• 22.04.2013, 08:53:29
  • /
  • OTS0017 OTW0017

ORF zeigt preisgekröntes "Universum" über "Radioaktive Wölfe"

Am 23. April um 20.15 Uhr in ORF 2

Utl.: Am 23. April um 20.15 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - Die Katastrophe nach dem Erdbeben und der Flutwelle im
japanischen Atomreaktor Fukushima weckte 2011 Erinnerungen an das
Reaktorunglück in Tschernobyl. Mehr als ein Vierteljahrhundert nach
dem Super-GAU regieren Wölfe das radioaktiv verseuchte Niemandsland,
die Sperrzone um Tschernobyl im Dreiländereck zwischen der Ukraine,
Russland und Weißrussland. Klaus Feichtenbergers
"Universum"-Dokumentation "Radioaktive Wölfe" - 2011 mit dem
"Naturfilm-Oscar" beim renommierten "Jackson Hole Wildlife Film
Festival" ausgezeichnet - bietet dem TV-Publikum am Dienstag, dem 23.
April 2013, um 20.15 Uhr in ORF 2 ein umfassendes Bild der
Tschernobyl-Zone, die ein Vierteljahrhundert lang Sperrgebiet war.

Nach der Reaktorkatastrophe am 26. April 1986 wurden etwa 150
Ortschaften mit mehr als 150.000 Bewohner/innen evakuiert.
Unbehindert durch den Menschen haben sich seither in der Zone
zahlreiche Wildtierarten angesiedelt. An der Spitze des Ökosystems in
dieser neuen Wildnis steht der Wolf. Abenteuerliche Gerüchte über
Wölfe in der Zone gibt es seit Jahren, aber Fakten sind immer noch
rar. Die prominenten Wolf-Experten Christoph und Barbara Promberger,
mit entsprechenden internationalen Studien bestens vertraut,
besuchten 2009 die Zone, um sich ein Bild zu machen und staunten über
die anscheinend zahlreiche Präsenz von Wölfen, die hier ideale
Lebensbedingungen haben.

Ebenso erstaunt waren die Prombergers darüber, dass bislang niemand
die vielen Fragen gestellt hat, die sich sofort aufdrängten: Wie
viele Wölfe gibt es in dem Gebiet? Wie kommen die Tiere mit der
Radioaktivität zurecht? Sind es Zuwanderer, die früher oder später in
der Zone sterben oder gibt es mittlerweile eine bodenständige
Population? Wenn ja - ist sie gesund und stabil? Wandern mittlerweile
womöglich sogar Wölfe aus Tschernobyl in andere Gebiete aus? Wiegt
die Abwesenheit des Menschen schwerer als die immer noch vorhandene
radioaktive Verseuchung?

Die Prombergers erhielten von den weißrussischen und ukrainischen
Behörden die Erlaubnis, ein Forschungsprojekt in Gang zu setzen, das
diese Fragen beantworten soll. Ein Filmteam begleitete die beiden im
Auftrag von ORF, NDR, BBC und WNET. Die Prombergers fingen und
statteten die ersten Wölfe in der Zone mit Sendern aus, um Fakten
über ihr Territorial- und Migrationsverhalten, den Grad der
Verstrahlung und den Gesundheitszustand zu sammeln. Während der
Dreharbeiten entstand eine kollegiale Partnerschaft zwischen den
Prombergers und dem Doyen der weißrussischen Raubtierforschung, Vadim
Siderowitsch, Professor an der Akademie der Wissenschaften in Minsk.
Vadim Siderowitsch dokumentiert seit Jahren in anderen Gebieten des
Landes Wolfspopulationen und verfügt über eine Fülle wertvoller
Vergleichsdaten. Unter seiner Führung übernimmt ein weißrussisches
Forscherteam das von den Prombergers initiierte
Tschernobyl-Wolfsprojekt.

Aus der Sicht der Wölfe von Tschernobyl wird dem TV-Publikum ein
360-Grad-Schwenk über das mittlerweile wohl wildeste Gebiet Europas
geboten, das der Forscher Promberger als das größte
Freiluft-Experimentallabor der Welt bezeichnet. Ist Tschernobyl ein
Fenster in eine Vergangenheit vor dem Menschen? Oder in eine Zukunft
nach dem Kollaps unserer Zivilisation?

Das österreichisch-weißrussische Kamerateam hat mehr Zeit in der
verbotenen Zone verbracht als irgendein anderes Medienteam zuvor -
mehr als 100 Drehtage, verteilt über ein ganzes Jahr. Außerdem war es
das erste ausländische Filmteam, das im weißrussischen Teil der Zone
gedreht hat, und es brachte nicht nur die ersten Flugaufnahmen aus
der Zone seit 20 Jahren zurück, sondern auch historisches
Archivmaterial, das im Westen noch nie gezeigt wurde.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel