KO Hirz/Buchmayr: Wehrsportvideo: Herr FP-Fraktionsobmann Ortner, wir haben gröbste Zweifel an Ihrer Verteidigungslinie

Die Rücktrittsaufforderung an Sebastian Ortner bleibt für die Grünen weiter aufrecht

Linz (OTS) - "Wir haben gröbste Zweifel an den Rechtfertigungen von FP-Fraktionsobmann Ortner zum Wehrsportvideo und am Ablauf der Abkehr von neonazistischer Ideologie und rechtsextremen Kreisen. Da passt einiges nicht zusammen und hinterlässt offene Fragen". So reagiert der Klubobmann der Grünen OÖ, Gottfried Hirz auf die Verteidigungslinie des Linzer FP Fraktionsobmanns Sebastian Ortner nach Bekanntwerden des Wehrsportvideos, das ihn gemeinsam mit verurteilten Neonazi- Größen ua. bei simulierten Tötungen potentieller Gegner zeigt.
So behauptet Ortner, kurz nach dieser Wehrsportübung - die auf 1988 datiert wird - freiwillig aus der VAPO Küssels ausgetreten zu sein. Laut Medienbericht scheint Ortner unter seinem früherem Name Müllegger jedoch 1991 weiter auf einer VAPO Mitgliederliste Küssels auf. Und selbst 1992 hat die Zeitschrift "Wiener" eine Liste veröffentlicht, noch immer mit dem Namen Ortners bzw. Mülleggers. "Alles eine Vermischung von alten und neuen Mitgliedern, wie Ortner selbst mutmaßt? Eine lasche Erklärung und kein Zeichen von deutlicher Distanzierung", betont die stellvertretende Klubobfrau und Menschenrechtssprecherin der Grünen OÖ, LAbg. Maria Buchmayr. Vor allem in Anbetracht weiterer vielsagender Aktivitäten. Konkret zweier Referaten Ortners beim später behördlich aufgelösten Dichterstein Offenhausen, eines 1989 und ein zweites sogar noch 1995. "Das ist pures Drüberschummeln, das ist Versteckspiel im Nebel der Vergangenheit und Fabrizieren weiterer Fragezeichen. Ist sichergestellt, dass nicht doch noch weitere Kontakte zu rechtsextremen Kreisen publik werden, Herr Ortner, welche Verbindungen haben Sie ab 1988 bis zum FPÖ Beitritt gepflegt?", hakt Buchmayr nach und merkt an, dass "die Position eines Klubobmanns wohl kein politisches Resozialisierungsprojekt ist".
Hirz: "Für uns sind die Ausführungen Ortners unzureichend und die Causa ganz sicherlich nicht abgeschlossen. Die Rücktrittsaufforderung an Sebastian Ortner bleibt für uns weiter aufrecht und wir erwarten mit Spannung die weiteren behördlichen Schritte".

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