirtschaftskrisen - zunehmend zum Vorbild zahlreicher Städte und
Metropolen", zeigte sich Wohnbaustadtrat Michael Ludwig vom enormen
Interesse in der US-Metropole erfreut. "Rund 60 Prozent der
Wienerinnen und Wiener wohnen heute im geförderten Wohnbau", betonte
Ludwig. Dies trage nicht nur maßgeblich zur ausgesprochen hohen Wohn-
und Lebensqualität in der österreichischen Bundeshauptstadt bei,
sondern es sei auch ein wesentlicher Grund dafür, dass in Wien trotz
der international stark preissteigernden Entwicklungen ein
vergleichsweise günstiges Mietzinsniveau am gesamten Wohnungsmarkt
herrsche. "Gleichzeitig investieren wir kontinuierlich und gezielt in
den geförderten Wohnbau und schaffen so erschwingliche Angebote für
alle Wienerinnen und Wiener", so der Wiener Wohnbaustadtrat.
Gemeinsam mit seinen New Yorker AmtskollegInnen Kaye Matheny,
Deputy Commissioner for Housing, und David Burney, Commissioner of
the Department of Design and Construction, ist sich der Wiener
Wohnbaustadtrat auch einig, dass "gerade die Auswirkungen der
weltweiten Finanzkrise und die Folgen internationaler
Immobilienspekulationen die enorme Bedeutung des sozialen Wohnbaus
aufzeigen. Mit dem erfolgreichen Wiener Weg beweisen wir auch, dass
die Verbindung innovativer Architektur und sozialer Wohnbaupolitik
nicht nur kein Widerspruch ist, sondern im Gegenteil ein ganz
wichtiges Fundament für eine ausgewogene Stadtentwicklung und ein
funktionierendes Miteinander bildet."

Im Gespräch der Stadtverantwortlichen wurden auch Unterschiede und
Gemeinsamkeiten von New York und Wien thematisiert. Was die Städte
verbindet, ist die Tatsache, dass beide Metropolen im Wachstum
begriffen sind. Außerdem steigt die Anzahl der Single-Haushalte und
sowohl in New York als auch in Wien gibt es einen zunehmenden Trend
zu kleineren Wohnungen. Während man in New York auf
"Micro-Apartments" - Wohneinheiten mit max. 35 Quadratmetern - setzt
und auch an der Entwicklung der ersten Projekte arbeitet, hat Wien
bereits vor mehr als einem Jahr das neue SMART-Wohnbauprogramm
gestartet. "Mit den neuen SMART-Wohnungen schaffen wir ein
zusätzliches, zeitgemäßes Angebot, das eine wichtige Ergänzung im
sozialen Wohnbau darstellt", so Wohnbaustadtrat Ludwig. "Durch eine
optimale Flächennutzung durch kompakte und durchdachte Grundrisse
können wir besonders kostengünstigen Wohnraum anbieten", erläuterte
Ludwig die Vorzüge dieses Modells. Anders als in New York werden die
SMART-Wohnungen nicht in eigenständigen Wohnbauten errichtet, sondern
in geförderte Projekte integriert. SMART-Wohnungen gibt es zudem auch
als Zwei-, Drei-, Vier- und Fünf-Zimmer-Angebote.

Klares Bekenntnis zum sozialen Wohnbau und konsequente
Wohnbaupolitik

"Wien bietet ein von Vielfalt geprägtes, bedarfsgerechtes und vor
allem leistbares Angebot an Wohnungen. Das ist das Ergebnis unseres
jahrzehntelangen klaren Bekenntnisses zu einer sozialen
Wohnbaupolitik mit dem konsequenten Einsatz von
jährlich hunderten Millionen Euro, die wir über die Wohnbauförderung
in die Errichtung geförderter Wohnungen und die Sanierung von
Altbauten investieren", erklärte Stadtrat Michael Ludwig im Rahmen
der Ausstellungseröffnung.

Metheny und Burney, die auch an den wöchentlichen Galerieführungen
teilnehmen und daran anschließend mit dem Publikum über den Wohnbau
in Wien und New York diskutieren wollen, unterstrichen ihrerseits die
große internationale Vorbildwirkung der Wiener Wohnbaupolitik. "Seit
den 1930er-Jahren ist Wien für seinen außergewöhnlichen Wohnbau
bekannt", erklärte David Burney. "Jeder Architekt hier kennt den
Karl-Marx-Hof." Und so verwundert es auch nicht, dass sich mit den
Amalgamated Dwellings in Lower Manhattan - eines der ältesten
Sozialwohnbauprojekte in New York, das in den 1930er-Jahren mit
Geldern der Gewerkschaft der Textilarbeiter errichtet wurde - ein
Wohnbau findet, der von der Architektur und Gestaltung sehr stark an
die Wiener Gemeindebauten der ersten Republik erinnert. Die
Architekten sollen hier, beeindruckt vom Wiener Karl-Marx-Hof, ganz
bewusst Anleihe an den großen Wohnbauten des "Roten Wien" genommen
haben. Sie errichteten ein Projekt, das seinen BewohnerInnen
erschwinglichen Wohnraum mit viel Licht, Luft und Sonne bietet. Unter
FachexpertInnen werden die Amalgamated Dwellings, die wie ihre
"Vorbilder" aus Wien über Gemeinschaftseinrichtungen und einen grünen
Hof verfügen, auch Karl-Marx-Hof von New York genannt.

Andreas Stadler, Direktor des Österreichischem Kulturforums und
Gastgeber für die Ausstellung "The Vienna Model - Housing in the 21st
Century City", erklärte: "Gerade in einer Stadt wie New York, in der
es einen für die USA starken sozialen Wohnbau gibt, stößt diese
Ausstellung an der Schnittstelle zwischen hochwertiger Architektur,
sozial engagierter Stadtplanung und Kunst im öffentlichen Raum auf
enormes Interesse. Aber auch außerhalb von New York sind
Architektinnen und Architekten und Stadtplanerinnen und Stadtplaner
davon begeistert, dass gutes Wohnen auch für untere und mittlere
Einkommensschichten möglich gemacht wird."

Zwt.: Mit "The Vienna Model - Housing in the 21st Century City" auf
US-Tournee

"The Vienna Model - Housing in the 21st Century City" ist noch
mehr als vier Monate, bis inkl. 2. September 2013, nahe der 5th
Avanue im Austrian Cultural Forum New York, 11 East 52nd Street, zu
besichtigen. Später wird sie in einer Reihe weiterer
US-amerikanischer Städte zu sehen sein. Unter anderem sind
Präsentationen in Baltimore, Washington, Los Angeles, San Francisco
und Chicago geplant. Ab 2015 soll die Ausstellung schließlich - in
einer deutschen Fassung - auch in Wien zu sehen sein.
Mit "The Vienna Model - Housing in the 21st Century City" wurde
eine komplett neue Ausstellung entwickelt. Bereits zuvor sorgte die
Schau "Wiener Wohnbau. Innovativ. Sozial. Ökologisch", die vom
Architekturzentrum Wien kuratiert und durch das Wohnbauressort der
Stadt Wien beauftragt wurde, für enormes internationales Interesse.
"Wiener Wohnbau. Innovativ. Sozial. Ökologisch" wurde 2009 auf der
Architektur-Biennale in Venedig erstmals präsentiert. Seither war die
Ausstellung u.a. in München, Berlin, Belgrad, Ankara, Brüssel sowie
auch auf der Architektur-Biennale in der chinesischen Metropole
Shenzen zu sehen.
Die Fakten zur Ausstellung "The Vienna Model - Housing in the
21st Century City"

Die Grundidee der von den Kuratoren Wolfgang Förster und William
Menking gemeinsam mit Andreas Stadler entwickelten Ausstellung ist
es, in die in den USA derzeit sehr intensiv geführte Diskussion um
den Wohnbau das Wiener Modell als Alternative einzubringen. Im
Mittelpunkt der Ausstellung "The Vienna Model - Housing in the 21st
Century City" stehen geförderte Wiener Wohnbauten, die in den letzten
zehn Jahren errichtet wurden bzw. derzeit realisiert werden. Den
BesucherInnen wird aber auch die historische Entwicklung beginnend
bei den Bauten des Roten Wien und der Nachkriegszeit anschaulich
vermittelt.
Die Ausstellung umfasst rund 80 Panels und ein filmisches Essay
zur Geschichte des Wiener Wohnbaus ("How to live in Vienna" von
Angelika Fitz und Michael Rieper - Interviews mit WohnbauexpertInnen
und mit BewohnerInnen in Wohnanlagen aus acht Jahrzehnten).

Thematisch ist die Präsentation in folgende zehn Schwerpunkte
gegliedert: Historischer Überblick, sozialer Mix, Planung neuer
Stadtteile, Diversität und Integration, Mitbestimmung, Umwelt- und
Klimaschutz, Nutzung und Gestaltung von Freiräumen, Verdichtung
bestehender Stadtteile, Siedlungsbau am Stadtrand sowie Kunst im
Wohnbau.

Die zehn Schwerpunkte wurden im Vorfeld auf Basis der Ergebnisse
von Round-Table-Gesprächen, die die Kuratoren im Sommer 2012 mit
WohnbauexpertInnen, PolitikerInnen, ArchitektInnen und KünstlerInnen
in New York, Los Angeles und San Francisco geführt hatten, erstellt.
Diese Gespräche werden nun an den jeweiligen Ausstellungsorten und in
Kooperation mit lokalen Institutionen fortgeführt. Das Gesamtergebnis
wird schließlich 2014/2015 in Form einer umfangreichen Publikation
vorliegen. (Schluss) csi

Weitere Informationen zur Ausstellung sowie Bildmaterial von den
Ausstellungsobjekten finden sich unter:
http://www.acfny.org/press-room/press-images-texts/the-vienna-model/

Weitere Pressebilder werden auf Anfrage gerne zur Verfügung
gestellt.

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