- 12.04.2013, 16:16:09
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Energie Forum Lech: Energie ist eine der wichtigsten strategischen und geopolitischen Fragen für Europa

Lech (OTS) - Am 11. Und 12. April fand das 2. Lech Energy Forum
unter der Schirmherrschaft von EU-Energiekommissar Günther H.
Oettinger statt. In einem gemeinsamen Pressegespräch mit dem
österreichischen Wirtschafts- und Energieminister, Reinhold
Mitterlehner erklärte Kommissar Oettinger:
"Wichtig ist es jetzt den energiepolitischen Rahmen für die
Zukunft auf europäischer Ebene zu schaffen, denn diese ist jene, wo
die Herausforderungen gemeistert werden können. Dies wurde von vielen
Teilnehmern betont. Es gilt Europa als Ganzes und über seine Grenzen
hinaus zu denken und die Nachbarn im Norden, Osten und Süden in die
Überlegungen miteinzubeziehen."
Zur energiepolitischen Positionierung Europas fügte Minister
Mitterlehner hinzu:
"Energie ist in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten
Themen im Produktionsprozess geworden und maßgeblich für die
Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes verantwortlich.
Österreich hat eine sehr gute Position als Energiedrehscheibe in der
Mitte Europas, z.B. indem es aus den Pumpspeicherkraftwerken die
Ausgleichsenergie für Deutschland zur Verfügung stellt, wenn dort der
Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint."
Im Kreis hochrangiger Vertreter aus Wirtschaft, Politik und
Zivilgesellschaft sowie mit Vertretern europäischer Nachbarländer
wurde bei dem zweitägigen Forum über europäische Energiepolitik
debattiert. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf folgenden Themen:
Wie reagiert Europa auf die Tatsache, dass in den USA Gas aufgrund
der umfangreichen Förderung von Schiefergas nur ein Viertel des
europäischen Gases kostet. Wie wirkt sich das auf die europäischen
Klimaschutzziele aus.
Wie können die Erneuerbaren Energien marktfähig und Investoren
angelockt werden, ohne weiterhin Milliarden auf Jahrzehnte
garantierte Einspeisetarife aufzuwenden.
Wie schaffen wir Akzeptanz für den Ausbau der Netze, die den
Ökostrom dorthin transportieren, wo er gebraucht wird.
Wie erreichen wir mehr Energie- und Kosteneffizienz, um den
Industriestandort Europa und damit Arbeitsplätze zu sichern. Der
Innovation kommt dabei eine wichtige Rolle zu.
Die Notwendigkeit einer aktiven Energieaußenpolitik insbesondere
in Bezug auf die Nachbarn der EU im Norden, Osten und Süden.
Ein themenübergreifender Diskussionsgegenstand war das am 27. März
2013 von der EU-Kommission angenommene Grünbuch "Ein Rahmen für die
Klima- und die Energiepolitik bis 2030".
Neben dem amtierenden irischen Energieratsvorsitzenden Pat
Rabbitte, dem EU-Kommissar für Regionalpolitik Johannes Hahn,
Minister Mitterlehner, der litauische Energieminister Jaroslav
Neverovic, der rumänische Wirtschaftsminister Constantin Nita und der
Energieminister der Ukraine, Eduard Stavytskyi und Marokkos
Energieminister Fouad Douiri an der Debatte in 4 Diskussionsforen
teil. Ferner fanden sich hochrangige Vertreter der europäischen
Energiewirtschafft sowie Vertreter internationaler und
wissenschaftlicher Organisationen in Lech ein. Insgesamt zählte das
Forum 73 Teilnehmer.
Minister Mitterlehener hob die Bedeutung des Energie Forum Lech
hervor:
"Als für die Bereiche Energie und Tourismus zuständiger Minister
bin ich dankbar und stolz, dass dieses Forum in Lech stattfindet",
sagte Mitterlehner. "Hier können wir in hochkarätiger Runde das
Spannungsfeld der aktuellen Energiethemen ausleuchten und offen
diskutieren."
Das Forum, das 2013 zum zweiten Mal tagte, erhebt den Anspruch, in
der Debatte über die Zukunft der europäischen Energiepolitik
meinungsbildend zu sein.
Weitere Infos über EU-Energiekommissar Oettinger:
http://www.ots.at/redirect/oettinger
Und zur EU-Energiepolitik: http://ec.europa.eu/energy/index_de.htm
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
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