- 17.04.2013, 10:06:52
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GLOBAL 2000: Starke Einbrüche bei thermischer Sanierung in vielen Bundesländern
Regierungs-Arbeitsgruppe für leistbares Wohnen muss auch bei thermischer Sanierung Akzente setzen.

Utl.: Regierungs-Arbeitsgruppe für leistbares Wohnen muss auch bei
thermischer Sanierung Akzente setzen. =
Wien (OTS) - Anlässlich der Einsetzung einer Regierungs-Arbeitsgruppe
zu "leistbarem Wohnen" mahnt die österreichische
Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 die Regierung, damit auch
Akzente zur Steigerung der Aktivität bei der thermischen Sanierung zu
setzen. Für GLOBAL 2000 ist der Trend bei der thermischen Sanierung
in den Bundesländern alarmierend: "Derzeit erreicht kein einziges
Bundesland den angestrebten Wert von einer dreiprozentigen
Sanierungsrate. In einigen Bundesländern verringert sich die
Sanierungsaktivität sogar noch", sagt Johannes Wahlmüller, Klima- und
Energiesprecher von GLOBAL 2000.
Wien und Salzburg sanieren weniger, Vorarlberg und Tirol legen zu
Die Daten des Instituts für Immobilien, Bauen und Wohnen, die GLOBAL
2000 vorliegen, zeigen einen Abwärtstrend bei den Länderausgaben für
thermische Sanierung: Im Jahr 2011 fielen die Ausgaben um 14 Prozent
auf 700 Millionen Euro, 2012 wird eine weitere Abnahme befürchtet.
Grund ist vor allem die Sparpolitik der Länder. Wahlmüller: "Diese
Sparpolitik ist kurzsichtig: Es werden sowohl Arbeitsplätze als auch
das Erreichen der Klimaschutzziele gefährdet."
Dabei gibt es aber einen starken Unterschied zwischen den
Bundesländern: Während in Wien und Salzburg starke Rückgänge um
teilweise mehr als 50 Prozent zu verbuchen sind - von einer
Sanierungsrate (umfassende Sanierung) von 1,1 bzw. 1 Prozent im Jahr
2009 fiel man auf jeweils 0,4 Prozent im Jahr 2011- legten Vorarlberg
und Tirol zuletzt bei den Sanierungsaktivitäten sogar zu. Auch
Oberösterreich hält seine Sanierungsrate mit 1,5 Prozent stark über
dem Bundestrend von knapp einem Prozent. Wahlmüller erklärt: "Bei der
Bewertung der Daten müssen natürlich auch regionale Unterschiede
berücksichtigt werden, dennoch zeigt sich, dass es konstante
Bemühungen braucht, um die thermische Sanierung auf ein höheres
Niveau zu führen. In den Bundesländern mit niedriger Aktivität sollte
jetzt ausgelotet werden, wo Verbesserungen möglich sind. Insbesondere
Wien, Salzburg, die Steiermark und das Burgenland sind gefordert,
Verbesserungsvorschläge vorzulegen. Die Bundesregierung soll mit der
eingesetzten Arbeitsgruppe für leistbares Wohnen eine Trendwende
unterstützen", sagt Wahlmüller.
Thermische Sanierung für "leistbares Wohnen" essenziell
GLOBAL 2000 appelliert deshalb an die Bundesregierung, in der jetzt
eingesetzten Arbeitsgruppe "Leistbares Wohnen" an die thermische
Sanierung zu denken. "Eine Zweckbindung der Wohnbauförderung und
zusätzliche Mittel über die europäische Investitionsbank könnten
starke Impulse für die thermische Sanierung setzen. Die Regierung ist
gefordert, die Vorschläge der Initiative Umwelt und Bauen, die im
Dezember vorgestellt wurden, jetzt auch umzusetzen", betont
Wahlmüller. Erst im Dezember hatte die Initiative Umwelt und Bauen,
ein Zusammenschluss aus Gewerkschaften, Wirtschaftsvertretungen und
vielen weiteren Organisationen, die im Bereich nachhaltiges Bauen
engagiert sind, ein Strategiepapier vorgestellt.
Strategiepapier der Initiative "Umwelt und Bauen" unter
www.umwelt-bauen.at
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