• 11.04.2013, 12:01:58
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ÖAMTC Fahrtechnik Experte fordert Kontrollen bei der Berufskraftfahrer-Weiterbildung (+Foto)

Bessere Ausbildung, weniger Unfälle - Branchen-Experten diskutierten Umsetzung, Probleme und Verbesserungspotenzial

Utl.: Bessere Ausbildung, weniger Unfälle - Branchen-Experten
diskutierten Umsetzung, Probleme und Verbesserungspotenzial =

Wien (OTS) - Ereignet sich in Österreich ein Unfall mit
Lkw-Beteiligung, ist die Verkehrssicherheit von Schwerfahrzeugen
Top-Thema. Dabei gehören Berufskraftfahrer in Österreich bereits
jetzt zu den am besten ausgebildeten Verkehrsteilnehmern. Lenk- und
Ruhezeiten sind genauestens vorgeschrieben, die Aus- und
Weiterbildung von Berufskraftfahrern ist seit 2008 über eine
EU-Verordnung geregelt. Die Umsetzung war heute Thema einer
Podiumsdiskussion in Wien. Werner Fichtinger, Easy Drivers Experts,
Aus- und Weiterbildung für Berufskraftfahrer, Wolfgang Herzer,
Fachverbandsobmann Güterbeförderung WKÖ, Richard Ruziczka, AK, und
Gerhard Blümel, Leiter der Berufsfahrer Akademie der ÖAMTC
Fahrtechnik, diskutierten über den Status quo, Probleme und
Verbesserungspotenzial bei der Berufskraftfahrer-Weiterbildung. Einig
waren sich die Experten, dass die regelmäßige Weiterbildung ein
wichtiger Schritt zur weiteren Unfallreduktion ist und für die
Wirtschaftlichkeit der Unternehmen immer wichtiger wird.

Spätestens am 10. September 2013 müssen Busfahrer, am 10.
September 2014 alle Lkw-Lenker der zuständigen Führerscheinbehörde
die Absolvierung von 35 Stunden Weiterbildung in den Bereichen Brems-
& Sicherheitstechnik, Eco Training, Ladungssicherung, Recht sowie
Gesundheit/ Sicherheit nachweisen. Das wird im Führerschein vermerkt
und gilt wieder für die kommenden fünf Jahre. Erbringt man keinen
Nachweis, verliert man die Berechtigung, im Personen- oder
Güterbeförderungsgewerbe innerhalb der EU unterwegs zu sein.

ÖAMTC Fahrtechnik Experte fordert Kontrollen

Für ÖAMTC Fahrtechnik Experte Blümel steht und fällt die
Sinnhaftigkeit einer derartigen Regelung mit der Umsetzung: "Eine
gute Weiterbildung muss sich für Fahrer und Unternehmen positiv
auswirken - z. B. in Bezug auf Wirtschaftlichkeit, Unfall- und
Schadensreduktion, Kenntnis und Einhalten der Regeln und
fahrzeugschonende Fahrweise." In der Umsetzung ortet der Leiter der
Berufsfahrer Akademie der ÖAMTC Fahrtechnik aber Missstände und
fordert daher die Kontrolle von Ausbildungsstätten, vor allem die
Einhaltung der maximalen Teilnehmeranzahl, der Mindeststunden sowie
der Inhalte, die praktisch umzusetzen sind.

Eine fundierte praxisnahe Weiterbildung rechnet sich auch
wirtschaftlich für die Unternehmen. "Wir haben bisher 30.000 Fahrer
in unterschiedlichen Bereichen ausgebildet. Unsere Evaluierungen
zeigen, dass wir durch unsere Eco Trainings eine durchschnittliche,
nachhaltige Kraftstoffersparnis von fünf Prozent erreichen.
Klein-Parkschäden gingen laut Rückmeldung der entsprechenden
Unternehmen um bis zu 45 Prozent zurück. Und die
Ladungssicherungskurse reduzieren nicht nur direkte Transportschäden
um bis zu 70 Prozent, sondern auch Bestrafungen im Sinne der
Ladegutsicherung", fasst der ÖAMTC Fahrtechnik Experte zusammen.

Praxisnahe Weiterbildung mit der ÖAMTC Fahrtechnik
Berufsfahrer Akademie

Die ÖAMTC Fahrtechnik ist seit 25 Jahren Profi in der praktischen
Weiterbildung von Berufskraftfahrern. Die Module der
Berufskraftfahrer-Weiterbildung werden in den ÖAMTC Fahrtechnik
Zentren oder bei den Unternehmen direkt angeboten. "Der Großteil
aller Module unserer Weiterbildungsangebote erfolgt in der Praxis,
unter Bedachtnahme auf das Anforderungsprofils der Fahrer. Hier gilt
Lernen durch Erleben. Wenn ein Lkw-Zug zur Notbremsung ansetzen muss,
ins Rutschen kommt oder zu kippen droht - das sind Extremsituationen,
die im Straßenverkehr verheerend enden können. Bei uns erfahren
Berufskraftfahrer diese Extremsituationen im sicheren Umfeld. Wer
Gefahren erkennt, kann sie auch vermeiden", betont Blümel.

Nähere Informationen findet man online unter
www.oeamtc.at/berufskraftfahrer.

Aviso an die Redaktionen:
Bildmaterial zu dieser Aussendung ist unter www.oeamtc.at/presse
abrufbar.

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