- 10.04.2013, 11:01:28
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Bures: Startschuss für die Frontrunner-Initiative
20 Millionen Euro für Zugpferde der Wirtschaft über FFG und aws
Utl.: 20 Millionen Euro für Zugpferde der Wirtschaft über FFG und
aws =
Wien (OTS/BMVIT) - Frontrunner sind jene innovativen Unternehmen, die
in ihren Bereichen europa- und weltweit Technologie- und Marktführer
sind. Etwa 400 Unternehmen bilden zwar eine kleine, jedoch für die
Wirtschaftsleistung und die Beschäftigung sehr wichtige Gruppe.
"Frontrunner-Unternehmen beschäftigen sechs Prozent der unselbständig
Erwerbstätigen in Österreich, sind für neun Prozent der Wertschöpfung
und 41 Prozent aller Forschungsausgaben heimischer Unternehmen
verantwortlich", unterstreicht Innovationsministerin Doris Bures am
Mittwoch anlässlich der Vorstellung der neuen Initiative.
"Frontrunner-Unternehmen sind wichtige Träger des
Wirtschaftsstandortes Österreich, weil sie es schaffen, Forschung und
Produktion in Österreich zu halten und damit nachhaltig Arbeitsplätze
zu sichern", so Bures. Die mit jährlich 20 Millionen Euro dotierte
Frontrunner-Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation
und Technologie (BMVIT) soll österreichische Frontrunner-Unternehmen
dabei unterstützen, ihre Spitzenposition im globalen Wettbewerb zu
festigen und weiter auszubauen. ****
Frontrunner haben enorm hohe Exportquoten und investieren
gleichermaßen stark in Forschung und in Produktion. Ihre Technologie-
und vielfach auch Marktführerschaft in ihren Nischenbereichen
konzentriert sich dabei nicht nur auf einige wenige
Technologiezweige, sondern erstreckt sich über eine ganze Reihe von
Branchen. Besonderes Charakteristikum der Frontrunner ist, dass sie
sehr stark mit anderen Unternehmen und Forschungseinrichtungen
vernetzt sind und in Summe mit tausenden kleinen und mittleren
Unternehmen (KMU) als Zulieferer, vorgelagerten Betrieben und
Unternehmens-Dienstleistern in Leistungsbeziehungen stehen. "Dadurch
sichern sie Arbeitsplätze und Wertschöpfung ganzer Regionen und
tragen einen großen Teil zur Innovationsleistung Österreichs bei.
Gerade deswegen ist es für den Standort Österreich von großer
Bedeutung, ihnen optimale Rahmenbedingungen für Forschungsvorhaben zu
schaffen, selbstverständlich auch, um die Ziele der FTI-Strategie des
Bundes erreichen zu können", begrüßt Georg Kapsch, Präsident der
Industriellenvereinigung,
die neue Frontrunner-Initiative des BMVIT.
Richtige Maßnahme zur richtigen Zeit
Eine Analyse der Forschungsgesellschaft Joanneum Research
identifiziert rund 400 Unternehmen in Österreich, die in ihren
Bereichen als internationale Technologie- oder Marktführer gelten.
Alleine im Förderportfolio von FFG und aws finden sich 160 solcher
Frontrunner-Firmen, die vor allem in den letzten drei Jahren
besonders aktiv bei Forschung und bei der Umsetzung von
Forschungsergebnissen waren. Allgemeine Markt-, Konjunktur- und
Konkurrenzrisiken stellen aber die größte Gefahr für die
Marktposition der Frontrunner-Unternehmen dar.
Frontrunner-Unternehmen sehen Innovationshemmnisse vor allem in
langen Entwicklungszeiten und in wirtschaftlichen und technologischen
Risiken. "Daher sind im Rennen um die Technologie- oder
Marktführerschaft auf dem Weltmarkt die richtigen Förderinstrumente
wie die Frontrunner-Initiative zur richtigen Zeit ausschlaggebend",
führt Wolfgang Pribyl, Geschäftsführer von Joanneum Research aus.
Frontrunner-Initiative: Volle Fahrt mit umfassendem
Förderangebot
Erstmals bringt das BMVIT ein umfassendes Förderangebot für
Unternehmen auf Schiene und unterstützt Frontrunner-Unternehmen von
der Idee über die Forschung und Entwicklung von Prototypen bis hin
zur Investitionsfinanzierung. So können sowohl eine hoch dotierte
Forschungsförderung (über die FFG) als auch eine
Investitionsförderung für die Umsetzung ihrer Innovationen am Markt
(über die aws) beantragt werden. Für diese neue Initiative stellt das
BMVIT jährlich 20 Mio. Euro zur Verfügung.
"Nichts entwickelt sich so rasant weiter wie der technische
Fortschritt. Entscheidend ist immer, wer wie schnell aktuelle
Forschungsergebnisse in wirtschaftliche Erfolge umsetzen kann. Die
FFG wird 15 Millionen Euro über die Frontrunner-Initiative vergeben
und damit wesentlich dazu beitragen, Vorsprung durch Forschung zu
schaffen", erklärt FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner. Die
Forschungsförderungsgesellschaft fördert Einzelprojekte, die
eindeutig in eine Frontrunner-Strategie eingebettet sind. Dadurch
soll die konkrete Unternehmensstrategie über den gesamten
Innovationszyklus bis zur Markteinführung unterstützt werden. Die
Förderung ist im Vergleich zu den anderen Förderungen von Unternehmen
höher. So können Großunternehmen für ihre Frontrunner-Projekte bis zu
30 Prozent, mittlere Unternehmen bis zu 40 Prozent und kleine Firmen
bis zu 70 Prozent mehr Mittel bekommen. Die Ausschreibung ist
themenoffen, Projekte können laufend eingereicht werden. Die maximale
Förderung beträgt pro Projekt 2,99 Millionen Euro. An die Projekte
wird ein hoher Anspruch in Bezug auf den Innovationsgehalt, das
technische Risiko sowie den Nutzen der Entwicklung gestellt.
Weitere Informationen unter www.ffg.at/frontrunner
"Österreichische Unternehmen haben keine Alternative als innovativ
zu sein. Im Vergleich zu Billiglohnländern kann Österreich nur
erfolgreich sein, wenn wir um das besser sind, was wir teurer sind.
Und wir als aws wollen gerade Frontrunner bei dieser Herausforderung
als verlässlicher Partner begleiten", erläutert aws-Geschäftsführerin
Edeltraud Stiftinger. Die aws fördert im Rahmen der
Frontrunner-Initiative Investitionen in Prototypen,
Demonstrationsanlagen sowie den Aufbau und die Erweiterung von
Produktionskapazitäten für die Umsetzung von Produkt- und
Verfahrensinnovation. Dafür steht dem Frontrunner-Unternehmen ein
Zuschuss in Höhe von maximal einer Millionen Euro kombiniert mit
einem günstigen Kredit von jeweils bis zu 7,5 Millionen Euro zur
Verfügung. Die Förderquote beträgt dabei je nach Unternehmensgröße
und Standort bis zu 35 Prozent.
Weitere Informationen unter www.awsg.at/frontrunner (Schluss)
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