Linzer FP-Chef vor dem Rücktritt: Ortner war 2006 auf Fest der rechtsextremen NPD

KURIER im Besitz von Belegen: Innige Umarmung mit NPD-Fraktionsvorsitzenden Holger Apfel

Wien, Linz (OTS/Kurier) - Der nach Auftauchen eines rechtsextremen Wehrsport-Videos bereits arg in Erklärungsnotstand gekommene Linzer FP-Fraktionschef Sebastian Ortner verstrickt sich immer mehr in Widersprüche. Obwohl der 43-Jährige behauptet hatte, dass er im Sommer 1988 aus der neonazistischen VAPO ausgetreten sei und auch der rechtsextremen Geisteshaltung abgeschworen haben will, tauchen immer mehr belastende Fakten auf, die das eindeutig widerlegen.

Die FPÖ stärkte ihm bis Donnerstagmittag dennoch den Rücken. "Seit seinem Eintritt in die FPÖ 2005 hat er sich nichts mehr zuschulden kommen lassen", begründete Landesparteichef Manfred Haimbuchner. Einen Ausweg ließ er sich allerdings offen: "Sollten einschlägige Betätigungen während seiner Mitgliedschaft passiert sein, dann müsste er gehen."

Genau das dürfte nun der Fall sein: Dem KURIER liegen Beweise vor, dass Sebastian Ortner am 5. August 2006 an einem Fest der rechtsextremen NPD in Dresden teilgenommen hat. Belegt ist auch, dass es dort zwischen dem Linzer FP-Fraktionschef und dem NPD-Fraktionsvorsitzenden Holger Apfel zu innigen Umarmungen gekommen ist. Vom KURIER damit konfrontiert gab Ortner das nach Vorlage der Beweise schließlich zu. "Ich bin eingeladen worden und wollte mir einfach ein Bild von der Veranstaltung machen."

Ortners Rücktritt wird für heute Nachmittag erwartet.

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