Gröller: Schieflage der Generationengerechtigkeit muss beseitigt werden

Aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung bestätigt Junge Industrie - von 29 untersuchten Ländern belegt Österreich bei Generationengerechtigkeit nur Rang 20

Wien (OTS) - "Die Bertelsmann Stiftung bestätigt in einer aktuellen Studie einmal mehr, dass wir in Österreich eine massive Schieflage bei der Generationengerechtigkeit haben. Wir müssen daher rasch handeln", so Heinrich Gröller, Vorsitzender der Jungen Industrie Wien (JI-Wien) und stellvertretender JI-Bundesvorsitzender. "Die Bundesregierung und alle Verantwortlichen müssen endlich mit echten, weitgehenden Reformen starten. Dazu gehören neben einer umfassenden Verwaltungsreform vor allem auch Reformen im Bereich der Pensionen:
Alle Schlupflöcher in die Frühpension müssen endlich geschlossen werden!" Die unveränderte Beibehaltung des aktuellen Systems setze den Staatshaushalt extrem unter Druck und schüre latent die Gefahr der Vergrößerung der Nachhaltigkeitslücke zum Nachteil der jungen Generation, da zu wenig Geld in wichtige Zukunftsinvestitionen wie Bildung, Forschung und Entwicklung sowie Innovation fließen kann. Laut der Studie der Bertelsmann Stiftung werde für Personen über 65 Jahren in Österreich fast sechs Mal so viel ausgeben wie für die Jugend. Damit liege Österreich auf Platz 20 von 29 Plätzen in Sachen Generationengerechtigkeit. Daher forderte Gröller: "Der Anteil der investitionsbezogenen staatlichen Ausgaben muss wieder auf das Niveau der 1970er Jahre von 5,5 Prozent des BIP zurückgeführt werden. Gegenwärtig liegt dieser bei nur rund vier Prozent."

Bereits 2010 hat die Junge Industrie Wien beim Institut für Höhere Studien (IHS) eine Untersuchung in Auftrag gegeben, die die Verteilung von staatlichen Leistungen und Abgaben zwischen den Generationen beleuchtet hat. Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass die Jungen eine um fünf Prozent geringere Nettoleistung erhalten, als die ältere Generation. Zudem beschreibt die Studie, dass diese Bilanz nur mit der Fortführung der aktuellen Versprechungen des Staates an die junge Generation erhalten bleiben kann. Diese Versprechungen basieren jedoch bereits auf einem enormen Schuldenberg, der in Zukunft ohne tiefgreifende Reformen weiter rasant anwachsen wird. Genau auf diesen Punkt beziehe sich die Bertelsmann Studie. "Wenn wir also nicht heute strukturelle und langfristige Reformen in Österreich vornehmen, dann werden wir morgen umso schmerzhaftere Einschnitte zu spüren bekommen", betonte Gröller.

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