- 19.04.2013, 10:33:14
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10. Responsible Gaming Academy mit internationalen Topexperten
Elite der Spielsuchtforschung aus Washington, Sydney, Rom und Bremen als Referenten zu Gast bei Casinos Austria und Österreichische Lotterien
Utl.: Elite der Spielsuchtforschung aus Washington, Sydney, Rom und
Bremen als Referenten zu Gast bei Casinos Austria und
Österreichische Lotterien =
Wien (OTS) - Von der guten und notwendigen Idee über eine
erfolgreiche Veranstaltung bis hin zu einer national und
international anerkannten Institution - das ist die Entwicklung eines
Events, der aus dem Veranstaltungsprogramm von Casinos Austria und
den Österreichischen Lotterien nicht mehr wegzudenken ist: Die
Responsible Gaming Academy, die heuer ein Jubiläum feierte und am
Donnerstag, den 18. April bereits zum zehnten Mal in Wien im Studio
44 stattgefunden hat.
Glücksspiel in verantwortungsvoller Weise anzubieten, das ist für
Casinos Austria und die Österreichischen Lotterien zentraler
Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Zur Schulung von
Mitarbeitern, vor allem aber auch zum Austausch mit nationalen und
internationalen Experten wurden daher vor neun Jahren die
"Responsible Gaming Days" ins Leben gerufen, die - um den
wissenschaftlichen Charakter hervor zu streichen - schon in der
vierten Auflage in "Responsible Gaming Academy" umbenannt wurden.
Auch heuer war es wieder ein aufschlussreicher, von
wissenschaftlichen Erkenntnissen und brandaktuellen Themen geprägter
Tag, an dem Expertinnen und Experten aus allen Teilen der Welt -
erstmals auch aus Australien - über die neuesten Erkenntnisse im
Bereich des verantwortungsvollen Glücksspiels berichteten. Die
Palette reichte dabei von Spielerschutz allgemein über Poker und Slot
Machines bis hin zu Internet, Prävention und Zertifizierbarkeit von
Responsible Gaming Standards.
Besucher waren neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der
Unternehmensgruppe auch Vertreter des Finanz- und des
Gesundheitsministeriums sowie Mitarbeiter diverser
Spielsucht-Beratungs- und Therapieeinrichtungen. Auch internationale
Teilnehmer von Casinos Poland, vom Dansk Casino, Lotto Bayern oder
Spielbank Niedersachsen waren zu Gast.
Bedeutung von Responsible Gaming nimmt zu - Kampf gegen
Illegale
In seiner Begrüßung unterstrich Generaldirektor Dr. Karl Stoss die
Wichtigkeit von Responsible Gaming auch für in Zukunft: "Das Thema
hat enorm an Bedeutung zugenommen, und es war bei der Vergabe der
Lotterien- und Casino-Konzessionen neben Maßnahmen zur Bekämpfung von
organisierter Kriminalität und Geldwäsche von entscheidender
Bedeutung."
Vorstandsdirektor DI Friedrich Stickler, in der Unternehmensgruppe
für den Bereich Responsible Gaming verantwortlich, sprach darüber,
dass es im Internet wohl gut 15.000 Glücksspielanbieter gibt, aber
nur eine Handvoll davon, wie etwa win2day, Responsible Gaming ernst
nimmt: "Wir stehen zu unseren Spielerschutzmaßnahmen, fordern aber
den Kampf gegen illegale und rein kommerzielle Ziele verfolgende
Anbieter."
Beim Jubiläum referierten herausragende Vortragende, allen voran Dr.
Keith Whyte, CEO der National Council on Problem Gambling in
Washington, D.C. Er zeigte Unterschiede zwischen den beiden
hinsichtlich Spielerschutz gegensätzlichen Glücksspiel-Metropolen Las
Vegas und Singapur auf: Während Las Vegas dies eher locker handhabt,
ist Singapur aufgrund seiner kulturellen Besonderheit in Sachen
Spielerschutz außergewöhnlich rigide. Schließlich bestätigte er der
Casinos Austria und Österreichische Lotterien Gruppe mit ihrer
Vorgangsweise den richtigen Weg in Sachen Spielerschutz zu gehen.
