• 22.04.2013, 09:00:02
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2013 ist das europäische "Jahr der Luft"

Rechtzeitig zu Beginn der Bausaison warnen Experten vor gesundheitlichen Schäden durch schlechte Raumluft

Brigitte John-Reiter

Utl.: Rechtzeitig zu Beginn der Bausaison warnen Experten vor
gesundheitlichen Schäden durch schlechte Raumluft =

Wien (OTS) - Die Europäische Kommission hat 2013 zum "Jahr der Luft"
erklärt. Denn schlechte Luft kann der Verursacher von schweren
Krankheiten sein. Ziel dieser europäischen Initiative ist, die
Bedeutung von sauberer Luft hervorzuheben und Aktionen zur
Verbesserung der Luftqualität in der EU zu forcieren. Was bei den
Aktivitäten zur Luftreinhaltung gerne ausgeblendet wird, ist die
Tatsache, dass die Luft in Innenräumen oft stärker schadstoffbelastet
ist, als die uns umgebende Außenluft. "Es geht generell um mehr
Achtsamkeit im Umgang mit unserer Umgebungsluft, doch in Innenräumen
können wir mehr tun", so Mag. Thomas Schlatte, Sprecher der Plattform
MeineRaumluft.

Europäisches Jahr der Luft

Luftverschmutzung ist der Hauptverursacher für Lungenkrankheiten
wie zum Beispiel Asthma. Laut Schätzungen sterben in Europa jährlich
eine halbe Million Menschen frühzeitig an den Folgen von
verschmutzter Luft. Grund genug für die Europäische Kommission, mit
dem "Jahr der Luft" eine Initiative ins Leben zu rufen, die unserem
wichtigsten Lebens-Mittel einen entsprechenden Stellenwert in der
öffentlichen Wahrnehmung einräumt.

Liegt der Fokus dieser Initiative auf der Außenluft, sollte jedoch
nicht vergessen werden, dass wir uns zu 90 % in Innenräumen
aufhalten. Diese ist - qualitativ betrachtet - häufig als schlechter
einzustufen als Außenluft. Natürlich beeinflusst die Qualität der
Außenluft wesentlich unsere Raumluft. In Österreich sind wir jedoch
in der glücklichen Lage, generell über eine sehr hohe Güte der
Außenluft zu verfügen. Selbst wenn Feinstaub oder bodennahes Ozon
immer wieder zu Problemen führen. Doch oft gelangen Schadstoffe in
der Innenraumluft nicht über die Außenluft in die Räume, sondern sind
hausgemacht! Im Gegensatz zur Außenluft können wir daher die Luft im
Wohn- und Arbeitsraum, wesentlich beeinflussen. Doch dazu muss man
wissen wie.

Frühlingszeit ist "Häuslbauer-Zeit"

Mit der warmen Jahreszeit fällt auch heuer wieder der Startschuss
für die Bau- und Sanierungs-Saison. Gesunde Raumluft beginnt dabei
schon bei der Planung eines Neu- oder Umbaus. Die Aspekte
Energieeffizienz, gesundes Bauen und Verarbeitung stehen beim Hausbau
und der Wohnungssanierung meist ganz oben. Für ein gesundes
Lebensumfeld spielt aber die Qualität der Innenraumluft eine
ausschlaggebende Rolle.

"Die Schadstoffbelastung in Innenräumen - etwa durch Allergene,
Feinstaub oder Formaldehyd - stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko
dar. Neben Befindlichkeits-Störungen wie Kopfschmerzen und Müdigkeit
können diese auch die Ursache ernsthafter Erkrankungen sein, z.B.
Schädigungen der Atemwege, Herz- Kreislaufprobleme oder
Krebserkrankungen. Umso wichtiger ist es, beim Hausbau auf die Wahl
gesunder Baustoffe zu achten" so Mag. Brigitte John-Reiter
Geschäftsführerin Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin und
Projektleiterin des neu gegründeten "Kompetenz|Zentrum Gesundes
Bauen".

Anorganische Baustoffe wie Ziegel belasten die Raumluftqualität in
der Regel nicht. Da es sich um mineralisches Material handelt,
verursachen diese Naturbaustoffe keine relevante Schadstoffbelastung.
Vielmehr haben sie durch ihre Fähigkeit, Schadstoffe und Wasserdampf
aufzunehmen, eine positive Wirkung auf die Innenraumluftqualität.

Trend zur "luftdichten" Bauweise

Eine suboptimale Raumluft ist in vielen Fällen auf die vorhandene
Bausubstanz und auch auf die Einrichtung der Wohnungen
zurückzuführen, die Schadstoffe an ihre unmittelbare Umgebung
abgeben. Aufgrund der modernen, luftdichten Bauweise und falscher
Baustoff- und Einrichtungswahl steigt so die Schadstoffkonzentration
schnell auf ein gesundheitsgefährliches Niveau: "Moderne Gebäude
haben eine wesentlich dichtere Gebäudehülle als früher. Der Austausch
mit der Außenluft ist dadurch um ein 10faches geringer als noch vor
20 Jahren. Dies führt zu einer enormen Anreicherung von Schadstoffen
in Innenräumen. Die energiesparend errichteten und sanierten Gebäude
leisten zwar einen wichtigen Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz,
entpuppen sich aber bei fehlender oder falscher Lüftung als
gesundheitsschädigende Schadstoffkäfige für den Einzelnen", so
Alexander Lehmden, Internationales Produktmanagement Wienerberger AG,
einem Plattformpartner.

Einfluss der Bausubstanz zeigt sich auch bei den
MeineRaumluft-Schulmessungen

Auch auf das Innenraumklima wirken sich anorganische Baustoffe
positiv aus. Die Diffusionsoffenheit dieser Baustoffe besitzen
beispielsweise eine feuchtigkeitsregulierende Wirkung: Ist es feucht,
entziehen sie der Umgebung Feuchtigkeit. Bei Trockenheit geben sie
die Feuchtigkeit an die Umgebung ab. Dies zeigte sich bei Messungen,
die die Plattform MeineRaumluft 2012 in über 1.000 Schulklassen
durchführte. So waren hier die Werte der Luftfeuchtigkeit bei
Ziegelbauten signifikant besser als bei anderen Baustoffen.

"Nutzen wir das europäische Jahr der Luft, um unserer
Umgebungsluft mehr Aufmerksamkeit zu schenken - und zwar sowohl der
Außen- wie auch der Innenraumluft", so Schlatte zu der europäischen
Initiative.

Über die Plattform

Die Plattform "MeineRaumluft.at" wird von Wissenschaft,
Institutionen mit Bezug zum Thema Raumluft, Forschungseinrichtungen
und Unternehmen getragen. MeineRaumluft.at ist eine unabhängige
Plattform die sich zum Ziel gesetzt hat, die Öffentlichkeit in allen
Fragen rund um das Thema "Gesunde Raumluft" zu sensibilisieren und
damit zu einer spürbaren Verbesserung der Raumluft in Innenräumen
beizutragen. Die Plattform bietet umfassende Informationen zu den
vielfältigen Zusammenhängen zwischen Gesundheit, Wohlgefühl und
Leistungsfähigkeit mit der Qualität der Luft im geschlossenen Raum
und bietet auch die Möglichkeit zum Austausch mit Experten aus
Wissenschaft, Baukunde, dem medizinischen Bereich und dem
Gesundheitssektor.

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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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