- 10.04.2013, 12:09:26
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Minister Töchterle und FHK-Präsident Holzinger: Gezielter Ausbau der FH-Studienplätze geht weiter - 3. Ausschreibungsrunde startet
Bund investiert rund 40 Millionen Euro bis 2015 - 4.000 neue Plätze im Vollausbau - Minister zu Gast an der Fachhochschule des bfi Wien

Utl.: Bund investiert rund 40 Millionen Euro bis 2015 - 4.000 neue
Plätze im Vollausbau - Minister zu Gast an der Fachhochschule
des bfi Wien =
Wien (OTS) - Der gezielte Ausbau der Studienplätze an Fachhochschulen
geht weiter: Nach den beiden bereits erfolgten Ausschreibungen für
die Studienjahre 2012/2013 und 2013/2014 gab Wissenschafts- und
Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle heute im Rahmen seines
Besuchs an der Fachhochschule des bfi Wien bei Geschäftsführer Dr.
Helmut Holzinger, der auch Präsident der Österreichischen
Fachhochschulkonferenz ist, den Start der dritten Ausschreibungsrunde
bekannt. Im Vollausbau sollen bis 2015 österreichweit rund 4.000 neue
Studienplätze geschaffen werden, der Bund investiert rund 40
Millionen Euro aus Mitteln der Hochschulmilliarde. "Die ständig
wachsende Nachfrage unterstreicht das Erfolgsmodell Fachhochschulen.
Mit dem gezielten Ausbau schaffen wir zusätzliche, hochwertige
Ausbildungsplätze in zukunftsträchtigen Bereichen", so der Minister.
FHK-Präsident Holzinger betonte: "Österreichweit kommen auf einen
freien Fachhochschul-Studienplatz drei Bewerber/innen. Das zeigt die
Notwendigkeit des Ausbaus im FH-Sektor." Der Ausbau der
FH-Studienplätze entspricht dem von Minister Töchterle mehrfach
betonten Ziel, ebenso den Empfehlungen der Expertengruppe zum
Hochschulplan und des Wissenschaftsrates.
Die dritte Ausschreibungsrunde umfasst - so wie auch die erste für
das Studienjahr 2012/2013 und die zweite für das Studienjahr
2013/2014 - rund 500 zusätzliche Studienplätze, die für das
Studienjahr 2014/2015 finanziert werden. Schwerpunkte dieser
Ausschreibung sind die Bereiche Weiterbildung, Kooperationen sowie
Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung von Studiengängen und
Standorten. Der Schwerpunkt "Weiterbildung" umfasst neben
berufsbegleitenden Studiengängen den nicht traditionellen Zugang zu
Fachhochschul-Studiengängen, Fernstudien-Elemente und neue Lernformen
(blended learning). Beim Schwerpunkt "Kooperationen" stehen im Sinne
des Ausbaus des Hochschulraumes und der Zusammenarbeit mit der
Wirtschaft Kooperationen mit Universitäten und Fachhochschulen sowie
Betrieben im Mittelpunkt. Mit dem Schwerpunkt "Maßnahmen zur
nachhaltigen Entwicklung von Studiengängen und Standorten" sollen
Entwicklungspotentiale standortspezifisch genutzt werden, etwa
Ausbau, Vertiefung, Ergänzung und Bündelung von bestehenden
Standorten und Studienrichtungen.
Die zusätzlichen Studienplätze können für bereits laufende oder neue
Studiengänge von bestehenden als auch neuen Erhaltern beantragt
werden. Zwei Drittel der Plätze sind für Bachelorstudiengänge, ein
Drittel für Masterstudiengänge vorgesehen. Die Vorhaben werden vom
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung geprüft, danach
werden die Studienplätze zugeteilt. Die Zuweisung der Bundesmittel
für diese Studienplätze erfolgt unter der Bedingung der
Akkreditierung durch die Agentur für Qualitätssicherung und
Akkreditierung Austria. Die Vorhaben können bis 10. Mai 2013
eingereicht werden, die Entscheidung über die Vergabe ist für Juni
geplant.
Fachhochschulen zeichnen sich unter anderem durch regionale
Kooperationen, die intensive Zusammenarbeit mit der Wirtschaft sowie
ihr sehr gut ausgebautes berufsbegleitendes Angebot aus. So etwa der
jüngst von der FH Vorarlberg präsentierte Hochschullehrgang für
Seilbahnbranche ("Seilbahnen - Engineering & Management"), der in
Kooperation mit dem in Vorarlberg angesiedelten Seilbahnhersteller
Doppelmayr AG ab September 2013 berufsbegleitend angeboten wird.
Die Verknüpfung von Theorie und Praxis hat auch an der FH des bfi
Wien oberste Priorität. Renommierte Unternehmen wie T-Mobile, die
Siemens AG oder Raiffeisen stehen der FH des bfi Wien als
Kooperationspartner/innen zur Seite. "Unsere Sponsor/innen werden
aktiv in die Lehre einbezogen. Dies stellt eine win-win Situation für
Studierende und Unternehmen dar", so Prof. (FH) Dr. Andreas
Breinbauer, Leiter des Kollegiums der FH des bfi Wien. Speziell in
Auftrag gegebene Projekte werden von Studierenden durchgeführt und
den Auftraggeber/innen präsentiert. Diese enge Verzahnung ermöglicht
den Studierenden einen Einblick in die Praxis. Im Gegenzug dazu
erhalten Unternehmen die Gelegenheit, Forschung anwendungsorientiert
mitzugestalten. Die Forderung der Unternehmen nach international
ausgebildeten High-Potentials nimmt die FH des bfi Wien gerne auf.
"Mit dem neuen wirtschaftswissenschaftlichen Bachelorstudiengang
'European Economy and Business Management' in englischer Sprache
trägt die Fachhochschule des bfi Wien Rechnung, dass in vielen
Unternehmen die Arbeitssprache Englisch ist", so Breinbauer weiter.
Derzeit studieren an der FH des bfi Wien rund 1.850 Student/innen -
ca. 70 Prozent davon berufsbegleitend, in sieben Bachelor- und sechs
Masterstudiengängen, - ab Herbst 2013 werden es ca. 1.900 sein.
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