Prof. Gerhard Meyer vom Zentrum für interdisziplinäre Suchtforschung
der Universität Bremen, ging auf empirische Weise der Frage nach, ob
es sich bei Poker um ein Glücks- oder Geschicklichkeitsspiel handelt.
Er kam zu dem Ergebnis, dass der Faktor Karte signifikant ist für den
Spielausgang, nicht jedoch der Faktor Spielerstatus. Der Zufall der
Kartenvergabe hat demnach den überwiegenden Einfluss auf das
Spielergebnis, wodurch Poker dem Bereich Glücksspiel zuzuordnen ist.
Damit geht er mit der Auslegung des österreichischen Gesetzgebers
konform, der Poker ins Glücksspielgesetz aufgenommen und damit als
Glücksspiel definiert hat.
Dr. Sally Gainsbury, klinische Psychologin und Wissenschaftlerin am
Centre for Gambling Education and Research, an der Southern Cross
Universität in Sydney, Australien referierte über eine kürzlich
veröffentlichte Studie zum Thema Glücksspiel im digitalen Zeitalter.
Dabei verglich sie Spieler aus dem Online-Bereich mit jenen aus dem
terrestrischen Bereich. Sie zu dem Schluss, dass es sich dabei um
unterschiedliche Spielergruppen handelt und daher die Responsible
Gaming Maßnahmen diesem Umstand Rechnung tragen und differenziert
gestaltet werden müssten.
Prof. Alex Blaszczynski von der Universität Sydney berichtete über
das "The Blue Gum Project", eine wissenschaftliche Studie über fünf
Spielerschutzmaßnahmen bei Spielautomaten und deren Einfluss auf das
Spielverhalten bei Slot-Spielern. Dabei zeigte sich, dass diese
Maßnahmen nur kleine Effekte hatten. Dennoch betonte er die
Wichtigkeit von Aufklärung und Information zur Erreichung von
Bewusstsein bei Spielern für Spielerschutzmaßnahmen.
Prof. Dr. Claudio Barbaranelli von der Universität Sapienza in Rom
gab einen Überblick über den Stand der Forschung in Italien zum Thema
Spielerschutz und sprach über Faktoren, welche problematisches
Spielverhalten begünstigen: Dies sind insbesondere falsche
Vorstellungen über die Möglichkeit der Beeinflussung bei
Glücksspielen. Selbstkontrolle, eine stabile Psyche sowie die
Kompetenz, gewünschte Handlungen erfolgreich selbst ausführen zu
können, wirken dem entgegen.
Mag. Doris Malischnig, Abteilungsleiterin für Prävention bei Casinos
Austria und Österreichische Lotterien, referierte über das neue und
innovative Präventionstools MENTOR, mit welchem win2day in Sachen
Spielerschutz weltweit eine Vorreiterrolle einnimmt. Sie präsentierte
auch Ergebnisse wissenschaftlicher Evaluierungen einer
spielerschutzrelevanten Pop-up Message auf win2day.
Herbert Beck, Bereichsleiter für Responsible Gaming bei Casinos
Austria und den Österreichische Lotterien, sprach über die Umsetzung
und Zertifizierbarkeit von Responsible Gaming Standards in
internationalen Frameworks. Er informierte über Bemühungen der
EU-Kommission, Grundlagen für einheitliche Mindeststandards des
Spieler- und Jugendschutzes zu erarbeiten, die zukünftig allen
EU-Mitgliedsstaaten zumindest als Leitlinien dienen sollen. Überdies
bekräftigte er die Forderungen der Vertreter des legalen Glücksspiels
nach mehr Schutz der Spielteilnehmer vor illegalen
Glücksspielangeboten.
Die Responsible Gaming Academy hat sich als Diskussionsplattform
national wie international einen Namen gemacht. Die
Unternehmensgruppe ist besonders stolz darauf, in diesen zehn
Responsible Gaming Academies rund 50 hochkarätige Referenten und
nahezu 1.500 Teilnehmer zu Gast gehabt zu haben.
Ein Bild sowie die Highlights aus den vergangenen Jahren finden Sie
unter http://www.lotterien.at/olg/CS_RGA_2011.htm?sessionID=
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