Bekannte Manöver (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe 16. April 2013

Klagenfurt (OTS) - Es ist nichts mehr Neues. Die Managergehälter der fünf börsenotierten Unternehmen sind wieder einmal rasant angestiegen, genauer gesagt um 6,5 Prozent innerhalb eines Jahres. Das Kraut fett machen vor allem die Boni. Die Arbeiterkammer verlangt nun eine verbindliche gesetzliche Deckelung der "variablen Gehaltsbestandteile", mehr Transparenz und die Abschaffung von steuerlichen Begünstigungen. Auch solche durchaus berechtigte Forderungen sind alles andere als neu. Und man kann sich ungefähr ausrechnen, welche Reaktionen es darauf geben wird: gar keine. Erfolgreich wehren sich die Chefetagen seit Ewigkeiten gegen Transparenz. Der Entrüstungssturm, der über sie statistikbedingt hinwegfegt, dauert ja auch immer nur kurz, während den wesentlich geringeren Politikergehältern über Jahre hindurch Aufmerksamkeit gewiss ist. Dieses Missverhältnis in der Wahrnehmung hält Managern noch lange den Rücken frei.

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