- 18.04.2013, 13:19:07
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KO Hirz/Buchmayr: Wehrsportvideo: Herr FP-Fraktionsobmann Ortner, wir haben gröbste Zweifel an Ihrer Verteidigungslinie
Die Rücktrittsaufforderung an Sebastian Ortner bleibt für die Grünen weiter aufrecht
Utl.: Die Rücktrittsaufforderung an Sebastian Ortner bleibt für die
Grünen weiter aufrecht =
Linz (OTS) - "Wir haben gröbste Zweifel an den Rechtfertigungen von
FP-Fraktionsobmann Ortner zum Wehrsportvideo und am Ablauf der Abkehr
von neonazistischer Ideologie und rechtsextremen Kreisen. Da passt
einiges nicht zusammen und hinterlässt offene Fragen". So reagiert
der Klubobmann der Grünen OÖ, Gottfried Hirz auf die
Verteidigungslinie des Linzer FP Fraktionsobmanns Sebastian Ortner
nach Bekanntwerden des Wehrsportvideos, das ihn gemeinsam mit
verurteilten Neonazi- Größen ua. bei simulierten Tötungen
potentieller Gegner zeigt.
So behauptet Ortner, kurz nach dieser Wehrsportübung - die auf 1988
datiert wird - freiwillig aus der VAPO Küssels ausgetreten zu sein.
Laut Medienbericht scheint Ortner unter seinem früherem Name
Müllegger jedoch 1991 weiter auf einer VAPO Mitgliederliste Küssels
auf. Und selbst 1992 hat die Zeitschrift "Wiener" eine Liste
veröffentlicht, noch immer mit dem Namen Ortners bzw. Mülleggers.
"Alles eine Vermischung von alten und neuen Mitgliedern, wie Ortner
selbst mutmaßt? Eine lasche Erklärung und kein Zeichen von deutlicher
Distanzierung", betont die stellvertretende Klubobfrau und
Menschenrechtssprecherin der Grünen OÖ, LAbg. Maria Buchmayr. Vor
allem in Anbetracht weiterer vielsagender Aktivitäten. Konkret
zweier Referaten Ortners beim später behördlich aufgelösten
Dichterstein Offenhausen, eines 1989 und ein zweites sogar noch 1995.
"Das ist pures Drüberschummeln, das ist Versteckspiel im Nebel der
Vergangenheit und Fabrizieren weiterer Fragezeichen. Ist
sichergestellt, dass nicht doch noch weitere Kontakte zu
rechtsextremen Kreisen publik werden, Herr Ortner, welche
Verbindungen haben Sie ab 1988 bis zum FPÖ Beitritt gepflegt?", hakt
Buchmayr nach und merkt an, dass "die Position eines Klubobmanns wohl
kein politisches Resozialisierungsprojekt ist".
Hirz: "Für uns sind die Ausführungen Ortners unzureichend und die
Causa ganz sicherlich nicht abgeschlossen. Die Rücktrittsaufforderung
an Sebastian Ortner bleibt für uns weiter aufrecht und wir erwarten
mit Spannung die weiteren behördlichen Schritte".
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