"dok.film" am 14. April: "Niemandsland - Italien in der Krise"

Eine Dokumentation über Menschen, Ängste und Existenzen

Wien (OTS) - Als unregierbares "Niemandsland" kommt vielen Italienerinnen und Italienern ihre Heimat derzeit vor: Denn: nach der Wahl ist vor der Wahl. Nach wie vor bestimmt das Wort "Krise" den politischen wie gesellschaftlichen Alltag der südeuropäischen Republik. Fast hat man den Eindruck, das Land gleite ideen- und führungslos langsam dem endgültigen Absturz zu. Aber mit den zahlreichen Protesten gegen die als ungerecht empfundenen Sparmaßnahmen entsteht gerade auch eine neue Solidarität innerhalb der einzelnen Interessengruppen. Die brandneue italienische Dokumentation "Niemandsland - Italien in der Krise" der Regisseure Marzia Mete, Andreas Pichler, Valentina Monti und Antonio Bellia erzählt am Sonntag, dem 14. April 2013, um 23.05 Uhr in ORF 2 im Rahmen von "dok.film" von Menschen, denen die wirtschaftliche und politische Krise an die Existenz geht.

Erzählt wird von Piero, einem 50-jährigen Fabriksarbeiter aus Genua, für den seit seiner Entlassung vor wenigen Monaten eine Welt zusammengebrochen ist. Von Gian Luca Brambilla, einem Unternehmer aus Monza, der einst Berlusconi wählte und nun durch zahlungsunfähige Kunden Ausstände in Millionenhöhe hat. Von Franca, einer jungen Mutter, die arbeitslos keinerlei staatliche Absicherung hat, aber auf Facebook eine Initiative der privaten Arbeitsvermittlung gegründet hat. Von Georgia, die nach dem Selbstmord ihres Vaters das kleine Familienunternehmen unbedingt vor dem Konkurs retten will und sich dabei mit anderen Unternehmerinnen verbündet. Von Giorgio, einem redefreudigen Taxifahrer in Rom, den Zukunftsängste plagen und der seinen Kunden auf den Zahn fühlt. Und von einer Gruppe von Schülerinnen, die ihr Gymnasium besetzen, weil die Regierung weitere Sparmaßnahmen im ohnehin schon unterfinanzierten Bildungs- und Schulwesen plant. Sie alle fühlen sich wie in einem Vakuum, einem "Niemandsland".

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