• 16.04.2013, 13:30:22
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Gröller: Schieflage der Generationengerechtigkeit muss beseitigt werden

Aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung bestätigt Junge Industrie - von 29 untersuchten Ländern belegt Österreich bei Generationengerechtigkeit nur Rang 20

Utl.: Aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung bestätigt Junge
Industrie - von 29 untersuchten Ländern belegt Österreich bei
Generationengerechtigkeit nur Rang 20 =

Wien (OTS) - "Die Bertelsmann Stiftung bestätigt in einer aktuellen
Studie einmal mehr, dass wir in Österreich eine massive Schieflage
bei der Generationengerechtigkeit haben. Wir müssen daher rasch
handeln", so Heinrich Gröller, Vorsitzender der Jungen Industrie Wien
(JI-Wien) und stellvertretender JI-Bundesvorsitzender. "Die
Bundesregierung und alle Verantwortlichen müssen endlich mit echten,
weitgehenden Reformen starten. Dazu gehören neben einer umfassenden
Verwaltungsreform vor allem auch Reformen im Bereich der Pensionen:
Alle Schlupflöcher in die Frühpension müssen endlich geschlossen
werden!" Die unveränderte Beibehaltung des aktuellen Systems setze
den Staatshaushalt extrem unter Druck und schüre latent die Gefahr
der Vergrößerung der Nachhaltigkeitslücke zum Nachteil der jungen
Generation, da zu wenig Geld in wichtige Zukunftsinvestitionen wie
Bildung, Forschung und Entwicklung sowie Innovation fließen kann.
Laut der Studie der Bertelsmann Stiftung werde für Personen über 65
Jahren in Österreich fast sechs Mal so viel ausgeben wie für die
Jugend. Damit liege Österreich auf Platz 20 von 29 Plätzen in Sachen
Generationengerechtigkeit. Daher forderte Gröller: "Der Anteil der
investitionsbezogenen staatlichen Ausgaben muss wieder auf das Niveau
der 1970er Jahre von 5,5 Prozent des BIP zurückgeführt werden.
Gegenwärtig liegt dieser bei nur rund vier Prozent."

Bereits 2010 hat die Junge Industrie Wien beim Institut für Höhere
Studien (IHS) eine Untersuchung in Auftrag gegeben, die die
Verteilung von staatlichen Leistungen und Abgaben zwischen den
Generationen beleuchtet hat. Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass
die Jungen eine um fünf Prozent geringere Nettoleistung erhalten, als
die ältere Generation. Zudem beschreibt die Studie, dass diese Bilanz
nur mit der Fortführung der aktuellen Versprechungen des Staates an
die junge Generation erhalten bleiben kann. Diese Versprechungen
basieren jedoch bereits auf einem enormen Schuldenberg, der in
Zukunft ohne tiefgreifende Reformen weiter rasant anwachsen wird.
Genau auf diesen Punkt beziehe sich die Bertelsmann Studie. "Wenn wir
also nicht heute strukturelle und langfristige Reformen in Österreich
vornehmen, dann werden wir morgen umso schmerzhaftere Einschnitte zu
spüren bekommen", betonte Gröller.

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