• 17.04.2013, 12:00:38
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Ein Vierteljahrhundert "Rat auf Draht": Die ORF-Telefonhilfe ist jung geblieben

Aus Anlass des Jubiläums diskutieren Experten am 19. April im ZOOM-Kindermuseum über die Medialisierung der Jugendkultur

Utl.: Aus Anlass des Jubiläums diskutieren Experten am 19. April im
ZOOM-Kindermuseum über die Medialisierung der Jugendkultur =

Wien (OTS) - "147 - Rat auf Draht", die ORF-Telefonhilfe für Kinder,
Jugendliche und Bezugspersonen, gibt es seit 25 Jahren. Die als
Notruf etablierte Helpline verzeichnet mittlerweile die meisten
Anrufe vom Handy aus, Online-Beratungen boomen und die Zahl der Fans
auf Facebook steigt. Was bedeuten die neuen sozialen Netzwerke für
unsere Jugend, wer schützt sie vor Gefahren und Missbrauch, wie
erziehe ich sie zu einem intelligenten Umgang mit Handy, Internet &
Co. und wer trägt die Verantwortung dafür: Eltern, Schulen, Medien
oder Provider? Noch nie war Jugendkultur so mediendominiert wie heute
- und noch nie waren Inhalte so unbegrenzt, aber auch so
unkontrollierbar zugänglich wie im weltweiten Netz.

Vor diesem Hintergrund diskutieren am Freitag, dem 19. April 2013, um
10.30 Uhr im ZOOM-Kindermuseum zum Thema "Cyber-Grooming, Sexy
Sexting - Wer schützt unsere Jugend im Internet?" Sektionschef Kurt
Nekula vom Unterrichtsministerium, Ministerialrat Mag. Ewald Ebner
vom Bundeskriminalamt, DI Barbara Buchegger von der EU-weiten
Plattform Saferinternet.at, Christian Morawek, Vorsitzender der
Elternvereine an öffentlichen Pflichtschulen und Birgit Satke,
Teamleiterin von "Rat auf Draht". Die Diskussion wird von Albert
Malli, zuständig für die Themen Online und Neue Medien bei Hitradio
Ö3, geleitet.

Sissy Mayerhoffer, Leiterin des ORF-Humanitarian Broadcasting, zu dem
auch die ORF-Telefonhilfe "Rat auf Draht" gehört: "Ich freue mich auf
eine spannende Diskussion. Mit 'Rat auf Draht' hat der ORF europaweit
eine der ersten Telefonhilfen für Kinder und Jugendliche etabliert -
mittlerweile verfügen fast alle europäischen Länder über solche
Serviceeinrichtungen und 'Rat auf Draht' ist auch zuständig für den
internationalen Notruf 116 000 für vermisste Kinder in Österreich.
Gerade auch im Bereich der Neuen Medien und Gefahren, die darin
schlummern, leistet 'Rat auf Draht' einen wichtigen Beitrag zur
Prävention und Aufklärung unter den Jugendlichen."

"Rat auf Draht" in Zahlen und Fakten

Rund 2,5 Millionen Beratungsgespräche in 25 Jahren, zirka 80.000
Anrufe im Jahr, 4,9 Millionen Zugriffe auf rataufdraht.ORF.at und
32.386 Online-Beratungen seit 2001 - "Rat auf Draht", die
ORF-Telefonhilfe für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen,
ist unter der mittlerweile als Notruf anerkannten Telefonnummer "147"
rund um die Uhr, kostenlos und ohne Vorwahl aus ganz Österreich
erreichbar. 365 Tage im Jahr, 24 Stunden täglich, auch an Feiertagen
und am Wochenende.
Ein Team von Expertinnen und Experten steht für die brennendsten
Fragen telefonisch oder online zur Verfügung. Die Beratung erfolgt
wertschätzend und soll die Autonomie des Anrufenden stärken. Das
Beratungsteam ist außerdem zur Verschwiegenheit verpflichtet. "Rat
auf Draht" versteht sich auch als Drehscheibe zu anderen
Beratungseinrichtungen. Via Konferenzschaltung können die Anrufenden
auf Wunsch direkt weiterverbunden und begleitet werden.

"Cyber-Grooming" - Wer schützt unsere Jugend im Netz?

Cyber-Grooming ist, wenn es sich bei der angesprochenen Person um
einen Unmündigen handelt, seit der Strafgesetznovelle 2011 auch in
Österreich ein strafbarer Tatbestand. Unter dem Begriff versteht man
das gezielte Ansprechen von Personen im Internet - meist unter
Vorspiegelung falscher Tatsachen was Alter und Person des Absenders
betrifft - mit dem Ziel, das Vertrauen der angesprochener Personen zu
gewinnen und auszunutzen, zumeist für die Anfertigung und
Übermittlung pornografischer Fotos, Videos oder mit dem Ziel,
sexuellen Missbrauch an ihnen auszuüben.

Auch "Rat auf Draht" kennt die damit verbundenen Ängste, Fragen und
Problemstellungen. Aus dem anonymen Telefonprotokoll der
Service-Hotline:
"Sehr langes Gespräch mit einer Anruferin (14), die einem angeblich
17-jährigen Burschen Oben-Ohne-Fotos von sich geschickt hat. Er hat
ihr dann gedroht, die Fotos mit ihrer Telefonnummer zu posten.
Daraufhin hat sie gestern die Polizei gerufen, weil sie sich gedacht
hat, dass die ihn gleich per Telefon verwarnen. Die Polizei wird sich
heute bei ihr melden und die Aussage aufnehmen. Sie hat jetzt Angst,
dass ihre Eltern davon erfahren könnten und ist sich nicht mehr
sicher, ob sie wirklich die Polizei einschalten soll. Sie hat
einerseits Angst, glaubt aber immer noch ein wenig an die Echtheit
dieses Burschen. Je mehr sie erzählt, umso deutlicher wird, dass das
Ziel von Beginn an war, an Fotos des Mädchens zu kommen. Wir
besprechen Vor- und Nachteile einer Anzeige und auch was sie tun
kann, falls sie sich gegen eine Anzeige entscheidet."

Über solche und andere Gefahren im Internet diskutiert "Rat auf
Draht" aus Anlass seines 25-jährigen Bestehens mit Expertinnen und
Experten am Freitag, dem 19. April, um 10.30 Uhr im ZOOM-Kindermuseum
im MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien.

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