• 15.04.2013, 11:37:11
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HOSI Wien unterstützt Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien

Wien (OTS) - Die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ruft dazu auf,
das Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien zu unterschreiben. Der
Eintragungszeitraum beginnt heute und endet am kommenden Montag, 22.
April 2013. "Natürlich respektieren wir das Bedürfnis von Menschen
nach Religion und Spiritualität, gleichzeitig müssen wir aber auf der
absoluten Trennung von Kirche bzw. Religion und Staat bestehen",
erklärt dazu Obmann Christian Högl.

"Gerade Lesben und Schwule haben in der Geschichte besonders unter
der Einmischung der Kirchen und Religionen in staatliche
Angelegenheiten zu leiden gehabt - und leiden immer noch unter den
Auswirkungen dieser jahrhundertealten Praxis. Zwar werden wir nicht
mehr auf dem Scheiterhaufen verbrannt, aber die römisch-katholische
Kirche nützt ihren Einfluss und ihre Sonderstellung immer noch bei
jeder Gelegenheit und Gesetzesbegutachtung, die rechtliche
Gleichstellung von Lesben und Schwulen zu verhindern, etwa beim
Gesetz über die Eingetragene Partnerschaft oder im Vorjahr bei der
'erfolgreichen' Verhinderung von entsprechenden
Antidiskriminierungsbestimmungen im Gleichbehandlungsrecht."

Gegen staatlich geförderte Homophobie

"Auch die zweitstärkste Glaubensgemeinschaft in Österreich, der
Islam, gehört nicht unbedingt zu den homosexuellenfreundlichen
Religionen. Im Gegenteil: Fast überall dort, wo er quasi
Staatsreligion ist, besteht ein Totalverbot der Homosexualität, in
manchen Staaten sogar die Todesstrafe", ergänzt
HOSI-Wien-Generalsekretär Kurt Krickler. "Es ist in höchstem Maße
anachronistisch, dass Kirchen und Glaubensgemeinschaften mit solchen
mittelalterlichen Glaubensinhalten im 21. Jahrhundert staatliche
Privilegien genießen und vom Staat bei der massiven Verbreitung ihrer
homophoben Glaubensinhalte gefördert werden. Genauso unerträglich ist
es, dass für eine Institution wie die römisch-katholische Kirche die
gesetzlichen Bestimmungen zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern
außer Kraft gesetzt sind - jede andere Institution, die sich derart
über das Gleichbehandlungsrecht hinwegsetzt, würde nicht einmal eine
Subventionen oder einen Auftrag durch die öffentliche Hand bekommen."

Du sollst hingehen und unterschreiben!

Das 1. Gebot der Stunde lautet daher: Du sollst hingehen und
unterschreiben! Man kann die Unterschrift u. a. beim Gemeinde- bzw.
Magistratischen Bezirksamt am Hauptwohnsitz leisten (Lichtbildausweis
nicht vergessen!). Alle Näheren Infos zum Volksbegehren gegen
Kirchenprivilegien sowie zur Unterschriftsleistung finden sich unter:

http://www.kirchen-privilegien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | HOI

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