Das Self-Assessment als erstes Hindernis bei Aufnahmetests

Universität Wien: Weitere Hürden für Studienanfänger_innen statt Geld für Bildung

Wien (OTS) - Seit Montag, den 15.04.2013 gibt es ein neues Aufnahmeverfahren für einige Studienrichtungen an der Uni Wien. Ein umfangreiches verpflichtendes Self-Assessment stellt den ersten Schritt der neuen Aussonderungsverfahren dar. Erst wenn Studieninteressierte dieses hinter sich gebracht haben, dürfen sie am Zugangstest für das gewählte Studium teilnehmen. Das Self-Assessment-Verfahren besteht aus mehreren Schritten. Darunter unter anderem völlig lächerliche Aufgaben, wie beispielsweise eine "Uni-Rallye", bei der die Teilnehmenden auf einem Plan den effizientesten Weg durch das Gebäude der Uni Wien finden müssen.

Die Einführung der Self Assessment-Tests bedeuten eine neue Hürde für Studienanfänger_innen. Wenngleich die Ergebnisse der Self Assessments als unverbindlich deklariert werden, können diese dennoch zusätzlichen Stress bedeuten und eine Abschreckung darstellen. Vor allem für Studieninteressent_innen, die aus einem finanziell benachteiligten oder nicht akademischen Elternhaus kommen, können Aufnahmeverfahren dazu führen, dass das Studium ihrer Wahl garnicht erst begonnen werden kann. Die - häufig notwendigen -Vorbereitungskurse für die Aufnahmeprüfungen können sich viele Studierende nicht leisten.

"Anstatt sich darum zu kümmern, dass neue Studienplätze geschaffen werden, gibt es nur weitere Beschränkungen. Die Eignung zu einem Studium kann nicht durch einen Test bestimmt werden. Talente sind vielfältig und können daher nicht so einfach gemessen werden.", merkt Jasmin Rückert vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien an.

"Das Self-Assessment-Verfahren ist nicht nur überflüssig, sondern stellt für Studieninteressierte auch ein entscheidendes Hindernis dar. Der Leistungsdruck, der ohnehin schon zur Genüge auf Studierenden lastet, setzt nun durch das Self-Assessment bereits vor Beginn des Studiums ein.", fügt Julia Kraus hinzu.

"Außerdem fehlen die finanziellen Mittel, die für die Erstellung dieser neuen Aufnahmeverfahren aufgewendet wurden im Bereich der Bildung.", so Kübra Atasoy vom Vorsitzteam abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

ÖH Uni Wien - Referat für Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0699 103 953 18
presse@oeh.univie.ac.at
http://www.oeh.univie.ac.at/

Anna Svec (0699 103 953 18)
Julia Wais (0699 103 953 18)
Felicitas Engelmann (0699 103 953 02)
Florian Aigner (0699 103 953 45)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OHW0002